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Captain BlackCaptain Black

Mit Wer War's? stieg Ravensburger erfolgreich in den Bereich Brettspiel mit Elektronik für Kinder ein. Hier befand sich die elektronische Einheit in einer Truhe. In Wer war's? - Schräghausen war sie als Radio verpackt. Wo war's? hatte einen Felsen, der auch noch würfelte, und im Elektronik Labyrinth gab es ein sprechendes Zauberbuch.

Los geht's!Nun ist Captain Black - eine schwarze Figur- selbst die Einheit. Er heuert die Spieler an, ihn nach Hause zu seiner Insel zu segeln, bevor er sich in Luft auflöst. Schaffen die Matrosen dies, bekommen sie seinen großen Schatz. Schon zu Beginn startet es mit einer großen Gefahr, zum Beispiel mit einem Geisterschiff, das Enterhaken zu unserem Schiff hinübergeworfen hat. Diese werden am Schiff an den vorgegebenen Stellen befestigt.

Zu Beginn meines Zuges würfele ich um zu sehen, wie weit ich mich auf dem Schiff bewegen kann. Ziel meiner Bewegung ist eine der vorliegenden Gefahren. Habe ich meine Bewegung beendet, stelle ich den Captain zu mir auf das Feld. Jedes Feld des Schiffes hat eine Halterung, die den Fuß der Figur aufnimmt. Durch unterschiedliche Formen wird so der Einheit mitgeteilt, wo sie gerade steht. Drücke ich jetzt den großen Knopf, teilt mir die Einheit mit, was ich an diesem Ort zu tun habe. Dies ist zum Beispiel einen Enterhaken lösen, einen Krakenarm entfernen, ein Leck stopfen oder einen Piraten, der uns geentert hat bekämpfen. Die meisten der Aufgaben sind schon durch die Anwesenheit erfüllt, doch manchmal muss ich weitere Bedingungen erfüllen: Einen Würfelkampf (eine bestimmte Kombination mit zwei Würfeln) in vorgegebener Zeit gewinnen, einen Gegenstand erfühlen oder ähnliches. Hat man die Aufgabe erfolgreich gelöst, bekommt man Gold.
Hin und wieder, vor allem, wenn man die Segel nicht schnell genug einholt, werden alle von Bord gespült, können sich aber retten und starten wieder von einem gemeinsamen Punkt. Nach und nach nähert man sich der Insel, wenn man die Aufgaben erfolgreich löst. Hat man die Insel rechtzeitig erreicht, bekommt man eine weitere Belohnung, und hat das Spiel gemeinsam gewonnen. Ansonsten verschwindet der Kapitän vom Schiff, und alle haben verloren.

Das Schiff

Das Schiff ist ein Hingucker! Als ich es auf einer Messe erblickte, freute ich mich über ein großes Demospiel. Wie überrascht ich war, als ich sah, dass dieses über 90 Zentimeter große Schiff in jedem Spielkarton vorhanden ist, kann man sich vorstellen.
Ein paar Hinweise zum Aufbau gebe ich unten im Kasten. Als die Kinder das Spiel das erste Mal allein aufbauten, war ich mir nicht sicher, ob für sie der Aufbau oder das Spiel spannender war.Diese Frage wurde mir von einem Mädchen mitten im Spiel mit der Bewertung, "Ich bin so aufgeregt, das Spiel ist so spannend!" zumindest für einige Kinder beantwortet.

Der Kapitän war anfangs für die Kinder schwer zu verstehen, und die (kleine) Taste für die Ansagewiederholung musste oft gedrückt werden. Da der Kapitän selbst erkannte wo etwas geschah, und dies nicht durch Tastendruck mitgeteilt wurde, gab es keine Bedienungsfehler bei der Einheit. Sie wurde gesetzt, die große Taste gedrückt, und der Kapitän gab die Anweisungen. Anfangs musste ich einige der Begriffe erklären, doch schnell waren die Kinder in der Lage ohne Hilfe zu spielen.

Es gibt viel zu tun.Es gibt zwei Varianten des Spieles. Die kurze dauerte schon mehr als 40 Minuten, daher kam die lange bei uns in der Schule nicht zum Einsatz. Gegen Ende des Spieles merkte ich oft, dass die Konzentration der Kinder nachließ und sie nicht mehr genau zuhörten. Man kann zwar die Texte wiederholen lassen, aber dafür waren die Passagen etwas zu lang.

Bei den anderen kooperativen Spielen kam es oft darauf an, sich etwas zu merken. Hier werden die spielrelevanten Elemente am Schiff markiert. So muss man hier nur schauen, wie man sich am effektivsten auf dem Schiff verteilt, um alle Plätze gut erreichen zu können. Da wird von den Kindern schon leichte taktische Planung verlangt.
Captain Black fügt sich gut in die Reihe der Spiele mit elektronischer Unterstützung ein. Meine Schülergruppen spielen es sehr gern, Auf- und Abbau sind für sie ein Teil des Spieles, den sie mögen.

Das Spiel hat einen sehr hohen Aufforderungscharakter, lädt immer wieder zum Segeln ein. Es läuft jedes Mal unterschiedlich: Mal ist es langatmig, wenn die Spieler sich nicht auf das Zuhören konzentrieren, mal ist es sehr spannend, wenn die Kinder ein Rollenspiel daraus machen, mal bringt es die Kinder zur Einsicht, dass mit besserer Absprache das Spiel gewonnen wäre, mal bringt es die Kinder zum Jubeln, wenn die Insel erreicht, und der Schatz übergeben wird. (bd)

Der Aufbau ist beim ersten Mal etwas schwieriger, da die Halterungen vorher noch in den Spielplan eingepasst werden müssen. Auch der immer wieder notwendige Aufbau erforderte beim ersten Mal viel Geduld. Ich war froh, dass ich es erst einmal allein daheim probiert habe. Beim zweiten Mal, das war in der Schule, ging es schon viel schneller. Beim Abbau durften die Schüler dann helfen. Der nächste Aufbau wurde dann von den Schülern nur nach Anleitung in der Regel langsam, aber problemlos durchgeführt.

Steckbrief
Captain Black

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Reiner Knizia Ravensburger 2 - 4 Spieler ab 6 Jahre 30 - 45 Minuten Nial Harding, David Brylewski