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Dice ForgeDice Forge

Frage ich nach der Bedeutung des Spieltitels Dice Forge, so sehe ich oft in fragende Gesichter. Die Vokabel "Dice", den Plural von "Die" (Würfel), kennen ja noch viele, aber der Begriff "Forge" (Schmiede) fehlt vielen in ihrem Vokabular. Dies ist schade, denn der Titel beschreibt genau, was wir tun.

Als ich hörte, dass ich mir in diesem Spiel meine eigenen Würfel zusammenbauen kann, war ich als Freund von Würfelspielen mit taktischen Anteil fasziniert. Das Card-Crafting von Mystic Vale hatte mich anfangs auch fasziniert, aber leider hat es mich beim Spielen dann etwas enttäuscht.

Nun war ich gespannt, wie der Zusammenbau von Würfeln - das Schmieden - realisiert wird. Um es vorweg zu sagen:" Es begeistert mich!"

Der Würfel hat ein Grundgerüst, auf dem die Seiten wie auf einer Legoplatte festgesteckt werden. Will ich nun einen Würfel verbessern hebele ich eine Seite mit der Ecke der neuen Seite heraus, und stecke die neue an den freigewordenen Platz.
Die Würfel sind größer als Standardwürfel, lassen sich aber gut werfen.

Doch jetzt zum Spiel:
Jeder Spieler startet mit zwei Götterwürfeln. Der eine zeigt einen Mondstein, einmalig zwei Siegpunkten und auf den restlichen Seiten ein Gold. Der andere zeigt einen Sonnenstein und auf den fünf anderen Seiten je ein Gold. Alle möglichen Austauschseiten liegen auf dem Tempeltableau aus.
Die Spielfiguren bewegen sich auf dem Inselplan, auf dem Portale zu den verschiedenen Heldentaten, die dort auf Karten ausliegen, führen. Die Portale zeigen, wie viele Edelsteine ich ausgeben muss, um die Heldentat zu vollbringen. Sie haben verschiedenste Auswirkungen. Die meisten geben zum Spielende Siegpunkte. Viele von ihnen haben einen weiteren Effekt: So liefern einige einmalig Ressourcen, bringen Spezialseiten für meinen Würfel oder bieten jede Runde zusätzliche Ressourcen, Verstärkungen genannt.

spielstart

Gespielt wird reihum. Je nach Spielerzahl werden neun oder zehn Runden gespielt. Zu Beginn eines Zuges würfeln alle und markieren die Göttergaben auf dem Spielertableau, wenn dort noch Platz ist. Bin ich an der Reihe kann ich dann, wenn ich sie besitze, Verstärkungen herbeirufen.
Danach habe ich die Wahl zwischen zwei Handlungsmöglichkeiten.

In jedem eigenen Zug kann ich einmalig zwei Sonnensteine abgeben, um eine weitere Handlung durchzuführen. Das Spiel endet nach einer vorgegebenen Rundenzahl. Wer dann aus Punkten im Spiel und Punkten für Heldentaten die höchste Summe hat, gewinnt.

Nicht nur der Würfelbau wird in der Anleitung genau beschrieben. Sie enthält eine genaue Anleitung, wie man das Spiel in der Schachtel unterbringt.
Das Würfeltableau wird zum Beispiel nach dem Spiel neu bestückt. Durch einen Schuber, der darüber geschoben wird, bleiben alle Steine an ihrem Platz. Auch die Karten haben sortiert ihre festen Plätze. Das Abbauen des Spieles ist damit immer schon ein Beinahe-Aufbau des folgenden.
Räumt man das Spiel nach Vorgabe ein, sitzt alles fest in der Schachtel, nichts verrutscht und kommt in Unordnung, selbst wenn man die Schachtel rüttelt oder auf den Kopf stellt.

Oben sprach ich von taktischem Anteil in Würfelspielen. Hier gibt es viel zu überlegen: Baue ich viele Sonnensteine ein, um häufig Doppelzüge zu machen? Schmiede ich nur einen sehr guten Würfel, der viele Ressourcen bringt? Dann kann ich auf dem anderen Würfel Seiten einbauen, die bei jedem Wurf den Partnerwürfel verdreifachen.
Auch Heldentaten, die das Werfen eines einzelnen Würfels erlauben, sind mit dieser Konstruktion von Vorteil.
Hoffe ich einfach aufs Würfelglück und produziere Würfel mir vielen Siegpunkten?

Es gibt viele Ansätze, wie man die Würfel bauen kann, doch eins darf man nicht vergessen: Es sind Würfel!

Ich verbessere die Würfel und bestehe Heldentaten, um Siegpunkte und weitere Unterstützungen zu erhalten. Hier heißt es, das richtige Maß zu treffen. Die Speichermöglichkeit des Tableaus ist begrenzt, daher verfallen Ressourcen, die ich nciht unterbringen kann. Eine bestimmte Heldentat hat den Effekt, das Lager zu erweitern. Sie ist aber für den Spielsieg nciht dringend notwendig.
Habe ich einen perfekten Würfel erschaffen, ist oft das Spiel schon zu Ende.

Dice Forge macht viel Spaß. Da man bei jedem Spielzug, auch denen des Mitspielers, Ressourcen bekommt, und einige Würfelseiten die Mitspieler beeinflussen ist man die gesamte Zeit ins Spiel eingebunden. Die 45 Minuten Spielzeit, die das Spiel angibt, haben wir immer überboten. Zu viert spielten wir deutlich länger, doch es kam uns nicht lang vor. Wir fühlten uns durchgehend gut unterhalten.
Man lachte über das Würfelpech der anderen und freute sich über das eigene Glück. Die Zeit verging wie im Flug; ein Zeichen für ein sehr gutes Spiel. In unserem Spielkreis ist es im Moment das Topspiel: Jeder mag mitspielen! Also fangt an, eure Würfel zu schmieden! (bd)

Steckbrief
Dice Forge

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Regis Bonnesseé Libellud 2 - 4 Spieler ab 10 Jahre ca. 45 Minuten Biboun