Dominion - VerbündeteDominion - Verbündete

Der Abstand von der letzten Erweiterung zu dieser war zeitlich größer als alle Abstände vorher. Dennoch gab es zunächst keine Auffälligkeiten. Wie schon zuvor gibt es reichlich Königreichskarten, bewährte Konzepte, etwas Neues und viele Karten, die als Set aufeinander abgestimmt sind.

Des neue Konzept sind die Gefallen. Zu Beginn eines Spiels wird, sofern eine Karte Gefallen gewähren kann, ein Verbündeter bestimmt, der für das gesamte Spiel aktiv bleibt. Er definiert, welche Leistung ein Spieler erhält, wenn er genügend Gefallen einlöst. Die Gefallen weisen eine Ähnlichkeit zu den Ereignissen aus Abenteuer und den Landmarken auf Empires auf.
Außerdem gibt es einige rotierende Stapel von Königreichkarten. Sie bestehen aus vier mal vier Karten. Die erste Karte lässt den Stapel rotieren, wenn sie ausgespielt wird: Alle gleichen Karten, die oben auf dem Stapel liegen, werden unter den Stapel gelegt. Damit erscheint die Karte, die um einen Taler teurer ist. Das Rotieren eines Stapels ist neu, erinnert mich an die Reisenden aus Abenteuer.
Natürlich gibt es wieder Karten, die dem Spieler Karte und Aktion zurückgeben, Geldkarten mit Funktion sowie Dauerkarten. Auffallend waren für mich die vielen Angriffskarten, die ihren Höhepunkt für mich im Aufwiegler haben: Er lässt die Mitspieler Karten ablegen, wenn ich mir eine Angriffskarte nehme. Wer einmal mit ihm gespielt hat, weiß um die perfekte Namensgebung.

Die Gefallen sehen auf den Blick sehr stark aus. Im Spiel relativiert es sich. Ihr Nutzen hängt stark von der Zusammenstellung der Königsreichkarten ab. Es gibt keine Notwendigkeit, die Gefallen in jedem Fall erhalten und nutzen zu müssen.
Die Menge an Angriffskarten lässt sich gut verkraften. Sie schädigen keinen Spieler stark und sind dennoch störend. Vor allem tragen sie zu einer höheren Spielzeit bei. Ein Spiel zu zweit kann deutlich über eine Dreiviertelstunde dauern. Besonders lästig sind die Wegelagerer, die die erste ausgespielte Geldkarte eines jeden Mitspielers annullieren.
Ich habe die Verbündeten auch mit einigen Erweiterungen sowie dem Grundspiel ausprobiert, wobei ich sie immer mit genau einer Erweiterung kombiniert habe. Alle Spiele funktionierten gut und machten Spaß.

Einige Karten sind sehr einfach in ihren Anweisung. Andere wiederum erfordern gute Dominion-Kenntnisse. Die großen Dominion-Fans werden diese Erweiterung sowieso kaufen und können das bedenkenlos tun. Auch für diejenigen, die sich nur ein paar Erweiterungen zulegen möchten, kann ich die Verbündeten empfehlen. Mit ihnen lässt sich ein großer Teil der Vielfalt von Dominion erforschen. (wd)

Steckbrief
Dominion - Verbündete
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Donald X. Vaccarino ASS 2 - 4 Spieler ab 13 Jahre ca. 30 Minuten Matthias Catrein