RiffweltenRiffwelten

Riffe sind wunderschöne natürliche Lebensräume, die uns vor allem durch die Lebens- und Farbvielfalt bestechen. Mit dem Barrier Riff in Australien haben die Riffwelten eine solche Welt als Thema. Riffwelten bildet die Komplexität des Lebens eines Riffs mit einfachen Regeln ab.

In Riffwelten gibt es drei Lebensformen: Fische, Korallen und Riffbewohner. Die Korallen bilden das Gerüst des Riffs. Die Fische bilden mit den Korallen eine Symbiose. Daraus entstehen Siegpunkte durch die Korallen. Die Riffbewohner spiegeln die Lebensvielfalt wider. Jeder Riffbewohner hat andere Wünsche an die Gestaltung des Riffs. Werden diese Wünsche erfüllt, bringen sie ebenfalls Punkte.
Es liegen immer fünf Kombinationen aus Fisch, Koralle und Riffbewohner aus. Jeder Spieler hat ein eigenen leeren Riffplan, auf dem 21 Korallen bzw. Riffbewohner Platz finden. Zunächst nimmt sich jeder Spieler einen Riffbewohner und siedelt ihn in seinem Riff an.
Anschließend führen die Spieler reihum ihre Spielzüge aus. Zuerst nehmen sie sich aus einer Kombination den Fisch sowie dazu entweder Koralle oder Riffbewohner. Danach legen sie beides in ihr Riff und zwar angrenzend an die bisherige Kolonie.

Eine Koralle möchte zwei bis vier Fische in bestimmten Farben – es gibt sie in vier Farben – neben sich haben. Ist dies erfüllt, wird sie umgedreht und zeigt nun die Siegpunkte. Außerdem wird einer der beteiligten Fische auf die Koralle gelegt. Wurde der Wunsch eines Riffbewohner erfüllt, wird auch er gewendet und zeigt nun die Punkte an, die sich der Spieler verdient hat. In beidem Fällen bekommt der Spieler eine Muschel. Mit ihr kann er die Auslage verändern oder Fisch und Koralle bzw. Riffbewohner aus unterschiedlichen Kombinationen nehmen, oder er kann einen Fisch innerhalb seines Riffs versetzen.
Das Spiel endet, wenn in den Riffen der Spieler noch genau vier Plätze frei sind. Neben den bereits genannten Punkten gibt es Punkte für zwei Aufgaben, die zu Anfang ausgelegt wurden, für unterschiedliche Riffbewohner sowie für im Meer schwimmende Fische.

Riffwelten ist ein Optimierungsspiel mit vielen Stellschrauben. In jedem Spiel gibt es anderen Aufgaben und andere Riffbewohner. Eine Aufgabe bezieht sich auf die Korallen, eine auf die Riffbewohner. Für jede Kategorie gibt es sechs Möglichkeiten.
Die zehn Riffbewohner wählen die Spieler zu Beginn aus 22 verschiedenen aus. Mit dieser Vielfalt wird gewährleistet, dass kein Spiel dem anderen gleicht. Damit sind keine eingefahrenen Strategien möglich. Dennoch holen erfahrene Spieler in der Regel mehr Punkte, weil sie ihre Lebewesen besser und zielgerichteter anordnen.
Der Spielablauf ist flüssig, denn die Spielzüge sind kurz und gut planbar. Oft weiß ich, dass ich einen bestimmten Fisch oder ein bestimmte Koralle gern hätte. Dann fällt die Entscheidung leicht und schnell. So können die Riffwelten ohne große Downtime zu viert gespielt werden. Sie funktionieren aber ebenso gut mit zwei Spieler.

Was die Optimierung angeht, sind die Riffwelten ein Spiel wie viele. Was die Riffwelten heraushebt, sind die einfachen Regeln und die vielfältigen Möglichkeiten. Um das Spiel zu mögen, sollte ein Hang zu topologischen Puzzles vorhanden sein. (wd)

Steckbrief
Riffwelten
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
C. W. Yeom Strohmann Games 1 - 4 Spieler ab 10 Jahre 30 - 45 Minuten Sophia Kang