Der WanderzirkusDer Wanderzirkus

Wir führen einen Zirkus, der in verschiedenen Hauptstädten Europas auftritt. Unsere Artisten beherrschen fünf Bereiche, zum Beispiel Magie oder Clownerie.

Zu Beginn erhalten wir aus jedem Bereich einen Artisten und ein Tauschplättchen. Diese Artisten haben ein Stopp-Zeichen, über das das Ende einer Vorstellung erzwungen wird. Außerdem bekommen wir vier weitere Artisten, aus denen wir zwei auswählen sowie zwei Städte, aus denen wir die Stadt für unsere erste Vorführung bestimmen.
Mit diesen sieben Artisten gehen wir in unsere erste Vorführung. Dafür haben wir drei Karten auf der Hand. Aus ihnen wählen wir einen Artisten aus, der zu Beginn auftritt. Nachdem ein Artist auftrat, füllen wir unsere Hand wieder auf drei Artisten auf und wählen den nächsten. Der zuletzt aufgetretene Artist gibt dabei vor, welche Artisten ihm folgen dürfen. Habe ich keinen geeigneten Artisten auf der Hand, endet meine Vorstellung oder ich muss das Tauschplättchen einsetzen: mit ihm darf ich einmal im Spiel meine Kartenhand erneuern.

Sobald die Vorstellung aller Spieler beendet sind, werden sie gewertet. Clowns bringen Punkte, wenn sie direkt nacheinander auftreten, ähnliches gilt für die Akrobaten. Magier wollen mit großem Abstand zueinander ihre Tricks vorführen und Feuertänzer möchten an Ende der Vorstellung das Publikum begeistern. All diese Artisten bringen noch eine Zusatzfunktion mit, die uns in der Vorführung weiterhilft, z. B. darf ich auf vier Handkarten aufziehen. Eine Ausnahme bei den Artisten sind die Jongleure. Sie bringen Geld statt Siegpunkte. Außerdem bieten sie eine größere Auswahl an Artisten, die nach ihnen auftreten dürfen. Zu der Wertung gehört auch die Stadt. Jede Stadt hat zwei bis vier Artisten, die sie besonders gern sieht. Treten alle diese Artisten auf, gibt es zusätzliche Punkte.
Danach kann ich mein Geld investieren, entweder in einen weiteren Artisten, eine weitere Stadt oder ich kaufe mein Tauschplättchen zurück. In den weiteren Runden werden vor der Vorführung Kartenpaare aus Artist und Stadt ausgelegt. Hieraus wählen sich die Spieler jeweils ein Paar, wobei der Spieler beginnt, dessen letzte Vorführung die wenigsten Punkte brachte.
Nach fünf Vorführungen endet das Spiel. Der Spieler, der mit seinen Vorführungen die meistens Punkte erzielte, gewinnt.

Der Wanderzirkus hat etliche Regeln für ein Karten-Auslegespiel: verschiedene Wertungen für die Artisten sowie die Städte und diverse Kaufoptionen. Ist der Ablauf verstanden, lässt sich das Spiel locker spielen. Damit der Einstieg leichtfällt, schlägt die Regel vor, im ersten Spiel die Vorführungen nacheinander durchzuführen.
Später kann dies dann parallel geschehen, was das Spiel stark beschleunigt. Daher kann es dann sehr gut auch zu fünft und sechst gespielt werden. Dies ist auch die große Stärke des Spiels, denn die Spieldauer erhöht sich mit mehr Spielern nur unwesentlich.
Ansonsten gelten die üblichen Regeln für Kartenspiele: Für erfolgreiche Vorstellungen benötigen wir auch ein wenig Glück. Über fünf Runden wird das besser konstruierte Artisten-Deck häufiger gewinnen.

Der Wanderzirkus ist eines von vielen Kartenspielen. Es hat seine Stärke besonders bei großer Spielerzahl. (wd)

Steckbrief
Der Wanderzirkus
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Max Ostrander Kosmos 1 - 6 Spieler ab 10 Jahre ca. 30 Minuten Fiore GmbH