Pöppelkiste - RezensionOma hat einen für jeden von uns Plattenkuchen gebacken, auf dem Mandarinen, Butterkekse und Schokoladenstückchen liegen. Die weißen Linien zeigen an, wo man den Kuchen durchschneiden darf. Ein Schnitt der Länge drei ist schon vorhanden.
Wir machen neue, gerade Schnitte in den Kuchen, um rechteckige, mundgerechte Stücke aus maximal sechs Feldern zu bekommen, essen von mundgerechten Stücken oder sammeln Krümel ein.
Jeder Zug startet mit einem Würfelwurf. Nun habe ich drei Möglichkeiten:
1. Ich esse, das heißt ich kreuze so viele Felder eines mundgerechten Stücks ab, wie der Würfel zeigt. Habe ich dabei eine ganze Mandarine gegessen, kreuze ich sie auf meinem Blatt ab. Sie gibt am Spielende Punkte.
2. Ich mache einen weiteren Schnitt mit der exakten Länge, wobei ich kein angebissenes Teil schneiden darf.
3. Als letzte Möglichkeit passe ich und male schon gegessene Felder aus, um Krümel zu sammeln.
An der oberen Kante des Blattes befindet sich ein Rundenleiste mit Würfelzahlen. Ist die gewürfelte Zahl gleich oder größer als die am weitesten links, wird diese abgestrichen. Erreicht die Leiste eine Kerze, kommt es zu einer Zwischenwertung. In der ersten wird geschaut, wer wie viel gegessen hat, in der zweiten, wie viele mundgerechte Stücke geschnitten wurden und in der dritten, wer die meisten Krümel hat.
Eine Zwischenwertung wird vorgezogen, wenn ein Spieler die entsprechende Kerze in seiner Mandarinenleiste erreicht hat. Die Rundenleiste wird entsprechend angepasst.
Auch die anderen Verzierungen haben eine Funktion. Wenn ich alle Schokoladenstücke gegessen habe, erhalte ich 15 Punkte. Esse ich einen Butterkeks, darf ich einen Zusatzzug mit der darauf abgebildeten Würfelzahl darauf machen.
Nach der dritten Zwischenwertung folgt direkt die Schlusswertung. Jedes vollständig gegessene Kuchenstück bringt die Anzahl seiner Felder als Punkte ein. Davon wird die Anzahl der Felder jedes angebissenen Stücks und die Länge jedes sinnlos in den Restkuchen hineinragenden Schnitts abgezogen.
Auf der Rückseite der Blätter befindet sich ein Schokokuchen, mit den gleichen Schnitt- und Essensregeln und neuen Spezialfunktionen durch einen anderen Belag.
Ich mag an diesem Spiel, dass es so flott geht und die Regeln schnell erklärte sind.
Ein Würfelwurf, dessen Wirkung schnell parallel ausgeführt wird, und schon kommt der nächste Zug. Hier wird nichts getriggert, außer dem weiteren Zug durch Kekse, der mit seiner kleinen Zahl schnell ausgeführt ist.
Wo schneiden oder was essen ist die Frage. Schneide ich große Stücke, die ich eventuell mit mehreren Bissen esse oder schneide ich Stücke kleiner, um sie auf einmal essen zu können? Zerschneide ich die Mandarinen, und verzichte auf die Punkte? Doch diese Entscheidungen sind schnell getroffen, da nicht ich, sondern der Würfel entscheidet, was besser ist.
Kuchen ist in der winzigen Schachtel gut mitzunehmen und bietet sich somit als Unterhaltung während einer Reise an. Die Blätter sind sehr klein, dass sehr genau geschaut und gezeichnet werden muss. In einem etwas größeren Format, wie es die meisten anderen Roll & Write Spiele haben, hätte es mir noch deutlich besser gefallen. Spaß macht es aber auch in der kleinen Form. (bd)
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Steckbrief Kuchen |
Autoren | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Gestaltung |
| Moritz Dressler | NSV | 2 - 6 Spieler | ab 8 Jahre | ca. 15 Minuten | Christian Opperer |