Flitze Flatze BärentatzeFlitze Flatze Bärentatze

Wir sehen ein zentrales Becken. Von jeder der Ecken führt ein Fluss zu einem Laichplatz. Im Becken schwimmen Fische in fünf verschiedenen Farben. An einem der Flüsse wartet der Braunbär Babbel, bei dessen Anblick sich die Fische erschrecken.
Lachse gibt es in fünf Farben. Eine davon wird mir zugelost. Erreicht ein Fisch meiner Farbe einen Laichplatz, so bringt mir das einen Punkt. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.
Das Becken besteht aus vier quadratischen Felder. Auf Karten, die zwei Felder abdecken, sind Fische abgebildet. Deren Farben ermöglichen es, gleichfarbige Lachse in Richtung der Laichplätzen zu bewegen. Außerdem sind auf den Karten am Beckenrand Netze. Diese können an den Ecken Öffnungen zeigen, durch die unsere Lachse auf dem dahinterliegenden Fluss vorwärts schwimmen.

Zu Beginn des Spiels werden zwei zufällige Karten so auf das Becken gelegt, dass dessen Fläche abgedeckt ist. In meinem Spielzug habe ich zwei Karten zur Auswahl. Eine davon wähle ich und lege sie in das Becken. Damit decke ich einen Teil der Fische ab und ersetze sie durch die Fische auf meiner gewählten Karte.
Anschließend bewege ich Lachse, sofern das Netz mindestens eine Öffnung aufweist. Pro Farbe zähle ich die Anzahl der sichtbaren Fische. Ich bewege dann einen Lachs der Farbe auf einem Fluss in Richtung Laichplatz. Dies darf ich nur dort machen, wo das Netz eine Öffnung zeigt. Gibt es auf dem Fluss bereits einen Lachs der entsprechenden Farbe, zieht er weiter, anderenfalls startet ein neuer Lachs aus dem Becken. Erreicht ein Lachs den Laichplatz, verfällt die übrige Bewegung.
Nach den Lachsen wird Babbel aktiv. Er steht an einem Fluss vor einem markierten Feld. Befinden sich dort Lachse, erschrecken sie sich und kommen zurück in den Vorrat. Gibt es von einer Fischfarbe mindestens drei Fische im Becken, zieht Babbel einen Fluss weiter und erschreckt nun auch dort die Lachse auf dem gekennzeichneten Feld.
Wenn alle Karten gespielt sind, endet das Spiel. Wer die meisten Punkte hat, also am meisten Lachse seiner Farbe an den Laichplätze hat, gewinnt.

Das Spiel lebt davon, dass wir versuchen, unsere eigenen Lachse zum Laichplatz zu bringen, während wir möchten, dass die fremden Lachse von Babbel erschreckt werden. Zu Beginn des Spiels kenne ich nur meine Farbe und kann ein bisschen bluffen. Das geht allerdings nicht allzu lange, denn ich muss meine Fische zum Laichplatz bewegen. Nach und nach kann ich so erkennen, wenn auch mit einem Rest Unsicherheit, welcher Spieler welche Farbe besitzt.
Ab dann bestimmt mehr die Taktik als der Bluff den Ablauf. Ich lasse fremde Fische zu Babbel schwimmen oder zumindest auf das Feld, auf dem er sie erschreckt. Meine hingegen ziehe ich am liebsten über dieses Feld, weil mein Lachs dann sicher ist und in Ruhe den Laichplatz erreichen kann. Wenn ich klug plane und einschätze, kann ich auch Fische für den nachfolgenden Spieler auf Babbels Platz ziehen.

Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass der Blufffaktor stärker zum Tragen kommt. Für mich wird bei diesem Spiel zu schnell klar, wer welche Farbe hat. Auch ist mir nicht verständlich, warum dem Spiel 36 Karten beiliegen. Da zwei zu Beginn ausgelegt werden, sind die restlichen 34 nicht durch drei bzw. vier Spieler gleichmäßig verteilbar. Zwei weitere Karten hätten das Problem gelöst. So bleibt es für mich ein Spiel, dass ich zwar mitspiele, aber kaum vorschlage. (wd)

Steckbrief
Flitze Flatze Bärentatze
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Regine Fabian, Thomas Fabian Zoch 2 - 4 Spieler ab 6 Jahre ca. 30 Minuten Jann Kerntke