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Hanabi, der Titel dieses Spiels, kommt aus dem japanischen und bedeutet Federblume oder Feuerwerk. Wir, die Spielergruppe, versuchen gemeinsam ein grandioses Feuerwerk zu gestalten, und damit die Zuschauer, und auch die Götter, zu begeistern. Damit bei einem Feuerwerk alles gut klappt, muss man die Utensilien kennen, wissen, was unnötig ist, und für die einzelnen Aktionen immer den rechten Zeitpunkt finden.
Das Spiel besteht aus Feuerwerkskarten in fünf Farben. Dabei sind die Werte 1 dreimal, die Werte 2, 3 und 4 doppelt, und der Wert 5 in jeder Farbe nur einmal vorhanden. Außerdem gehören acht Hinweismarker und drei Blitze zum Spiel.
Die Karten werden gemischt, und jeder bekommt fünf auf die Hand. Doch halt, die Karten werden nicht wie gewohnt auf die Hand genommen, sondern der Spieler sieht nur die Rückseite seiner Karten. Unsere Aufgabe besteht nun darin, die fünf Farben in lückenlos aufsteigender Folge von 1 bis 5 auszulegen, um ein legendäres Feuerwerk zu zeigen.
Ein Wertungsschema gibt an, wie gut wir bei einem normal beendeten Feuerwerk abgeschnitten haben. Sie geht von weniger als sechs Punkten, d. h. wir wurden ausgebuht, bis zu 25 Punkten, dem legendären Feuerwerk. Schön ist, dass die unterschiedlichen Farben zusätzlich durch ein Symbol in den Kartenecken gekennzeichnet sind. So kann man auch bei Farbsehschwäche oder schlechterer Beleuchtung gut spielen.
Als kleinen Bonus gibt es noch einen Satz bunter Feuerwerkskarten, der das Spiel als sechste Farbe oder als Karte, die zu jeder Farbe zählt, etwas erschwert.
Im ersten Moment kommt man sich komisch vor, wenn man nur die Rückseiten seiner Karten sieht. Auch beim Nachziehen muss man sich konzentrieren, sie richtig herum in die Kartenhand zu stecken. Doch bald gewöhnt man sich daran. Angangs gibt man oft Hinweise nur auf eine Karte, damit derjenige wusste, was er ausspielen kann. Damit ist man zwar auf der sicheren Seite, kommt aber nicht zu guten Feuerwerken, da zu viele Spielzüge für Hinweise und erneutes Möglichmachen von Hinweisen gebraucht wurden. Nach mehreren verschiedenen Spielen kam es in den verschiedenen Spielgruppen zu "unausgesprochenen" Konventionen. Die Regel sagt: Hanabi beruht auf der Kommunikation - und Nicht Kommunikation. Gerade die Nichtkommunikation ist sehr wichtig. Erfährt man nichts über seine Handkarten, so sind sie wohl nicht so wichtig, und man kann abwerfen, um neue Hinweise zu ermöglichen.
Die Regel weist auf die Möglichkeit, Karten umzustecken hin, so landeten die Karten, über die man etwas weiß, auf der einen Seite, auf der anderen wurde dann, wenn notwendig, abgeworfen. Auch die Handkarten der Mitspieler, und der Ablagestapel müssen gut beobachtet werden, so kann man oft auch bei dürftigen Hinweisen, auf die eigenen Karten schließen.
Hanabi spielt sich anders, als die mir bisher bekannten kooperative Spiele. Meist wird gemeinsam überlegt, was die weiteren Schritte sein sollen. In manchen Spielrunden übernimmt dabei ein Spieler der Führung. Hier spielt man auf ein gemeinsames Ziel, aber jeder hat seinen selbstständigen eigenen Spielzug. Die Konventionen, wie man spielt entwickelten sich bei uns nach und nach.
So hat sich das Spiel bei uns zu einem Geheimtipp für ein schnelles Spiel zwischendurch für jede Spielerzahl entwickelt.(bd)
Steckbrief |
Autoren | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Gestaltung |
| Antoine Bauza | Abacus | 2 - 5 Spieler | ab 8 Jahre | ca. 30 Minuten | Albertine Ralenti |