FlossenschlagFlossenschlag

Nach Flügelschlag und Schwingenschlag folgte ein weiterer Teil: Flossenschlag. Wir begeben uns weg von den Lüften und tauchen ein in das tiefe Meer.

Jeder Spieler hat sein privates Meer. Es besteht aus drei Spalten und sechs Reihen. Die obersten drei Reihen bilden die Sonnenlichtzone, die untersteb beiden Reihe die Mitternachtszone. Die fehlende Reihe heißt Dämmerlichtzone. Zu Beginn erhält jeder Spieler fünf Fische: zwei Startfische und drei weitere.
In einem Spielzug kann ein Spieler entweder einen Fisch ausspielen oder einen Tauchgang durchführen. Bei einem Tauchgang entscheidet sich der Taucher für eine von drei Spalten. Je nach gewählter Spalte erhält der Spieler überwiegend Karten, also ausspielbare Fische, Eier oder Jungtiere. Im Übrigen bilden drei Jungtiere auf demselben Feld einen Schwarm.
Um einen Fisch auszulegen, muss der Spieler die Kosten für den Fisch bezahlen. Häufig sind dafür Karten von anderen ausspielbaren Fischen abzulegen, aber auch Eier oder Jungtiere. Manchmal wird sogar ein anderer Fisch gegessen; dann muss die Karte auf einen anderen Fisch in einer erlaubten Zone gelegt werden.

Jeder Fisch hat eine Eigenschaft, manche wirken sofort, andere wiederum erst, wenn ein Taucher vorbeikommt, z. B. kann es als Eigenschaft Eier geben oder es schlüpfen Jungtiere aus den Eiern.
Nach sechs Spielzügen endet eine Runde, und die Spieler werten die Rundenziele. Nach vier Runden endet das Spiel. Punkte erhalten die Spieler von den ausgelegten Fischen, Eiern, Jungfischen, Schwärmen und gefressenen Fischen. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Flossenschlag ist der dritte Teil einer Trilogie. Angekündigt wurde er als einfacheres Spiel gegenüber den anderen beiden. An einigen Stellen ist die Vereinfachung erkennbar, zum Beispiel bei den Kosten der Fische. An anderer Stelle kommen neue Features wie die Schwarmbildung hinzu. Insgesamt ist die Vereinfachung marginal. Wir befinden uns immer noch im Kennerbereich.
Das Spiel ähnelt im Ablauf den beiden Vorgängern: Wir bekommen Karten, legen sie aus und bezahlen die Kosten. Damit wir die Kosten bezahlen können, gibt es hier den Taucher, der uns mit dem nötigen Material versorgt. Weil wir die Karten und damit die Fische zufällig erhalten, müssen wir mit dem leben, was wir bekommen. Weil andere Spieler auf unsere Fische keinen Einfluss haben, können wir für uns planen. An dieser Stelle ist Flossenschlag deutlich solitärer als Flügel- und Schwingenschlag.
Bei uns trat nun ein ungewohntes Phänomen ein. Sowohl Flügel- als auch Schwingenschlag wurden bei uns sehr oft gespielt. Das Interesse für ein drittes Spiel war gering. Es wurden nur wenige Partien gespielt. Dies ist sicher nicht dem Spiel anzulasten, denn dieses funktioniert einwandfrei und hat auch ein ähnliches Spielgefühl.

Ich folgere daraus, dass drei Spiele mit ähnlichem Spielsystem nicht benötigt werden. Wer also die anderen beiden Spiele besitzt, braucht Flossenschlag nicht unbedingt. Wer hingegen noch kein Spiel der Reihe besitzt, kann mit Flossenschlag starten, obwohl ich persönlich Flügelschlag als Einstieg bevorzuge. Das mag aber auch daran liegen, dass ich die Serie von Anfang an kenne. (wd)

Steckbrief
Flossenschlag
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
David Gordon, Michael O'Connell Feuerland 1 - 5 Spieler ab 10 Jahre 45 - 60 Minuten Ana Maria Martinez, Catalina Martinez, Mesa Schumacher