Pöppelkiste - RezensionWir sind Ökomechs, das heißt Handwerkskräfte, die in jeder Runde einen defekten Droiden erhalten. Wir können ihn mit den Grundbausteinen Schraubenmutter, Öl, Platinen und Energie reparieren. Alternativ können wir den Droiden auch zerlegen und die Grundbausteine behalten.
Für die Grundbausteine steht jedem Ökomech ein Schuppen mit begrenzter Kapazität zur Verfügung. Dieser ist bei Spielbeginn teilweise gefüllt. Energie ist ein besonderer Stoff, da sie auch als Joker für einen Grundbaustein verwendet werden kann.
Es werden drei Jahreszeiten gespielt. Jede Jahreszeit hat einen eigenen Droidensatz. Zwischen zwei Spielern liegen jeweils zwei spezielle, zufällig ausgelegte Hausroboter. Diese geben am Ende Siegpunkte für bestimmte Konstellationen.
In meinem Zug decke ich pro Ökomech einen Droiden auf und verteile sie. Dabei können mich die Mitspieler "beraten", wem ich was geben soll. Anschließend entscheidet jeder selbst, was er mit seinem Droiden macht. Neben den beiden oben genannten Möglichkeiten kann ich den Droiden auch ablegen, um einen Hausroboter, der neben mir liegt, zu bauen.
Vor der Aktion kann ich meine vorhandenen Bauteile tauschen: drei gleiche Bauteile gegen eine Energie oder zwei gleiche Bauteile gegen ein anderes.
Die reparierten Droiden bringen Siegpunkte und oft Vorteile ein. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Typen von Droiden, von denen jeder eine eigene Funktion hat. So bringen zum Beispiel Marktdroiden zusätzliche Tauschformeln für das weitere Spiel und Lagerdroiden vergrößern meine Schuppen. Nach jeder Jahreszeit gibt es eine Belohnung für die besten Gemüsedroiden.
Das Spiel endet, wenn der Kartenstapel aufgebraucht ist, oder wenn ein Spieler keinen Zugriff mehr auf einen Hausdroiden hat.
Dann werden die Siegpunkte der reparierten Droiden zu denen der Hausdroiden addiert. Die meisten Bauteile in den Schuppen und das Gemüse werden belohnt, und der Sieger steht fest. Das ist die Wertung im Spiel zu zweit oder dritt.
Das Spiel zu viert ist ein Teamspiel, bei dem jedem Spieler sein persönlicher Gegner zugeteilt ist. Abwechselnd teile ich mir hier zwei Karten mit meinem Partner oder meinem Gegner. Vergleiche werden nur mit dem direkten Gegner getroffen. Gewonnen hat das Team, dessen schwächerer Spieler die meisten Punkte hat.
Die Regeln des Spieles sollten sorgfältig und vollständig gelesen werden. Zu jedem Droiden gibt es eine genaue Beschreibung wie er funktioniert. Die zugehörigen Icons sind eindeutig, müssen aber gelernt werden. Nur mit diesem Wissen können die Droiden sinnvoll verteilt werden.
Ist der Einstieg erst einmal geschafft, erwartet einen ein kurzweiliges Spiel, bei dem man nicht nur die eigene Auslage, sondern auch die der anderen im Blick haben sollte. Den meisten Spaß macht das Spiel, wenn es zügig und parallel gespielt wird.
Im Spiel wechseln sich Freude und Leid schnell ab. Hat man die benötigten Rohstoffe, wandert der Traumdroide zu einem anderen Spieler. Hat man sie nicht, wird er einem oft mit breitem Grinsen vorgelegt. Durch die vielen verschiedenen Hausroboter ergeben sich immer wieder andere Spielabläufe.
Das Spiel zu viert ist deutlich anspruchsvoller. Ich empfehle vorher einige Spiele zu zweit oder dritt zu spielen, um ein Gefühl für das Spiel zu entwickeln. Hier nutzt man das Gespräch mit dem Mitspieler, damit möglichst nichts übersehen wird.
Die liebevoll gezeichneten Roboter locken die Spieler an den Tisch und das wunderbare Spiel hält sie dort gefangen beziehungsweise lässt sie immer wiederkommen. Bei uns ist es fast jeden Spieleabend auf dem Tisch und wird immer wieder gewünscht. Was will man mehr? (bd)
| Während Druiden keltische Priester sind, handelt es bei Droiden (Kurzform von Androiden) um menschenähnliche Roboter. Der Begriff wurde durch George Lukas bekannt gemacht, der über seine Produktionsfirma Lucasfilm das Wort „Droid“ als offizielle Marke (Trademark) eintragen ließ. Benutzt wurde der Begriff jedoch schon 1952 in der Kurzgeschichte „Robots of the World! Arise!“ der US-amerikanischen Autorin Mari Wolf. |
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Steckbrief Die letzten Droiden |
Autoren | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Gestaltung |
| Fabian Gridel | Strohmann Games | 1 - 4 Spieler | ab 10 Jahre | ca. 30 Minuten | Anne Heidsieck |