KoiKoi

Wir kennen sie, die japanischen Koi-Teiche mit den mehrfarbigen Fischen. In diesem Spiel gestalten wir nun selber einen solchen Teich.

Zu Beginn besteht unser Teich aus der Quelle, die fünf Sechsecke zeigt und leer ist. Dafür ist unser Lager mit zwei Wasser gefüllt. Je nach Startposition befindet sich im Lager kein Koi oder ein Fisch, der zwischen einem und drei Hexfelder groß ist. Außerdem haben wir ein Glücksplättchen.

In unserem Spielzug können wir eine Karte aus einer Leiste von fünfen nehmen. Die neueste Karte kostet ein Geldstück. Die drei ältesten Karten bringen uns Ufer, Wasser mit und ohne Laub, Geld oder einen Gang zum Markt. Auf den Karten gibt es verschiedene Dinge: Wasser, auch mit Laub kommt ins Lager, das über eine Erweiterung vergrößert werden kann. Geld legen wir zum eigenen Bestand. Bei Regenkarten bauen wir das Wasser direkt an unseren Teich an. Wertungskarten bringen uns für bestimmte Koi und Karten am Ende Punkte und auf dem Markt können wir Kois kaufen. Außerdem gibt es Arbeiter, die uns beim Ausbau des Teichs helfen.
Die andere Möglichkeit für unseren Zug besteht darin, den Teich auszubauen. Als Aktion kann ich zwei Wasser oder ein Wasser mit Laub anlegen, eine Seerose auf das Laub legen, einen Koi in dem Teich platzieren, ein Ufer legen oder eine Laterne an das Ufer aufstellen. Für diese Tätigkeiten gibt es auch Arbeiter, die zusätzlich zu mir aktiv werden dürfen.
Zusätzlich dürfen wir in unserem Zug Glücksplättchen nutzen. Wir erhalten entweder zwei Wasser, ein Wasser mit Laub oder ein Ufer. Alternativ können wir auch für ein Goldstück auf den Markt gehen und einen Koi zum normalen Preis kaufen.

Das Spiel endet nach der folgenden Runde, nachdem entweder die letzte Karte in die Auslage gelegt wird oder der letzte Koi gekauft wurde. Nun bringt jeder Koi Punkte für seine Größe und für angrenzende Seerosen. Die Punkte werden verdoppelt, wenn er komplett von Wasser umgeben ist. Laternen geben Punkte für das Wasser vor ihnen und Glücksplättchen genau einen. Dazu kommen die Punkte aus den Wertungskarten.
Dies ist das Grundspiel. Wenn alle Spieler es kennen, kommen noch drei von x zusätzlichen Baumöglichkeiten ins Spiel. Unter einer vorgegebenen Bedingung erhält der Spieler ein Spezialteil, das ihm auf andere Art und Weise Punkte bringt. Hierdurch wird das Spiel immer ein bisschen anders und bleibt interessant.

Koi ist vom Ablauf her einfach, weil es nur zwei Aktionen gibt. Dabei gewährt es den Spielern sehr viel Freiheit, wodurch es nicht leicht zu beherrschen ist. Der Spieler steht immer vor der Entscheidung, welche Karte er nehmen soll oder wie sein Teich zu gestalten ist. Genau hierin liegt auch der Reiz von Koi, denn die Freiheit wird mit wenigen Regeln erreicht.

Das Spiel gibt dazu den Spielern ein positives Spielgefühl, denn es geht immer voran. In jedem Zug vermehrt sich entweder mein Material für den Teichbau oder wächst mein Teich. Es liegt an den Spielern, dafür zu sorgen, dass der Teich viele Punkte bringt.
Schon durch die Reihenfolge, wie die Karten kommen, ergeben sich immer andere Spiele. Sobald die alternativen Baumöglichkeiten hinzugenommen werden, verläuft jede Partie auch durch die Wertungen anders. Koi bietet hier eine hohe Variabilität.

Insgesamt überzeugt mich Koi. Es ist kurzweilig, bietet gute Unterhaltung in einer angemessenen Zeit und gibt mir viele Möglichkeiten, meinen Teich individuell zu gestalten. Daher kann Ich es empfehlen. (wd)

Bonsai und Koi

Das Spielprinzip gab es bereits in einer ähnlichen Form in dem Spiel Bonsai, das ebenfalls bei Kosmos erschienen ist. Ich persönlich bevorzuge Koi, weil es mehr Möglichkeiten bietet und die Gestaltung des Teichs variabler ist als das Wachstum des Bonsais. Wer hingegen ein einfacheres Spiel sucht, ist mit Bonsai besser bedient.

Steckbrief
Koi
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Rosaria Battiato, Massimo Borzì, Martino Chiacchiera Kosmos 1 - 4 Spieler ab 10 Jahre ca. 45 Minuten Emiliano Castellano