Pöppelkiste - RezensionDer Titel des Spiels kommt aus dem Schwedischen und bedeutet Hüttenland. Wir spielen auf einem Plan, der uns dieses Land zeigt. Je nach Spielerzahl liegen zwei bis vier Reihen zu je vier Landschaften aus.
Die Landschaften zeigen Seen, Felder, Wälder und Müllhalden. Zwei besondere Landschaften sind Stadt und Insel. Auf jede Landschaft können zwischen drei bis sechs Häuser gestellt werden, auf der Insel nur eines. Jeder Spieler besitzt zwölf Häuser, die als Würfel dienen.
In seinem Spielzug nimmt der Spieler drei seiner Häuser und "würfelt" sie. Die Lage der Häuser gibt an, welche Aktion der Spieler durchführen kann: das Haus auf ein freies Feld einsetzen, ein fremdes Haus entfernen und dort das eigene Haus einsetzen, ein beliebiges Haus versetzen oder nichts tun.
Gefällt einem Spieler der Wurf nicht, kann er noch zweimal würfeln. Dabei muss er immer alle Häuser neu würfeln. Anschließend führt er die drei Würfelergebnisse aus. Mit Ausnahme von Stadt und Insel ist eine Landschaft sicher, wenn ein Spieler alle Felder belegt. Dann dürfen seine Häuser hier nicht mehr ausgetaucht oder versetzt werden.
Das Spiel endet, sobald ein Spieler sein letztes Haus auf dem Spielplan platziert. Für jede platzierte Hütte gibt es einen Punkt. Zusatzpunkte gibt es, wenn sich die Hütte in der Stadt oder an einem See befindet. An einer Müllhalde gibt es einen Minuspunkt. Zwei Punkte bringt jede Mehrheit auf einer Landschaft, drei für die Stadt und sechs gibt es für die größte zusammenhängenden Landschaft.
Stuglandet bietet eine ungewöhnliche Mischung aus Taktik, Glück und Aggressivität. Auf der einen Seite wird gewürfelt. Das Ergebnis kann trotz Wiederholung negativ ausfallen. Am besten sind Würfe, bei denen ich viele Häuser in die Landschaften stellen kann.
Weil wir Häuser austauschen und versetzen entsteht viel Interaktion, die für die Betroffenen meist negativ ist. Oft ist daher abzuwägen, welchen Platz man nimmt. Auf guten Plätzen gut es häufig Verdrängungen. Auf einem weniger wertvollen habe ich eine Chance, dass mein Haus stehen bleibt.
Stuglandet spiele ich gern mal zwischendurch, auch weil es ungewöhnlich ist. Vor allem das Würfeln mit Häusern ist innovativ. Beiliegende Varianten verändern das Spiel leicht und sorgen für etwas Abwechslung, wobei das Grundprinzip deutlich erhalten bleibt.
Bei diesem Spiel merke ich den Unterschied zwischen zwei und vier Spielern deutlich. Je mehr Spieler mitspielen, desto größer wird die Gefahr, dass ich eine gute Position verliere. Daher spiele ich es nicht so gern zu viert.
Insgesamt ist es ein Spiel, das mich mehr durch seine Andersartigkeit fasziniert, denn durch seinen Spielablauf. (wd)
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Steckbrief Stuglandet |
Autoren | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Gestaltung |
| Erik Ambrink, Acke Ambring | Haba | 2 - 4 Spieler | ab 8 Jahre | ca. 20 Minuten | Fabian Göranson |