SpektakulärSpektakulär

Laut Regel leitet sich der Spieltitel von spektare, das heißt betrachten oder anschauen her.
Im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet es aber eher Staunen oder großes Aufsehen erregend.

das erwähnte Material

Genau hierdurch wurde ich auf der Berlin Con auf das Spiel aufmerksam. Viele Schachteln und bunte Würfel, ein persönlicher Parkplan für jeden Spieler: dies alles rief laut „Spiel mit!“. Wir fragten, wann die laufende Vierer-Runde beendet sei, und bekamen die Antwort: “Ihr könnt direkt mitmachen, das geht auch mit sechs Spielern“. Es wurde etwas zusammengerückt, und die Erklärung ging los.

Wir entwickeln einen Safaripark.
Jeder Spieler startet mit 10 verdeckten eigenen Plättchen und je zwei Würfeln in vier Farben. Die Plättchen zeigen die gleichen Farben wie die Würfel. Drei der Plättchen werden zufällig auf den Spielplan, und drei daneben als Angebot ausgelegt. Die Würfel werden geworfen und dann auf ihre Plätze auf dem Tableau gelegt. Dieser Bereich ist mein persönlicher Nachschub.
Jeder Spieler bereitet ein Nachschubtableau vor, indem er vier Würfel und ein Plättchen jeder Farbe aus dem gemeinsamen Vorrat auf ihm platziert.

Zu Beginn eines Zuges wählt jeder je ein Teil vom Nachschubtableau und vom persönlichen Nachschub und platziert sie, wenn alle gewählt haben, auf dem Parkplan.

Parkplan und Tableau

Dabei gelten einige Regeln:
Die Plättchen zeigen rote Herzen oder ein Kreissegment in einer von drei Farben. Sie können auf jedes freie Feld des Plans gelegt werden. Hat man einen einfarbigen Kreis vervollständigt, setzt man einen Turm auf den Kreis.
Würfel werden nur auf gleichfarbige Plättchen gelegt. Auf Herzen dürfen nur die Werte eins und zwei, auf Kreissegmente eins bis fünf gelegt werden. Ist ein Turm errichtet, dürfen an ihm Sechsen liegen.

Ist das Nachschubtableau leer, kommt es zur Zwischenwertung. Hier wird die Summe, aller durch Würfel mit dem Eingangsfeld verbundenen Würfel gezählt. Dann wird das Tableau wieder aufgefüllt und der zweite Durchgang beginnt.
Ist der persönliche Bereich leer, endet das Spiel. Jetzt werden alle einfarbigen Gebiete gewertet. Die Summe der Würfel wird mit der Anzahl der Herzen mit Würfel multipliziert. Ist kein Herz mit Würfel im Gebiet, bringt es keine Punkte.
Hinzu kommen die Türme. Sind alle drei Felder um einen Turm belegt, bekommt man die Summe in Punkten. Zum Schluss gibt es noch Punkte für möglichst viele verschiedene Tiere, und der Sieger steht fest

Spektakulär spielt sich in jeder Besetzung gut, es weiß insbesondere in größerer Runde zu überzeugen.
Durch das parallele Spielen kommt es kaum zu Downtime. Das Spiel lief durch die parallelen Spielzüge ausgesprochen flüssig.
Obwohl es viele Möglichkeiten zu bedenken gibt, kann es auch intuitiv, das heißt aus dem Bauch heraus, gespielt werden.
Spektakulär wirkt im ersten Moment wie ein paralleles Solitärspiel, doch schnell stellt man fest, dass die Nachschubtableaus der anderen Spieler auch betrachtet werden sollten.

Bei uns hat es eingeschlagen. An jedem Spieleabend seit der Berlin Con kam es bisher(Ende August) auf den Tisch. Jeder geht bei dem Spiel mit. Man hofft, bestimmte Teile auf entfernten Tableaus noch zu bekommen.

Das Material lockt nicht nur an den Tisch, es macht auch Freude, damit zu spielen, den Park mit den fröhlichen Farben und liebevoll gezeichneten Tieren wachsen zu sehen.
Optik und Spielgefühl: Es stimmt hier einfach alles.

Spektakulär ist das, was sein Name sagt: Spektakulär. (bd)

In der Regel wird darauf hingewiesen, dass alle ihre Schritte gelichzeitig machen. Das heißt: Nach dem Auswählen sollte immer gleichzeitig gebaut und dann das Nachschubtableau weitergegeben werden. Immer wieder kam es anfangs bei uns zu Verwirrung, wenn ein Spieler zu schnell oder zu langsam spielte.
Steckbrief
Spektakulär
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Eilif Svensson, Asmund Svensson Strohmann Games 1 - 6 Spieler ab 10 Jahre ca. 30 Minuten Gjermund Bohne