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QwirkleQwirkle

Qwirkle ist ein abstraktes Spiel, keine Thema, keine Geschichte, dafür mit wunderschönem Material, das direkt zum Spielen auffordert. Dies besteht auf 108 quadratischen Holzsteinen. Jeder zeigt ein Symbol in einer Farbe, wobei es sechs verschiedene Symbole und sechs verschiedene Farben gibt.

AuslageJeder Spieler bekommt sechs Steine, die er aus einem Beutel zieht. Nun schaut jeder Spieler nach seiner längsten Kette, wobei hier das grundlegende Prinzip des Spiels angewendet wird: Entweder sind alle Symbole gleich und die Farben unterschiedlich oder aber die Farbe ist gleich und die Symbole sind alle verschieden. Der Spieler mit der längsten Kette legt diese aus, bekommt so viele Punkte, wie er Steine ausgelegt hat und füllt seine Steine wieder auf sechs auf. Alle folgenden Spielzüge folgen diesem Prinzip. Man legt eine Reihe aus oder verlängert eine Reihe, bekommt Punkte für Steine in den Reihen und füllt seine Steine wieder auf sechs auf. Im Gegensatz zur allerersten Reihe können bei den folgenden Spielzügen mehrere Reihen auf einmal entstehen,. Dann wird jede Reihe für sich gewertet, wobei auch hier jede Reihe so viele Punkte bringt, wie sie Steine enthält. Während des ganzen Spiels gilt für die Punktwertung aber eine Sonderregel: Eine Reihe mit sechs Steinen, ein sogenannter Qwirkle, bringt nicht sechs, sondern zwölf Punkte. Wer keine Steine auslegen möchte, darf alternativ auch Steine tauschen. Dazu legt er die abzugebenden Steine beiseite, zieht entsprechend viele neue aus dem Beutel und wirft die unerwünschten Steine anschließend in den Beutel hinein.
Sobald der Beutel leer ist, können keine Steine mehr nachgezogen werden. Nun wird solange gespielt, bis ein Spieler seinen letzten Stein gelegt hat. Er beendet das Spiel, wofür er sechs Bonuspunkte bekommt. Wer nun die meisten Punkte hat, ist Sieger.

Die 6 Farben und die 6 Symbole kombiniertDie einfachen Regeln von Qwirkle sind schnell erklärt und ebenso verstanden. Die Legeregeln mit ihrer Punktwertung, das Herz des Spiels, ermöglichen eine Vielzahl von Spielzügen. Dabei steht der Spieler oft vor einem von zwei Dilemmas: Viele Punkte machen und dabei die Gefahr eingehen, dass ein nachfolgender Spieler einen Qwirkle macht oder lieber konservativ spielen und Reihen nicht zu lang ausbauen oder aber bei mäßigen Steinen wenig Punkte machen oder aber lieber tauschen und auf bessere Zeiten hoffen.
Mit "Hoffen" sind wir dann auch beim richtigen Wort. Die Hoffnung auf die richtigen Steine beim Nachziehen, die Hoffnung, dass kein anderer Spieler den möglichen Qwirkle verdirbt und die Hoffnung, dass Reihen von den Mitspielern mit den richtigen Symbolen bzw. Farben ausgebaut wird, damit man selbst den Qwirkle machen kann, bringen Spannung in das Spiel. Das Spiel hat dann gerade die richtige Portion zusätzlichen Regeln: Tauschen der Steine gegen allzu schlechte Steinkombinationen und Bonuspunkte für das Spielende, mit dem einerseits gute Kombinationen am Ende belohnt werden und mit denen andererseits noch einmal ein Rückstand aufgeholt werden kann.
Ohne jeden Schnörkel, ja sogar ohne jedes Thema, dafür aber mit aufforderndem Material schafft Qwirkle es Menschen zum Spielen zu bringen. Und zwar nicht nur die, die es ohnehin tun, sondern gerade die Gelegenheits- und Seltenspieler. So ist Qwirkle Werbung pur: Für sich und das Gesellschaftsspiel an sich. (wd)

Steckbrief
Qwirkle

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Susan McKinley Ross Schmidt 2 - 4 Spieler ab 6 Jahre 30 - 45 Minuten keine Angabe