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Tempel des SchreckensTempel des Schreckens

Ich bin Abenteurer und als solcher immer auf der Suche nach Schätzen. Einem Gerücht zu Folge soll der Tempel des Schreckens sagenhafte Schätze beherbergen. Dem muss ich auf den Grund gehen. Mit drei weiteren abenteuerlustigen Gesellen habe ich mich auf den Weg gemacht. Wir vier sind nun im Tempel, in dem es stockduster ist. Wir haben einen Schlüssel, der alle Räume öffnet. Doch was erwartet uns?
Mit einem Mal hören wir noch andere Geräusche. Wächterinnen! Sie werden uns das Leben schwermachen und die Schätze verteidigen.

Karten: Abenteurer, Schatz, Wächterin, FeuerfalleDies ist die Ausgangssituation in unserem Spiel, das hier zu sechst gespielt wird. Über Karten wird jedem Spieler eine Rolle zugeteilt, entweder ist er Abenteurer oder Wächterin. Die Abenteurer möchten alle Schätze, die Anzahl ist spielerabhängig, aus dem Tempel holen und dürfen dabei nicht die beiden Feuerfallen auslösen. Die Wächterinnen möchte genau das verhindern.
Jeder Schatzraum, die beiden Räume mit Feuerfallen sowie die beinahe ungezählten leeren Räume befinden sich auf Karten. Jeder Spieler bekommt fünf Räume, schaut sie sich an, mischt die Karten und legt sie vor sich aus. Er kennt nun die Räume in Summe, weiß aber nicht, was auf den einzelnen Kartenabgebildet ist.

Zunächst erzählt jeder Spieler, was sich in seinen Räumen befindet. Lügen ist dabei erlaubt, allerdings machen meist nur Wächterinnen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Mit diesen Informationen versuchen die Abenteurer, die Schatzräume zu öffnen. Dazu legt der Besitzer des Schlüssels diesen vor die Karte eines Mitspielers. Dieser zeigt nun den Inhalt des Raumes und nutzt anschließend seinerseits den Schlüssel. Dabei darf diskutiert werden: Es werden Räume empfohlen, Spieler als Wächterinnen verdächtigt und mancher als glaubwürdiger Abenteurer eingestuft. Sind so viele Räume geöffnet worden wie Spieler am Spiel teilnehmen, endet ein Durchgang.
Sind weder beide Feuerfallen ausgelöst worden, noch alle Schätze gefunden, gibt es einen Durchgang, bei dem jeder Spieler vier Karten erhält. Es folgt gegebenenfalls ein Durchgang mit noch drei Karten und zum Schluss mit nur zwei Karten. Haben die Abenteurer dann immer noch nicht alle Schätze gefunden, waren die Wächterinnen erfolgreich, weil sie mindestens einen Schatz verteidigen konnten.

Wie meine obige Expedition ausging, weiß ich noch sehr genau. Ein bereits als sicher eingestufter Abenteurer deklarierte den Besitz zweier Schätze bei vier Räumen. Als wir einen Schatzraum öffneten, verbarg sich dahinter die zweite Feuerfalle. Im Eifer des Gefechts hatte der gute Abenteurer nur grob geschaut und die Falle für einen Schatz gehalten.
Obwohl dieses Spiel verloren wurde, war es ob des kuriosen Endes spaßig. Meistens aber laufen die Spiele bis in den Durchgang mit nur zwei Karten. Vielfach gibt es Vermutungen, wo sich der letzte Schatz verbirgt und wer die beiden Wächterinnen sind, die ihn verteidigen. Dann läuft das Spiel auf einen Höhepunkt hinaus.

Bei unseren Runden hing der Spielspaß deutlich von der Spielerzahl ab. Bis vier Spieler ist der kommunikative Faktor gering. Es gibt zu wenig Äußerungen, die Durchgänge sind kurz und so können nur wenige Erkenntnisse gewonnen werden. Ab fünf Spieler ändert sich das Bild. Die Spielrunde ist groß genug für ausgiebige Kommentare und klein genug, um sich Ansagen merken zu können und den Überblick zu behalten. In größeren Runden fällt das immer schwerer. Damit kommen mehr Ungewissheiten auf und Erfolge basieren häufiger auf Zufälle.
Mit dem "Tempel" liegt ein gutes, schnell gespieltes Deduktionsspiel vor, das die Spieler in zwei Gruppen teilt. Es lebt einerseits von der Kommunikation mit seinen Verdächtigungen und andererseits von der Spannung gegen Ende des Spiels. Wer diese Art Spiel mag und häufiger in Runden mit fünf bis sieben Spielern spielt, sollte sich den Tempel des Schreckens auf jeden Fall einmal ansehen. (wd)

Steckbrief
Tempel des Schreckens

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Yusuke Sato Schmidt 3 - 10 Spieler ab 8 Jahre ca. 15 Minuten Irene Bressel