Spiel '18Spiel'18

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mit Spannung erwartet  Ersteindrücke  Schon rezensiert 

Events der Verlage: Pegasus Pressetag 



Mit Spannung erwartet...


Vor jeder Messe gibt es reichlich Informationen im Netz. Der erste Eindruck, der letztendlich seine Herkunft ausschließlich aus Texten, Regeln oder Videos bezieht, weckt bei vielen engagierten Spielern Spannung und Vorfreude. Das geht uns nicht anders. Hier stellen wir die Spiele vor, die wir mit großer Vorfreude erwarten.


Coimbra (Eggert Spiele)

In Nürnberg wurde uns Coimbra erklärt. Damals schrieben wir:
"In dem Spiel, das nach einer Stadt in Portugal benannt ist, sind Würfel die Antreiber. Sie bestimmen den Fortgang auf drei Arten. Zunächst werden alle Würfel geworfen. Reihum pickt sich jeder Spieler einen Würfel und platziert in auch gleich auf einer der vier Felder, auf denen es Karten zu kaufen gibt. Sobald alle Würfel platziert sind, beginnt die Auswertungsphase.
Für den Kartenkauf hat der Würfel eine doppelte Bedeutung. Zunächst bestimmen die Augenzahlen die Reihenfolge in der gekauft werden darf: Je höher, desto früher. Gleichzeitig aber bestimmen die Augenzahlen auch den Preis: Je höher, desto teurer. Wer also früh kaufen möchte, muss entsprechend mehr zahlen.
Die Karten bringen Fortschritte auf diversen Leisten. Hier kommt es zu einer weiteren Funktion der Würfel. Es gibt sie in vier verschiedenen Farben. Jede Farbe steht für eine Leiste. Beim Einkommen erhält er die Belohnung der entsprechenden Leiste und zwar nach seinem individuellen Fortschritt dort. Dazu kommen noch die Reisemöglichkeiten auf dem Spielplan und der Besuch diverses Städte. Letztendlich sind nachher alle Errungenschaften in Siegpunkte umzuwandeln."
Coimbra war unser Preis im Sommerrätsel, und wir hatten fest vor, es auf dem Pegasus Pressetag zu spielen. Dann gab es so viele Neuheiten auf dem Event, dass wir kurzfristig umentschieden haben: Wir werden Coimbra ohnehin rezensieren. Dafür spielen wir es noch oft, lass uns lieber anderes ausprobieren.


Sky Lands (Queen Games)

Nur selten schaue ich Videos. Hier hat mich der Titel dazu getrieben, den er erinnerte mich an den Film Schloss über den Wolken und an viele Geschichten aus dem Steam Punk Universum. Noch seltener schaue ich ein Video zu Ende, weil Videos über Spiele meist viel zu viele Details erklären. Hier schaute ich es voller Spannung zu Ende, ein erster Pluspunkt für Titel und Video.
Das wäre ja kein Grund sich auf das Spiel zu freuen. Die ziehe ich aus dem Spielablauf. Den Spieler stehen vier Aktionen zur Verfügung. Der am Zug befindlichen Spieler wählt eine aus. Alle führen sie aus, der Auswählende hat einen Vorteil. "Kennen wir schon", höre ich jetzt die Puerto Rico-Fans sagen. Genau das. Ich kenne es daher und da war es richtig gut. Was es bisher nicht gab, ist ein Spiel mit diesem Mechanismus im Familiensektor. Hinzu kommt eine tolle Aufmachung. Wenn es sich so spielt, wie ich es erhoffe, dann haben wir hier eine richtig gute Perle.


Valparaiso und Manitoba (beide dlp Games)

Anfangs nur am Rande betrachtet, mauserte sich dlp Games zu einem Verlag, der originelle und gute Strategiespiele verlegt. So werfe ich immer einen Blick auf die Neuheiten. Dieses Mal finde ich beide faszinierend.
Es gibt einen simple Grund, warum mich Valparaiso schneller angesprochen hat. Der hat überhaupt nichts mit dem Spiel zu tun, sondern mit mir. Ich werde nächstes Jahr in Chile sein. Das erzeugt viel Vorfreude, die sich direkt übertragen hat.
Der Titel ist nun kein Grund, sich auf ein Spiel zu freuen, sind sie oft beliebig und der Platz des Geschehens austauschbar. So kam das Regelstudium: Überschaubare Aktionen, parallele Planungsphase, konstruktive Interaktion. Das sind alles Elemente, die ich gerne mag.
Und dann das Highlight: Meine Planung ist nicht endgültig, sondern ich kann auf die Mitspieler reagieren, es kostet „nur“ ein bisschen Geld und zwar umso mehr, je mehr ich von meiner Planung abweichen möchte. Ich finde das sehr originell und verspreche mir davon ein positives Spielgefühl: Wenn ich in anderen Spielen eine Planung habe und sie dann abwickele, sehe ich schon, wenn sie schiefgeht. Aufhalten kann ich es nicht mehr, nur noch erleiden. Damit ist jetzt Schluss; jetzt wird reagiert, gerettet und nach vorne geschaut.
Damit gehe ich zu Manitoba über.
Wie bei Sky Lands dürfen auch hier die anderen Spieler in meinem Zug agieren. Der Clou ist hier völlig anders. Ich habe fünf Bereiche, in denen ich eine Aktion ausführen kann. Diese fünf Bereiche sind durch Scheiben dargestellt, die übereinandergestapelt sind. Ich wähle den Bereich aus und nun geschieht folgendes: Ich nehme die Scheibe des gewählten Bereichs und alle die darauf liegen. Jetzt drehe ich sie um und der gewählte Bereich liegt oben. Die Bereiche, in denen meine Mitspieler agieren dürfen, werden durch den umgestülpten Scheibenturm bestimmt. Einfacher ausgedrückt: Je weiter unten meine Schiebe liegt, desto mehr Auswahl erhalten meine Mitspieler. Ein solcher Mechanismus ist mir bisher nicht bekannt. Nun muss ein neuer Mechanismus nicht gut sein, aber dieser klingt sowohl einfach als auch pfiffig.


Forbidden Sky (Schmidt)

Dies ist der Dritte Teil der kooperativen Familienspielreihe, die mich mit der verbotenen Insel (Forbidden Island) und der vergessenen Stadt(Forbidden Desert) begeistert hat.
Nachdem wir Wasser und Wüste überlebt haben, müssen wir nun von einer Plattform im Himmel fliehen, bevor der Sturm sie erreicht. Hierzu müssen wir der Rakete, die als Gimmick zum Spiel gehört, aus Plättchen einen Stromkreis, der benötigte Bauteile enthält, legen. Wird der Stromkreis geschlossen, bevor alle an der Rakete sind, hebt sie trotzdem ab, und wir haben verloren.