Spirits of the Wild: AwakeningSpirits of the Wild: Awakening

Im Wald befinden sich viele Tiere. Jedes dieser Tiere hat eine Lieblingskombinationen von Edelsteinen. Wir sind angehalten, den Tieren diese Steine zu besorgen.

Vor dem Spiel wählen wir fünf Tiere aus 15 möglichen aus. Jeder Spieler bekommt einen Set dieser Tiere. Außerdem ziehen wir aus einem Beutel vier Edelsteine und legen sie in eine Schale. Klare Edelsteine, Kraftsteine genannt, werden dabei durch andere ersetzt. Zuletzt werden sechs Kraftkarten zufällig bestimmt und bilden zwei Stapel zu je drei Karten.

In seinem Zug wählt der Spieler eine von seinen bis zu sechs verfügbaren Plättchen aus und führt die dort abgebildete Funktion aus: Bei zwei Plättchen nehme ich einen Edelstein aus der Schale und lege ihn auf ein Tier. Eines erlaubt das sogar mit zwei Edelsteinen.
Bei einem anderen ziehe ich zwei Edelsteine und nehme anschließend einen. Auch möglich ist es, drei Steine zu ziehen und den Kojoten zu bewegen. Der Kojote ist eine Spielfigur, die auf eines der zehn Tiere gestellt wird. Solange der Kojote dort steht, dürfen dort keine Edelsteine platziert werden. Der Kojote wird auch bewegt, wenn das zweite Plättchen, bei dem ich einen Edelstein nehmen darf, benutzt wird.
Das letzte Plättchen erlaubt mir, alle Plättchen wieder aufzudecken, sodass mir für den nächsten Zug wieder alle zur Verfügung stehen. Dann nutze ich eine der beiden offenliegenden Kraftkarten. Diese sind sehr mächtig, zum Beispiel erlaubt der Widder, zwei Steine aus dem Beutel zu ziehen und direkt auf ein eigenes Tier zu legen.

Eine Besonderheit sind die Kraftsteine. Ich lege sie zu einem meiner Tiere. Sie nützen nichts, um die Funktion des Tiers zu erfüllen. Dafür verdoppeln sie den bisher erreichten Wert. Zu einem Tier mit einem Kraftstein kann kein weiterer Edelstein gelegt werden.
Das Spiel endet, wenn fünf Kraftsteine sichtbar sind. Dabei ist es egal ob sie sich noch in der Schale oder schon bei Spielern befinden. Die Spieler zählen die Punkte ihrer fünf Tiere. Sieger ist, wer in Summe mehr Punkte erzielt hat.

Es ist ein abstraktes Spiel. Die Tiernamen und vor allem deren Plättchen bringen kein Thema herüber. Es hilft lediglich, wenn man über das Spiel sprechen möchte, weil wir die Wertungstafeln benennen können.
Diese Abstraktion passt zum Spiel. Wir entscheiden uns für eine Aktion, ziehen Edelsteine aus dem Beutel oder nehmen welche aus der Schale und versetzen den Kojoten. Das spielt sich flüssig und nur selten haben wir die angegebenen 20 Minuten benötigt.

Viel wichtiger ist der Entscheidungsspielraum und die Emotionen. Ich überlege, welches Plättchen ich wann einsetze, welche Edelsteine ich nehme und welches Tier ich mit dem Kojoten blockiere. Auch ist es meine Entscheidung, wann ich ein Tier mit einem Kraftstein abschließe.
Dazu hoffe ich auf Edelsteine in einer bestimmten Farbe und freue mich, wenn sie gezogen werden. Ich ärgere mich, wenn ich für den Gegner einen bestimmten Edelstein als Vorlage aus dem Beutel hole. Bis zum Ende des Spiels bleibe ich gespannt, ob ich meine Tiere soweit mit Edelsteinen ausstatten kann, dass es zum Sieg reicht.

Einfluss und Emotionen machen dieses Zwei-Personen-Spiel aus, das ein Kleinod in der immer größeren Welt der Spiele für zwei ist. Für mich absolut empfehlenswert! (wd)

Steckbrief
Spirits of the Wild: Awakening
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Nick Hayes Mattel 2 Spieler ab 10 Jahre ca. 20 Minuten Rachel Quinlan