Icon
Näher betrachtet: Mangrovia - Archipel
Konstruktion des Archipels aus Mangrovia
Geschichte: Mangrovia - Archipel
vom Ork, der sich versteckt.
neueste Rezensionen
Orcs Orcs Orcs Mangrovia Barragoon Drecksause
Rezensionen zu
Essener Neuheiten

7 Steps Abyss Barragoon Das Vermächtnis Drecksause La Isla Las Vegas Boulevard Mangrovia Orcs ORcs Orcs
Rezensionen zu ausgeewählten
Nürnberger Neuheiten

Abluxxen Camel Up Istanbul Splendor
Info-Mail erhalten Newsletter
Über jedeAktualisierung per Mail informiert werden.

Der kleine Prinz - PlanetenwandererDer kleine Prinz - Planetenwanderer

Klaus Haferkamp ist ein wohlbekannter Spieleautor, der sich vor allem mit Kinderspielen einen Namen gemacht hat. So gewann er mit der Adaption des Klassikers "Das kleine Gespenst" den Preis Kinderspiel des Jahres 2005.
Schon im Jahr 2002 veröffentlichte er eine Umsetzung des kleinen Prinzen für Erwachsene. Nun hat er ein Kinderspiel zu diesem Thema entwickelt.

SpielplanDas Spiel ist mehr an die aktuelle Fernsehserie als an das ursprüngliche Buch angelehnt. Die Grafiken wurden an die animierte Serie angepasst. Gemeinsam mit dem Fuchs bereist der kleine Prinz in der Serie insgesamt 24 Planeten und versucht, sie von der Macht der Schlange zu befreien.

Hier setzt das Spiel an. Um den Spielplan herum werden Bilder von 12 Planeten und ein Bild von der Schlange auf runden Plättchen ausgelegt. Zuerst liegen sie offen, dass man sehen kann, wo was liegt. Dann werden die Plättchen verdeckt.

Auf dem Spielplan ist eine große Drehscheibe, die den Planeten des kleinen Prinzen zeigt. Um diesen herum sind zwölf Sterne verteilt. Man dreht zu Beginn seines Zuges kräftig an der Scheibe. Kommt sie zum Stehen wird sie, wenn notwendig, solange weiterbewegt bis das Flugzeug auf einen Stern zeigt. In einem Loch der Drehscheibe wird dann ein Planet sichtbar. Diesen Planeten muss man nun aufdecken. Hat man dies richtig gemacht, dreht man das Flugzeug zum nächsten Stern und muss den nächsten Planeten finden. Hat man einen Fehler gemacht, wird eines der Schlangenteile auf das Schlangentableau gelegt.

SchlangenablageWurde mindestens einen Planeten richtig aufgedeckt, kommt es nun zu einer Geschicklichkeitsaufgabe.
Der Schachteldeckel zeigt im Inneren den Planeten des Kleinen Prinzen und die zwölf weiteren Planeten. Man startet auf dem Planeten des kleinen Prinzen einen Kreisel und versuch, ihn durch Bewegen des Deckels über sämtliche Bilder der richtig aufgedeckten Planeten kreiseln zu lassen.

Für jeden erreichten Planeten wird dann einer der fünfzehn eigenen Finsterlingchips umgedreht - sie werden dann zu Sternen - und auf den eigenen Sternenhimmel gelegt.

Ein Planet mit AffenbrotbäumenDas Spiel ist beendet, wenn ein Spieler alle 15 Sterne erkreiselt hat oder wenn ein Spieler alle 12 Planeten richtig aufgedeckt hat, und auch alle 12 Sterne in diesem Zug erkreiselt . Dieser Spieler hat dann jeweils gewonnen. Das Spiel ist auch beendet, wenn das fünfzehnteilige Schlangenpuzzle auf dem Schlangentableau komplett zusammengesetzt wurde. Dann haben alle gemeinsam verloren.

Durch die den Kindern noch gut bekannte Fernsehserie ist die Motivation das Spiel zu spielen sehr hoch. Begeistert wird es aufgebaut, und gern erzählen die Kinder die Geschichten, die zu den einzelnen Planeten gehören, wenn sie sei kennen. Der Mechanismus ist schnell verinnerlicht, und die Kinder können dann komplett ohne Hilfe spielen.

Wer ältere Kinder hat, erinnert sich sicherlich noch an das kleine Gespenst, mit dem Kai Haferkamp im Jahr 2005 den Preis für das Kinderspiel des Jahres erhielt. Hier nun greift der Autor sein erfolgreiches Spiel auf und wandelt es ab. In meiner damaligen Rezension schrieb ich über die rein schwarz-weißen Illustrationen:

Die SchlangeViel kennen aus ihrer Jugend noch die Geschichte und sind begeistert, dass hier die Originalzeichnungen in schwarz-weiß verwendet werden. Erst bei diesem Spiel merkt man, wie sehr man sich oft auch auf Farben verlässt. Ich bin sicher, bei bunten Bildern wäre das Merken leichter. Einige Motive sind sich auch sehr ähnlich, und es kommt leicht mal zu Verwechslungen. So gibt es einen Schaukelstuhl und ein Eule, beide filigran auf weißem Hintergrund. Oder zweimal das kleine Gespenst vor dunklem Hintergrund, einmal mit Schlüsselbund , einmal mit Eule. Auch diese beiden werden gern verwechselt.

Doch nicht nur die farbigen Bilder erleichtern das Spiel. Hier darf man zu Spielbeginn alle Plättchen anschauen, so hat man schon (=> das andere musste ich mit der Null mal stehenlassen) shc0n als erster Spieler die gute Chance, ein richtiges Plättchen aufzudecken. Der Sudden Death, den es beim kleinen Gespenst gab, wenn man 6 Türen in Folge richtig errät wurde hier auf 12 erhöht und man muss dabei zusätzlich alle 12 Planeten mit dem Flugzeugkreisel erreichen.
Auch das Problem, dass beim Aufbau einige der zu suchenden Objekte gesehen werden, und andere nicht, hat sich hier erledigt.

Ein Planet mit UhrwerkSchon das Kullern in der Rumpelkammer war und ist für Kinder eine reizvolle Beschäftigung, doch das Bewegen des Kreisels im Schachtelboden ist noch eine Nummer faszinierender. Dabei ist aber zu beachten, dass der Umgang mit dem Kreisel den jüngeren Kindern schwerer fällt, als das Rumpeln in der Rumpelkammer.
Der kleine Prinz ist ein Spiel, das dem aktuellen Zeitgeist angepasst ist, aber den Grundmechanismus der kleinen Gespenstes besitz. Es ist durch den beschleunigten Start kürzer, und durch die Anlehnung an die Fernsehserie farbenfroher als das prämierte Spiel. Statt der Magneten, die ein faszinierender Gimmick waren, ist nun ein sehr gut funktionierender Kreisel im Spiel vorhanden.

Ich kann hier nicht sagen, dass ein Spiel besser oder schlechter als das andere ist. Sie sind beide auf ihre eigene Art gut, uns so muss jeder für sich entscheiden, was ihm besser gefällt. (bd)

Steckbrief
Der kleine Prinz - Planetenwanderer

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Kai Haferkamp Schmidt 2 - 4 Spieler ab 6 Jahre ca. 20 Minuten Olga Cress