ElixirusElixirus

Jeder von uns möchte fünf Zaubertränke brauen und benötigt dafür entsprechende Zutaten, die aus Farbe und Pflanzenteil bestehen, aus dem Wald. Die Tränke sind auf Spielertableaus abgebildet. Sie sind in den Farben und Pflanzenteilen unterschiedliche, sodass jeder andere Tränke brauen muss. Die Zutaten holen wir uns aus dem Wald. Dieser besteht aus sechs Teilstücken, die wir zu einem Kreis auslegen. Es wird ein Teilstück mehr aufgedeckt als Spieler teilnehmen, der Rest bleibt zunächst verdeckt. Jedes Teilstück weist vier Ausbuchtungen auf, in die zufällige Zutaten gelegt werden. Jede Zutat zeigt eine Farbe, ein Pflanzenteil und einen Wert von 1 bis 3.

In einer Spielrunde setzt jeder Spieler drei Figuren ein. Auf den Waldstücken gibt es dafür drei Felder. Wer das erste Feld besetzt, muss eine Zutat nehmen, auf dem zweiten Feld zwei. Wer das dritte Feld belegt, erhält die übriggebliebene Zutat und eine Sonderfunktion. Außerdem gibt es eine Zutat, die erzwingt, dass der Spieler noch eine Zutat aus dem Beutel ziehen und zu sich nehmen muss. Die Zusatzfunktionen erlauben zum Beispiel, eine Zutat vom Mitspieler zu nehmen oder sich am Ende der Verteilung eine der übriggebliebenen Zutaten zu holen.
Danach legen die Spieler die gesammelten Zutaten in ihre Flaschen, wobei diese von unten nach oben gefüllt werden müssen. Zutaten, die nicht verwendet werden können, kommen in die Giftflasche und bringen Minuspunkte. Eine Zutat kann für spätere Runden aufgeschont werden. Eine volle Flasche wird verkorkt. Als Erster erhalte ich dabei mehr Punkte, als wenn ich sie später verkorke.
Außerdem habe ich noch zwei Sonderzutaten, die doppelte Punkte bringen. Während in den Flaschen nur Farbe oder Pflanzenteil vorgeben ist, sind bei den Spezialzutaten beide fixiert.

Am Ende der Runde wird das erste Teilstück des Waldes verdeckt und das angrenzende verdeckte Teilstück aufgedeckt. Die Ausbuchtungen der offenen Teilstücke werden dann mit neuen Zutaten bestückt.
Das Spiel endet mit der Runde, in der ein Spieler seine vierte Flasche verkorkt. Jede Zutat bringt nun die aufgedruckten Punkte. Eine Farbe und ein Pflanzenteil werden mit einem Plus- bzw. Minuspunkt belohnt bzw. bestraft. Dazu kommen die Korken und die Spezialzutaten. Abschließend werden die Werte der Zutaten in der Giftflasche abgezogen.

Mit einfachen Regeln bringt Elixirus gute Unterhaltung. Wir setzen die Figuren und bekommen unsere Zutaten. Damit bietet das Spiel eine gute Planbarkeit. Taktisch wird es, wenn ich Zutaten nehme, die einen Griff in den Beutel verlangen. Damit gehe ich ein Risiko ein, weil ich sowohl ein gutes als auch ein schlechtes Plättchen erhalten kann. Noch taktischer wird es mit den Sonderfunktionen. Einerseits muss ich bei ihnen das Überbleibsel nehmen, auf der anderen Seite erhalte ich eine Möglichkeit, die ich anderweitig nicht bekommen kann.
Ich spiele das Spiel am liebsten zu dritt oder zu viert. Dann sind reichlich Zutaten im Spiel. Zu zweit kann es vorkommen, dass meine Zutaten nicht ausgelegt werden, vor allem die Spezialzutaten. Zu fünft haben bei uns die Zutaten nicht ausgereicht, sodass gegen Ende des Spiels der Beutel leer war. Wen das nicht stört, kann das Spiel auch gut zu fünft spielen.

War Elixirus zu Anfang für mich eher ein Mitläufer, spiele ich es inzwischen gern. Dabei haben wir eine Kleinigkeit abgeändert, ohne dass sich das Spiel dadurch ändert (siehe Box). Insgesamt ist es ein gutes Familienspiel. (wd)

Einfachere Handhabung der Auswertung

In der Regel steht unter Punkt 4 der Spielvorbereitung, dass wir den Wegweiser auf das erste offene Waldstück im Uhrzeigersinn stellen sollen. Als Folge davon hopsen wir bei der Auswertung hin und zurück. Spieltechnisch ist es gleich, wenn wir ihn gegen den Uhrzeigersinn stellen. Dann können wir die Auswertung in Reihenfolge der gesetzten Figuren vornehmen.

Steckbrief
Elixirus
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Dickie Chapin Piatnik 2 - 5 Spieler ab 10 Jahre ca. 30 Minuten Natalia Kordowska