Splendor KidsSplendor Kids

Immer wieder wird zu einem erfolgreichen Erwachsenenspiel eine Kinderversion entwickelt.
Diesmal beschäftige ich mich mit Splendor Kids, dem Ableger des zum Spiel des Jahres 2014 nominierten Spiels Splendor.

Es ist ein Wettlauf vom Hafen, über ein verzweigtes Netz von Dörfern und Städten zum Palast der Königin von Splendor.

In meinem Spielzug habe ich zwei Möglichkeiten. Entweder nehme ich mir Essen, oder ich gebe das geforderte Essen ab, um in die nächste Ortschaft zu gelangen.
Es gibt fünf verschiedene Nahrungsmittel und Gold. Wie viel von jedem Nahrungsmittel vorrätig ist, hängt von der Spielerzahl ab; Gold ist immer siebenmal vorhanden.

Nehme ich Essen, darf ich drei unterschiedliche, oder zwei gleiche oder ein Gold nehmen. Diese Ressourcen lege ich auf mein Tableau, das maximal sechs Ressourcen aufnehmen kann.

Wenn ich zum nächsten Ort gehe, muss ich die geforderten Ressourcen für den Weg abgeben. Dabei kann Gold eine beliebige andere Ressource ersetzen.
Erreiche ich ein Dorf, erhalte ich einen weiteren Spielzug. Erreiche ich eine Stadt, bekomme ich ein zufälliges Plättchen mit einem Essen. Dieses kann ich auf dem weiteren Weg einmal einsetzen und es dann umdrehen. Erhalte ich erneut ein Plättchen, darf ich alle verbrauchten wieder aufdecken und noch einmal verwenden.

Das Spiel endet mit der Runde, in der ein Spieler den Palast erreicht.

Mit einer Spieldauer von 25 Minuten hielt ich es für optional in meiner Spiele-AG. Mit der Altersangabe ab 6 passte es genau, hatte ich doch nur Erst- und Zweitklässler dabei. Leider waren diese völlig spielunerfahren. So brauchten wir viel Zeit für die Erklärung, und auch das Spiel selbst kam nicht in Schwung.
Dier Kinder konnten oft nicht erkennen, was sinnvoll für sie war. So war „Ich nehme ein Gold“ eine beliebte Aktion, bis keines mehr da war.
Die Kinder verloren schnell die Lust, obwohl ich nur zwei der drei Wegplatten eingesetzt hatte. Das Spiel war ihnen zu schwer, bzw. die Aufmerksamkeitsspanne war zu gering.
Einmal kamen Viertklässler zu Besuch, die kamen schnell zurecht und kehrten für ein weiteres vergnügtes Spiel an einem anderen Termin wieder.

Essensvorrat Mit den Erfahrungen, die ich in mehreren unterschiedlichen Gruppen machte, kann ich es für Sechsjährige nur empfehlen, wenn sie schon viele Erfahrungen mit Spielen gemacht haben.
Da auch die älteren Kinder deutlich länger als die angegebenen 25 Minuten brauchten, ist auch ein gewisses Sitzfleisch erforderlich. Als das Spiel erst richtig verstanden war, hatten die Kinder und auch ich viel Spaß damit. (bd)
Steckbrief
Splendor Kids
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Marc André, Catherine Andre Space Cow 2 - 4 Spieler ab 6 Jahre 25 - 0 Minuten Oliver Danchin