Pöppelkiste - Artikel
Es ist Juli, und es ist heiß, also ist wieder die Berlin-Con angesagt.
Wir machten uns freitags sehr früh mit der Bahn auf den Weg und erreichten trotz Baustellen unser Hotel und nach einer Fahrt mit U-Bahn und Bus das Estrel pünktlich.
In den letzten beiden Jahren hatte Deep-Print zu einem Presse-Event eingeladen.
In diesem Jahr veranstaltete die Berlin-Con ein solches Event, bei dem Neuheiten des zweiten Halbjahres vorgestellt wurden.
Deep-Print, Frosted Games, Kosmos, Ravensburger und Hasbro luden in eigenen Räumen ein. In einem anderen großen Raum stellten weitere Verlage ihre Spiele vor.
Wir starteten bei Frosted Games und schnell ging es an die Spieltische. Der Titel Tir Na Nog, der nicht aufgebaut war, lockte mich. Als ich das sagte, wurde schnell von den Erklärern ein kleineres vorbereitetes Spiel beiseitegeschoben und wir tauchten in die keltische (Rechen)-Welt ein.
Da wir schon saßen, spielten wir direkt die zuvor beiseitegeschobenen Wuseligen Welten weiter. Es ist durch die Belohnungen ein wuseliges Plättchenlegespiel. Dabei ist es leicht verständlich und erregt durch seine Optik Aufmerksamkeit.


Bei Deep Print spielten wir Rooms & Roomies an, in dem wir im Möbelhaus Einrichtungsgegenstände besorgten und Mitbewohner fanden, deren Ansprüche unsere Wohnungen, die wir nach und nach vergrößerten und ausstatteten, hoffentlich erfüllten.
Dann ging es weiter zum Kosmos-Raum . Hier wurde mit einem einem Teil des Spielmaterials auf das neue Batman-Spiel von Michael Menzel aufmerksam gemacht. Es soll zur Spiel Essen erscheinen.
Da Stichspiele nicht so ganz in unser Beuteschema passen, gingen wir an dem neuen The Crew- Jagd um die Welt und Moustache vorbei.


Bei Ravensburger konnten wir das Highlight, das schon im Frühjahr angekündigt wurde, spielen. Das Verrückte Labyrinth wird 40 Jahre alt. Zum runden Geburtstag erscheint nun ein Crossover mit Carcassonne.


Danach ging es zum Gemeinschaftsraum. Es war schon spät und einige Tische waren nicht mehr besetzt. Wir ließen uns von Albi das zur Goldenen Tatze nominierte Nacht im Zoo erklären. In diesem Spiel helfen die Spieler den ausgebrochenen Tieren, wieder zurück in den Zoo zu gelangen.
Bei Feuerland wurde dann lange gefachsimpelt. Die kommende Neuheit Greenwood hat ein interessantes Thema und sieht super aus, hat für uns mit 40 Minuten Spielzeit pro Spieler aber eine etwas zu hohe Spieldauer.
Das kooperative Spiel Vantage klang interessant, die Beschreibung erinnerte an Abenteuerspielbücher.


Es wurde spät, und wir schauten noch bei Hasbro rein. Hier wurde Sanibel von Elisabeth Hargrave, das schon im letzten Jahr vorgestellt wurde, gespielt. Das neue Market Fresh lag ohne Regel und Erklärer auf dem Tisch.
Die Games Night war gut besucht. Als wir kamen, gab es keine Schlange an den Ausleihen. Doch nach dem sehr frühen Aufstehen waren wir zu müde und machten uns auf den Weg ins Hotel, wo wir hundemüde ins Bett fielen.
Am nächsten Morgen ging es, mit Brötchen und Wasser in die Ausstellerhallen.
Game Factory zeigte drei Neuheiten:
Qork erinnert an Spitz pass auf. Hier muss der Korken schnell weggezogen werden, wenn eine Sieben oder ein Pasch gewürfelt wird.
Bei Metro Bingo, einer spezielle Bingo-Variante, müssen die gezogenen Zahlen in sich kreuzende aufsteigende Reihen eingetragen werden.
Check ist ein Spiel mit Rummy-Prinzip, das Aufgaben und Mehrheitswertungen mitbringt.



Danach freundeten wir uns mit dem Maskottchen von Elznir an und testeten das Kartensammelspiel Circadia.

Die folgende Runde durch die Hallen nutzten wir zum Fachsimpeln mit alten Bekannten und zum Knüpfen neuer Kontakte.



Am Sonntagmorgen waren wir pünktlich wieder vor Ort, und spielten bei Feuerland ein Vantage. Die ersten beiden Runden waren gescriptet, was uns eine lange Regelerklärung ersparte. Danach wussten wir wie es geht. Wir hatten bei diesem Abenteuerspiel viel Spaß.
Nach einer Mittagspause an der Waterkant, einem Bereich des Estrel an der Spree, drehten wir eine weitere Runde durch die Hallen. Dabei fiel auf, dass anders als in den Vorjahren viele Verlage auf ihre Nominierungen zum Spiel des Jahres hinwiesen.



Mit einigen Spielen im Gepäck machten wir uns dann auf ins Hotel, um für den Abend fit zu sein.
Alles in allem war der Besuch ein voller Erfolg. Dass es einen Pressevent gab, machte es uns leichter, Infos zu den Neuheiten der teilnehmenden Verlage zu bekommen.
An den Ständen wurden viele Neuheiten mit dem Hinweis vorgestellt, dass sie noch nicht zu kaufen seien. Doch mit über hundert kaufbaren Neuheiten, die in der App gelistet waren, gab es immer noch genug Neues zu entdecken. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es in den ersten Jahren der Spiel weniger Neuheiten.
Berlin Con, schön dass es dich gibt! (bd)
In den nächsten Tagen werden wir Ersteindrücke unserer schon gespielten Spiele veröffentlichen.