Frosted BloomsFrosted Blooms

Wir begeben uns nach Holland, in die Blumenpracht dieses Landes und das viele Wasser. Wir werden Blumenfelder bauen und zwischen diesen Mühlen und Wohnhäuser errichten.

Zu Beginn besteht meine Auslage aus einem Startplättchen. Es zeigt drei verschiedene Blumenarten sowie zwei Mal Wasser. In einer Auslage liegen fünf weitere solcher Plättchen: Sie zeigen alle fünf Felder, jede der drei Blumenarten einmal und zwei Wasserfelder. Die Form der Pentominos ist jedoch unterschiedlich. Außerdem erhalte ich Gold entsprechend meiner Startposition sowie zehn Wertungskarten, von denen ich drei auf die Hand nehme. Sie dienen auch als Rundenzähler.

Zunächst wähle ich ein Plättchen. Eine Blumenfigur zeigt an, wo sich unsere Gruppe aktuell befindet. Ich kann das nächste Plättchen kostenlos nehmen. Möchte ich das nicht, muss ich ein Gold auf jedes Plättchen legen, dass ich nicht nehme und erhalte dann das das von mir gewünschte Plättchen. Liegt dort schon Gold, nehme ich es an mich. Anschließend wandert unsere Gruppe weiter zum neuen Standort. Auf dem alten Platz wird ein neues Plättchen ausgelegt.

Ich lege das neue Plättchen an und spiele eine meiner drei Wertungskarten. Sie werten eine Blumenart (oder Wasser) doppelt oder aber zwei unterschiedliche Dinge einfach. Dabei zähle ich alle Blumen- bzw. Wasserfelder einer Landschaft, ausgehend von meinem neu gelegten Plättchen.
Anschließend darf ich Ziele erfüllen. Sie wurden zu Beginn des Spiels in sieben Kategorien (drei Blumen, Wasser und drei Holzteile). Erfülle ich die vorgegebene Anforderung, darf ich mir das entsprechende Ziel nehmen. Ich kann dann allerdings kein höherwertiges Ziel derselben Kategorie mehr erfüllen.
Zuletzt fülle ich Lücken in meiner Auslage auf. Ein einzelnes Feld bringt einen Arbeiter und ein Gold. Auf zwei Feldern errichte ich ein Wohnhaus, auf drei Feldern kommt ein Wohnhaus und ein Arbeiter mit Gold. Bilden vier Felder ein Quadrat, so wird dort eine Mühle errichtet, ansonsten zwei Wohnhäuser oder in dem T-Stück ein Wohnhaus mit zwei Arbeitern.

Nach 10 Runden habe ich alle meine Karten gewertet und das Spiel endet. Ich erhalte zu den Punkten aus dem Spiel die Punkte der Wertungsplättchen, der Holzteile (Arbeiter, Wohnhaus, Mühle) sowie für Gold.

Frosted Blooms ist ein Plättchenlegespiel mit einem innovativen Pfiff: Während bei anderen solcher Spiele eng aneinander gebaut wird, sind hier Lücken notwendig. Dabei ist das Spiel vielschichtig, weil auf drei Arten gewertet wird: Die Konstellation in der Auslage durch die Karte, die Häufigkeit über Wertungsplättchen und Lücken über Holzteile.
Einmal erlernt, sind die Regeln einfach. Das Spiel hingegen ist herausfordernd, weil es viele Wege zulässt: Große Gebiete erlauben gute Wertungen mit den Karten. Viele Lücken bedeuten viel Holz und damit Punkte. Auch gezieltes Bauen auf die Zielplättchen ist lohnend. Ich habe jeden Weg und auch Mischformen gewinnen sehen. Einzig Strategien, bei denen auf Holzteile fast verzichtet wurde, waren nicht erfolgreich. Für mich ist dies eine klare Stärke, denn es fördert Vielseitigkeit und den Kern des Spiels, weil Lücken notwendig sind.

Eine große Vielfalt an Möglichkeiten und ein immer eintretenden Fortschritt sorgen für ein positives Spielgefühl, auch weil der Spieler seine Auslage nach seinen Wünschen gestalten kann. Die Vorgaben durch das Spiel sind minimal: Die Zielplättchen sorgen für immer andere Bedingungen und damit auch für andere Taktiken. Da die Bauplättchen zufällig kommen, muss mit der vorhandenen Auswahl gelebt werden. Das ist auch kein Problem, weil es keine schlechten Plättchen gibt. Die Qualität hängt immer davon ab, welche Strategie der Spieler verfolgt und was er folglich aus einem Plättchen macht.

Die Originalität lässt mich als Freund von Plättchenlegespielen dieses Spiel besonders mögen. Es bringt eine neue Facette in dieses Genre. Dazu hat es eine angenehme Spieldauer und bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Obwohl ein Spielzug einen gewissen Umfang hat, kommt es nicht zur Downtime. All dies sind Eigenschaften mit denen ich das Spiel bestens empfehlen kann. (wd)

Frosted Blooms solitär

Mich reizt es selten, ein Spiel solitär zu spielen. Frosted Blooms hatte Solitärregeln, die ich unbedingt ausprobieren musste. Auf 15 Karten sind fünf Reihen: je eine für jede Blumenart und zwei für das Wasser. Pro Reihe wird entweder das Objekt oder ein Leerfeld gezeigt. Dazu kommt eine Wertungsformel und eventuelles Holz, das der Automa bekommt. Zuletzt bewegt er die Blumenfigur. Damit er bezahlen kann, startet er mit zehn Goldmünzen. Ich spiele das Spiel ganz normal nach den Regeln für zwei Spieler. Dabei bin ich immer der Startspieler und beginne das Spiel mit einer Münze.
In meinen Partien holte ich deutlich mehr Punkte mit den Wertungen. Dafür war Automa in den Holzteilen klar überlegen. Die Ziele erfüllten wir in der Anzahl gleichmäßig, aber ich hatte dabei auch einen Punktevorteil.

Mir macht das Solitärspiel vor allem Spaß, weil der Automa sehr einfach zu handhaben ist, während ich genauso spiele, wie mit menschlichen Mitspielern.

Steckbrief
Frosted Blooms
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Bruno Cathala Elznir Games 1 - 4 Spieler ab 8 Jahre 25 - 40 Minuten Ludovic Maublanc