PaleolinoPaleolino

Nachdem Paleo zum Kennerspiel des Jahres gekürt wurde, kommt nun mit Paleolino ein weiteres Spiel, das thematisch in der Steinzeit angesiedelt ist.

Der FaustkeilWir, die Mitspieler, sammeln Rohstoffe, indem wir den Faustkeil schütteln und anschließend zwei Rohstoffchips herausziehen. Diese geben wir Lino, dem Babymammut, das sie den Berg hinunterkullert. Am Fuß des Berges landen sie in einer von vier Schubladen. Danach darf ich eine der Schubladen in die Tischmitte leeren. Mit diesen kann ich dann Erfindungen bauen, die in zwei Stapeln in der Tischmitte liegen. Sie geben an, welche Rohstoffe sie benötigen. Es gibt Holz, Steine, Früchte und Kristalle, die als Joker eingesetzt werden können.

Die Erfindungen stecke ich dann in die Schlitze auf dem Dorfplatz, der sich oben auf dem Schachtelboden befindet. Die benutzten Rohstoffe kommen in die Grube, einen großen Spalt auf dem Dorfplatz.
Wenn ich Rohstoffe nicht verwenden kann, darf ich einen bei mir speichern. Fehlt mir etwas für eine Erfindung, bitte ich Mitspieler, die diesen Rohstoff gespeichert haben, mir zu helfen. Bleiben Chips übrig, werden sie ungenutzt in die Grube geworfen.

Wenn der Faustkeil leer ist, bevor wir zehn Erfindungen gebaut haben, ist Lino müde und wir haben gemeinsam verloren. Wir gewinnen zusammen, wenn zehn Erfindungen auf dem Dorfplatz sind.

ein Teil des Dorfes

Die Regeln sind einfach. Bereits nach einem Spiel konnten die Erstklässler es problemlos anderen erklären, die dann mit Begeisterung mitspielten.

Der Berg Alle fieberten mit, welcher Chip als Nächstes gezogen wird, und verfolgten dann die herunterrutschenden Chips. Es wurde heiß diskutiert, welche Schublade was enthält und welche geöffnet wird. Freude und Enttäuschung lagen dicht beieinander. Schon beim ersten Spiel wurde darüber diskutiert, wie die Rohstoffe am besten eingesetzt werden.

Händische Aktionen wechselten sich mit geistigen Entscheidungen ab. So kam keine Langeweile auf. Die Kinder machten nichts nebenbei, sondern waren ganz in das Spiel eingetaucht. Das habe ich nur sehr selten in meinen vielen AG-Runden erlebt.

Das einmalige Zusammensetzen des hervorragende Spielmaterial dauert etwas. Erst einmal vorbereitet, ist das Spiel schnell aufgebaut. Die Chips werden direkt nach dem Spiel wieder in den Faustkeil gesteckt - für die direkte Revanche oder das nächste Mal. Die vorgegebene Anordnung in der Schachtel, die von den Kindern selbstständig erkannt wurde, beschleunigt den Aufbau an einem anderen Tag zusätzlich.

Für mich ist Paleolino ein Topp-Spiel. Selten habe ich Kinder mit solcher Begeisterung ein etwas längeres Spiel spielen sehen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen. (bd)

Steckbrief
Paleolino
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Marco Teubner, Peter Rustemeyer Hans im Glück 1 - 4 Spieler ab 5 Jahre ca. 15 Minuten Marcel Gröber, Franz-Georg Stämmele