Pöppelkiste - RezensionCarnuta ist ein Set-Collection-Spiel. Die Karten zeigen ein Symbol und legen die für den Ausspieler gültigen Wertungsbedingungen für gesammelte Symbole fest. Einige Karten zeigen zwei Symbole, aber keine Wertung.
Von den neun verschiedenen Symbolen, sind je vier der Sonne und vier dem Mond zugeordnet. Das neunte Symbol ist ein Joker, der sowohl mit Sonne als auch mit Mond zu finden ist, und keine Wertung mitbringt.
Die Sonne- und Mondkarten werden getrennt gemischt, und je vier Karten werden als Auslage aufgedeckt.
In einem gemeinsamen Pool liegen Runensteine die auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen Seite den Mond zeigen. Er beinhaltet zu Beginn einen Stein weniger als Teilnehmer vorhanden sind von jeder Seite. Die Karten verlangen beim Ausspielen das Abgeben von Steinen in den gemeinsamen Pool oder nur das Umdrehen von Steinen oder eine Mischung von beidem.
Jeder beginnt mit einer zufälligen Startkarte, die ein Symbol und die Wertung für zwei andere Symbole, die je einen Punkt geben, zeigt.
Wir starten mit vier Runensteinen auf unserem Tableau: zwei Sonnen und zwei Monde.
In meinem Zug habe zwei Aktionen, die ich unabhängig voneinander aus den folgenden vier Möglichkeiten auswählen kann:
Ich nehme eine Karte aus der Auslage und fülle diese sofort wieder auf.
Ich spiele eine Karte aus, zahle die Kosten und schiebe den Kartenzähler auf meinem Tableau um ein Feld vor.
Zweimal schalte ich dabei den Platz für einen weiteren Runenstein frei und zweimal kann ich eines der acht Bonusplättchen, die in der Mitte liegen nehmen. Das Bonusplättchen lege ich dann bei mir wie eine Karte des entsprechenden Typs ab. Die abzulegenden Runensteine lege ich in den gemeinsamen Pool.
Die dritte Aktionsmöglichkeit ist das Nehmen von Runen eines Typs aus dem Pool.
Die letzte ist das Umdrehen aller Runen eines Typs auf dem eigenen Tableau.
Am Ende des Zuges wird das Handkartenlimit von drei überprüft.
Das Spiel endet mit der Runde nach derjenigen, in der ein Spieler seine elfte Karte ausgespielt hat.
Dann werden die Bedingungen der Karten ausgewertet und der Sieger steht fest.
Die Regeln sind leicht verständlich, doch das Spielen ist knifflig.
Erkennen, welche Karten das bisherige gut ergänzen und das Timing zu optimieren, dass ich nicht plötzlich ohne oder mit den falschen Steinen dastehe, will gelernt sein.
Den anderen Spielern mit leerem Tableau einen vollen Pool anzubieten ist auch keine gute Idee. Die Entscheidung, wann ich eine meiner zwei Sicheln einsetze, die mir erlauben, eine der beiden Teilauslagen auszutauschen, will gut getroffen sein. Kann ich nichts brauchen, oder liegt die Traumkarte für einen Mitspieler aus, dann heißt es, sie einzusetzen.
Auch das Material ist erwähnenswert. Die Karten sind schön und spieltechnisch optimal gestaltet, beim überlappenden Legen sieht man alles Notwendige bei wenig Platzbedarf. Die Icons sind eindeutig und leicht verständlich. Das Material der Runensteine erinnert an Mahjongg und liegt angenehm in der Hand.
Das Spiel hat mich voll in seinen Bann gezogen und ich kann es nur wärmstens empfehlen. (bd)
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Steckbrief Carnuta |
Autoren | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Gestaltung |
| Yohan Goh, Hope S. Hwang, Gary Kim | Repos | 2 - 4 Spieler | ab 10 Jahre | ca. 25 Minuten | Davide Tosello |