Massenweise MonsterMassenweise Monster

Es sind viele Monster, die vergnügt mit der Lore im Bergwerk herumfahren, genauer gesagt gibt es acht verschiedene Typen und im Schnitt fahren 18 von ihnen bei jedem Spieler herum.

Unser Bergwerk ist zu Spielbeginn leer, keine Schienen, keine Monster. Es weist neun Felder auf und am Rand sind Tore. Vier sind besonders gekennzeichnet: zwei sind Knochentore, zwei sind Zahntore. Für den Punktestand ist es gut, wenn sie miteinander durch Schienen verbunden werden. Zu Beginn erhalten wir ein Plättchen, das wir uns anschauen und vor den anderen Spielern geheim halten. Jedes Plättchen zeigt ein oder zwei Bahnstrecken sowie meist zwei Monster. Für das Spiel benötigen wir acht Stapel aus Plättchen, die jeweils vier mehr als Mitspieler enthalten. Der erste Spieler deckt ein Plättchen auf und entscheidet, ob er es behalten möchte. Weitere Spieler haben eine Alternative: Sie können sie ein bereits aufgedecktes Plättchen reservieren. Möchten sie dies nicht, decken sie auch ein Plättchen auf. Dann dürfen sie aber nur dieses Plättchen reservieren. Hat nur ein Spieler noch kein Plättchen gewählt, deckt er zur Beschleunigung alles restlichen Plättchen auf und wählt ein nun offen liegendes. Sollten alle Plättchen aufgedeckt sein, müssen die Spieler nun eines dieser Plättchen wählen. Nach acht Runden ist unser Spielplan bis auf ein Feld gefüllt. Auf dieses letzte Feld legen wir das Plättchen, das wir zu Beginn des Spiels erhalten haben.

Nun werten wir sämtliche Monster, die Diamanten und die Wegstrecken. Jedes Monster hat seine eigene Wertung. Hier zwei Beispiele: Die Geister bringen drei Punkte, ausgenommen es sind mindestens drei an einer Strecke. Dann bringen sie sechs Punkte. Die Werwölfe bringen vier Punkte. Der Spieler, der am meisten Werwölfe besitzt, bekommt zehn Punkte (fünf bei zwei Spielern) extra. Auf etlichen Plättchen sind Diamanten abgebildet. Meist zählen sie einen Punkt, bei Drachen drei.
Zuletzt gibt jede Fahrstrecke Punkte, wenn sie an einem Tor beginnt und an einem anderen endet. Jede Schiene gibt dann einen Punkt, die sich verdoppelt, wenn zwei gleiche Spezialtore verbunden wurden.

Massenhafte Monster, macht Spaß! Die Spielzüge sind kurz, die Entscheidungen knackig, weil bei nur neun Plättchen jedes für das Ergebnis wichtig ist. Lediglich im ersten Spiel schauen die Spieler verstärkt auf die Übersichtkarte für die vielen verschiedenen Wertungen.

Dabei ist das Spiel sehr emotional: Ich hoffe auf einen Geist oder ein Skelett, auf Diamanten oder auf eine Kurve oder Kreuzung. Bei so vielen Plättchen im Stapel sollte etwas Brauchbares zu finden sein. Manchmal wird der Stapel kleiner, ohne dass ein Plättchen wirklich gefällt. Nehme ich dann schon mal ein kleineres Übel oder decke ich noch ein Plättchen auf, wohlwissend, dass das bisher beste Plättchen von einem Mitspieler genommen werden kann?

Durch die Wahl der Plättchen ist das Spiel sehr interaktiv. Allerdings ist mein Bergwerk für die Mitspieler tabu. Sie können es nur dadurch beeinflussen, dass sie mir mein Wunschplättchen wegschnappen. Dann muss ich mit dem zweitbesten improvisieren.

Das Spiel hat einen schnellen Ablauf ohne Wartezeiten und eine große Spieltiefe, bei einfachem Ablauf und nur neun Plättchen in meiner Auslage. Die kurze Spieldauer regt an, sofort eine weitere Partie zu spielen. Massenhafte Monster ist ein Toppspiel! (wd)

Steckbrief
Massenweise Monster
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Michael Luu Lookout Spiele 2 - 5 Spieler ab 10 Jahre ca. 20 Minuten Nele Diel