Pöppelkiste - RezensionDer Titel lautet übersetzt Marienkäfer. Diese lassen wir über Wiesen und Blumenfelder fliegen. Unser Ziel ist es, auf den Blumenfeldern die Mehrheit an Punkten mit unseren Marienkäfern zu besitzen.
Jeder Spieler besitzt 24 Marienkäfer, je vier mit einem bis zu sechs Punkten. Zu Beginn des Spiels nimmt jeder Spieler zwei zufällige Marienkäfer auf die Hand. Eines davon legt er auf seine Startbasis, die sich am Spielfeldrand und damit weit weg von den Basen der anderen Spieler befindet. Dann zieht er ein Plättchen nach.
In seinem Zug legt der Spieler immer genau eines seiner Plättchen auf den Spielplan. Dazu wählt er einen eigenen, bereits gelegten Marienkäfer. Die Punkte dieses Marienkäfers bestimmen den Abstand, in dem der neue Marienkäfer ausgelegt wird. Auf dem Weg dorthin darf sich kein anderer Marienkäfer befinden. Dazu muss das Zielfeld entweder leer sein oder maximal einen Marienkäfer aufweisen. Befindet sich dort einer, wird der neue einfach daraufgelegt, womit der alte keine Wirkung mehr hat.
Nach 23 gelegte Plättchen endet das Spiel, wobei ein Plättchen nicht gelegt wird. Nun wird jedes Blumenfeld gewertet. Wer mit seinen Marienkäfern am meisten Punkte vorweisen kann, erhält einen Siegpunkt für jedes Feld des Blumenfelds. Der zweite bekommt die Hälfte, die gegebenenfalls abgerundet wird. Wer in Summe am meisten Siegpunkte hat, ist Sieger.
Für mehr Varianz liegen dem Spiel drei kleine Erweiterungen bei, die ich unten in der Box beschreibe. Sie erlauben mehr Taktik und bieten den Spielern dazu Abwechslung.
Ladybugs ist eine Weiterentwicklung von Glüx (Link), die sehr gelungen ist. Durch den variablen Spielplan ändert sich das Spielfeld, ohne dass es neuer Regeln bedarf. Mit den drei kleinen Erweiterungen bringt das Spiel zusätzliche taktische Möglichkeiten.
Die einfachen Regeln ergeben viele Möglichkeiten, die dennoch gut überschaubar sind. Während der Beginn eher ruhig verläuft, kreuzen sich später die Wege der Spieler. Durch die Möglichkeit, andere Käfer zu überdecken, kommt es zu Interaktion, die dem Spiel zusätzlichen Reiz gibt. Weil es durch die Plättchen einen Zufall gibt, verlaufen die Partien unterschiedlich, und die Züge der Mitspieler sind nur bedingt vorhersehbar.
Ladybugs wird vor allem durch das Spielgefühl getragen. Zunächst gibt es immer gute Züge, sodass das Spiel positiv empfunden wird. Ich kann gegnerische Marienkäfer bedrohen und auch überdecken. Hier kommt ein Ärgerfaktor ins Spiel, der auch umgekehrt wirkt: Ich werde bedroht und hin und wieder verschwindet ein Marienkäfer von mir. Das Überdecken passiert nur selten, wodurch das grundsätzlich positive Gefühl erhalten bleibt.
Lady Bugs hinterlässt bei mir einen sehr guten Eindruck. Die Weiterentwicklung von Glüx ist sehr gelungen. Es bedarf keiner Kenntnis des Vorgängers, um Ladybugs zu schätzen. Weiterentwicklungen sollten immer so gut sein wie diese. (wd)
| Die drei Erweiterungen
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Steckbrief Ladybugs |
Autoren | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Gestaltung |
| Jakob Andrusch | Queen Games | 2 - 4 Spieler | ab 8 Jahre | ca. 30 Minuten | keine Angabe |