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 Iquazú Iquazú

Iquazu, die Wasserfälle an der Grenze zwischen dem brasilianischen Bundesstaat Paraná und der argentinischen Provinz Misiones, sind schon seit vielen Jahren ein Traumreiseziel von mir. So machte mich der Titel des im Herbst erschienenen Familienspiels neugierig darauf, worum es in dem Spiel geht.

Wir gehören zu einem Stamm, der am Wasserfall lebt, und wollen unsere Edelsteine hinter dem Wasserfall vor Feinden in Sicherheit bringen. Dieser ist in viele Spalten aufgeteilt.
In den Spalten finden wir Ritzen, in denen wir einen Edelstein verstecken können.
Nun wetteifern wir darum, wer seine Edelsteine am effektivsten versteckt. Der Drache Silon fängt mit seinem Körper sechs Spalten des Wasserfalls ab. So können wir dort in den Ritzen der ersten fünf Spalten unsere Steine verstecken. Die Ritzen sind mit drei verschiedenen Farben gekennzeichnet. In der sechsten Spalte liegen bei Spielbeginn Bonusplättchen. Ich starte mit zufälligen Handkarten, die die drei Farben zeigen.

Bin ich an der Reihe, darf ich entweder vier Karten nachziehen oder einen Edelstein verstecken. Will ich dies tun, muss ich Karten in der Farbe der Ritze, in die der Stein gelegt werden soll, ausspielen. In die ganz linke Spalte kostet es eine, in die daneben zwei… und in der fünften Spalte fünf gleichfarbige Karten.

Ist der letzte Spieler der Runde an der Reihe, legt er nach seinem Zug einen Wassertropfen in die oberste freie Ritze der linken Spalte. Sind alle Ritzen der linken Spalte belegt, kommt es zu einer Spalten-Wertung.

Unter den Spalten stehen Punktzahlen, die von Spalte zu Spalte höher werden. Wer die wenigsten Steine abgelegt hat, bekommt nichts, die anderen bekommen nach Mehrheiten die Punkte. Dann werden die einzelnen Reihen gewertet. Wer pro Reihe die meisten Steine hat, bekommt das in der sechsten Spalte liegende Bonusplättchen. Dabei zählt als Tiebreaker, wessen Stein weiter unten bzw. weiter rechts liegt.

Es gibt vier verschieden Plättchen-Typen. Einige bringen zusätzliche Siegpunkte, andere haben spielrelevante Funktionen. Sie können jederzeit, wenn ich am Zug bin, eingesetzt werden, und bringen zusätzliche Handkarten, erlauben einen Stein mit bunt gemischten Karten einzusetzen oder erlauben sogar einen weiteren Spielzug.
Sind die Plättchen vergeben, bewegt sich der Drache eine Spalte nach rechts. Die gewertete Spalte verschwindet hinter dem Wasserfall. Die auftauchenden Bonusplättchen der neuen sechsten Spalte werden aufgedeckt. Der bisherige Wassertropfenspieler gibt seine Tropfenschale an den Spieler in Gegenspielrichtung weiter und die neue Runde beginnt. Das Spiel endet, wenn alle Spalten gewertet wurden.

Die Mechanik des Wasserfalls, der Spielmechanismus und das Zusammenspiel von beiden sind in meinen Augen hervorragend. Der mechanische Ablauf, das Schieben des Wasserfensters, die Zuordnung der Reihen und Spalten, das Erkennen der einzelnen Steinfarben in der Auslage funktionieren einwandfrei und wissen zu begeistern. Leider kommt für mich das Thema im Spiel etwas zu kurz, denn ich habe nicht das Gefühl, an einem Wasserfall zu sein.

Anfangs ist man in Versuchung, nur in die erste Reihe zu spielen. Schon in der Regel wird darauf hingewiesen, dass die "teureren" Edelsteine ihren Wert darin haben, mehrfach in Wertungen einzugehen. Da mit jeder Wertung neue Bonusplättchen. aufgedeckt werden, ändert sich jedes Mal der Wert einer Spalte. Mal gibt es nur zwei Karten zur Belohnung, beim nächsten Mal gibt es einen Extrazug oder sogar vier Siegpunkte. So hoffe ich immer, dass in Reihen, in denen ich gut vertreten bin, auch weiterhin gute Bonusplättchen erscheinen.
Mir gefällt diese Unwägbarkeit in einem Familienspiel. Für andere bringt sie zu viel Zufall ins Spiel.

Die Einschätzung, welcher Spieler wie gut liegt, fällt schwer. Da kann jemand auf der Punkteleiste weit zurückliegen, das Gefühl haben, nur ein Dummy zu sein. Kommen aber die Spalten in denen er stark vertreten ist erst später zur Wertung, bringen sie mehr Punkte, sodass der Vorsprung der anderen auf der Leiste sehr schnell aufgeholt oder sogar deutlich die Führung übernommen wird. Da auch die Bonusplättchen erst am Ende aufaddiert werden, ist oft bis zur Schlusswertung offen, wer gewinnt. So ist das Spiel bis zum Schluss spannend, was für mich ein gutes Familienspiel ausmacht. (bd)

Steckbrief
Iquazú

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Michael Feldkötter Haba 2 - 4 Spieler ab 10 Jahre ca. 50 Minuten Stefanie Böhm