Spielwarenmesse 2019Spielwarenmesse 2019

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Neuauflagen und Erweiterungen    Sommer und später   Impressionen 



Erwähnenswert

Auf einer Messe sehen wir viele Spiele. Darunter sind immer wieder einige, die interessant klingen, eine Besonderheit haben, deren Grundidee wir toll finden, für die wir jedoch entweder nicht zur Zielgruppe gehören oder die uns nicht ansprechen. Solche Spiele stellen wir hier vor.

Eine Gruppe von Spielen fällt in diese Kategorie, weil bei uns der Eigenbedarf fehlt: Kinderspiele. Sie sind ein wichtiges Element, führen sie unseren Nachwuchs an die Welt der Gesellschaftsspiele heran. Dies ist ein wichtiger Grund für uns, jedes Jahr wieder bei Haba vorbeizuschauen, die nur im Herbst Familienspiele veröffentlichen. Wieder fanden wir eine Welt vor, die Kinderaugen sicher ganz groß hätten leuchten lassen.

Bei Tal der Wikinger (Haba, Marie und Wilfried Fort, 2-4 Spieler, ab 6 Jahre) werden Kegel umgeworfen und mit der Anzahl die eigene Figur bewegt. Der Endpunkt bestimmt, woher ich wie viel Geld bekomme. Das kann viel aus dem Vorrat sein oder auch wenig vom Mitspieler.

Die weitere Spiele sind wieder mehr bei uns beheimatet.
Bei Hempels Sofa (Haba, Marco Teubner, 2-5 Spieler, ab 5 Jahre) sind die Gegenstände um und nicht unter dem bekannten Möbelstück. Es gilt, ein Möbelstück von einer Ecke aus zu erreichen, wobei die Startecke von einem Mitspieler bestimmt wird. Mit einer Figur, die wie ein Zirkel benutzt wird, schreitet man den Weg entlang. Weil aber gestoppt wird, wenn man über einen Gegenstand läuft, den ein Mitspieler besitzt, muss man erst einmal lernen, welche Wege benutzt werden dürfen.
Wer erkennt einen Pudel, den er nur von vorn gesehen hat, auch von hinten?
Bei Polly Pudel(Haba, Jean-François Rochas, 2-4 Spieler, ab 4 Jahre) ist dies das Ziel.

Das Spiel Beim Kinderarzt (Haba, Annemarie Hölscher, 1-4 Spieler, ab 2 Jahre)bringt den Kleinsten den Besuch dort näher. Wir beenden die Kinderspiele von Haba mit einem passenden Titel Ab ins Bett (Haba, Kristin Dittmann, 1-3 Spieler, ab 2 Jahre). Damit sagne wir den Kinderspielen Gute Nacht!

Machen wir kurz bei den Kinderspielen weiter. Go, Gecko, Go (Zoch, Jürgen Adams, 2-4 Spieler, ab 6 Jahre) ist ein Wettrennspeil. Die eigenen Tiere können gestapelt werden und so in einem Schritt nach vorne marschieren. Allerdings gibt es Barrieren, unter denen hindurchgegangen werden muss. Hier werden Stapel auseinandergerissen.

Damit kommen wir zu einer Erweiterung der anderen Art: Klask (Game Factory, Mikkel Bertelsen, 4 Spieler, ab 8 Jahre) gibt es nun als Teamspiel zu viert. Wir fanden es zu zweit besser, funktioniert zu viert auch tadellos.

Wenn bei einem Spiel die Spielerzahl raufgeht, geht sie bei einem anderen runter. In Coffee Roaster (dlp Games, Saashi, 1 Spieler) rösten wir Kaffeebohnen. Halt! Wir ist hier fehl am Platze, denn ist als Solitärspiel konzipiert.
Im Familienspielbereich liegt auch Red Peek (Ravensburger, Carlo A. Rossi, 2-6 Spieler, ab 8 Jahre). Der Red Peek ist ein Vulkan, der ausbricht. Die Spieler müssen unter Zeitdruck einen Weg bauen, um der Lava zu entkommen. Für den Weg benötigen sie Gegenstände, um ihn zu passieren. Gleichzeitig gibt es dafür Belohnungen, aber auch immer wieder den Zwang, die fließende Lava weiter auszulegen.

Weiter geht es mit einem Wortspiel. Bei Tags (Heidelbär, Spartaco Albertarelli, 2-12 Spieler, ab 10 Jahre) werden Buchstaben und Kategorien vorgegeben, in der Profi-Version sogar das Wortende. Nun suchen die Spieler die passenden Wörter und erhalten dafür die Kugeln, die einen unterschiedlichen Wert besitzen.

Das Spiel Comanauts (Plaid Hat Games, Jerry Hawthorne, 2- 4 Spieler, ab 14 Jahre) wäre interessant, wenn wir nicht das gerade erschienene Der Herr der Träume spielen würden. Die beiden Spiele sind verwandt, weil sie eine Geschichte erzählen, in der wir mitwirken und dabei mit demselben System arbeiten. Comanauts erscheint uns von der Geschichte her anspruchsvoller. Das System ist in jedem Fall so, dass ein Blick lohnt. Ob ein Blick in das jeweils andere Produkt lohnt, möchten wir erst entscheiden, wenn die Träume beendet sind.

Aus Polen kommt Blütenpracht (rebel, Przemyslaw Fornal, Kajetan Kusina, Mateusz Pitulski und Kamil Rogowski, 2 Spieler, ab 8 Jahre)zu uns herüber. Wir haben sechs Blumenarten auf Karten und decken eine Karte nach der anderen auf. Davon können wir vier Arten in Blumentöpfe pflanzen. Jede aufgedeckte Karte und damit Blume muss eingepflanzt werden. Sobald eine Karte nicht passt, ist der Zug beendet und der Mitspieler pflanzt weiter. Man kann nach jeder Karte aufhören und eine Pflanze abschneiden. Je höher die Pflanze, desto mehr Punkte gibt es. Dies ist ein einfaches Spiel mit wunderschöner Grafik.
Mit ganz wenig Material und daher ganz kleiner Schachtel kommt Mandala (Huch!, Manu Palau, 1-4 Spieler, ab 6 Jahre)aus. Jeder Spieler bekommt drei Scheiben mit Mandala-Muster. Es wird eine Karte aufgedeckt, die ein Mandala zeigt. Es lässt sich mit den drei Scheiben nachbilden.

Zum Schluss kommen wir auf ein wenig erfreuliches Thema: Krieg. Dieses Mal sind es U-Boote. Bei uns ist Captain Sonar nicht gut angekommen, sodass uns die Familienausgabe Sonar Family (Pegasus, Roberto Fraga und Yohan Lemonnier, 2-4 Spieler, ab 8 Jahre) nicht interessiert. Da es vielen Spielern Spaß bereitet, möchten wir es kurz vorstellen. Es gibt nur noch zwei Rollen, den Captain und den Navigator. Der Navigator zeichnet die Karte und führt das Logbuch über die Position. Der Captain bestimmt den Kurs und ist für den Waffeneinsatz verantwortlich.
Ein ganz anderes U-Boot-Spiel, U-Boot – Das Brettspiel (Pegasus, Bartosz Pluta und Artur Salwarowski, 1-4 Spieler, ab 12 Jahre) richtet sich an Expertenspieler. In der hochkomplexen Simulation wird mit Modell gearbeitet und sehr genau das Geschehen simuliert. Ein umfangreiches Regelwerk, das zum Beispiel Schiffssilhouetten umfasst, macht den U-Boot-Einsatz hautnah erlebbar.