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Wo war's?Wo war's?

Im letzten Jahr erhielt Ravensburger für das Spiel Wer war's? den Preis der Jury Spiel des Jahres als Kinderspiel des Jahres. Nun erscheint ein "Nachfolger" dieses Spieles. Nachfolger aber nur in dem Sinne, dass es auch eine elektronische Einheit enthält. Der Autor ist dieses Mal Roberto Fraga.

Die Hintergrundgeschichte des Spieles ist schnell erklärt. Dem Drachen wurde sein Schatz gestohlen, und er verfolgt den Dieb in der Luft.
Die Einheit Die Kinder wollen helfen, den Dieb zu fassen und bewegen sich auf Grund der Hinweise des Drachens über den Spielplan. Dieser zeigt viele verschiedene Örtlichkeiten, jede davon ist mehrfach vorhanden. Die Verfolger verteilen sich auf dem Spielplan und das Spiel wird gestartet. Das erste Kind drückt den Knopf der Einheit, und der Drache imitiert die Geräusche des Ortes, an dem er den Dieb sieht. Außerdem bestimmt die Einheit, ob das Kind ein bis vier Felder laufen darf oder sogar einen Drachenflug zu einem beliebigen Ort bekommt. Nun suchen die Kinder die entsprechenden Orte, und das Kind entscheidet sich, wohin es sich bewegen will. Dann drückt das nächste Kind. Die Einheit gibt das Geräusch des Aufenthaltsortes wieder. Dieser ist (bis auf eine Ausnahme) immer dem vorherigen direkt benachbart. So lässt sich durch gutes Beobachten und merken meist leicht feststellen, wo sich der Dieb befindet.

Ziel des Spieles ist es, am Ende der Spielrunde, das nach 10 bis 24 Geräuschen eintritt, auf dem Feld zu stehen auf dem der Dieb sich befindet. Dieses Feld wird dann auch von der Einheit ausgegeben. Steht man darauf, bekommt die Gruppe eine Marke, trifft man nicht, erhält der Dieb sie. Wer zuerst drei Marken erspielt hat, gewinnt.

Dies ist nur eine von mehreren Spielvarianten, die das Spiel bietet, doch sie wurde von allen Kindern bevorzugt. Eine weitere Variante sieht vor, dass derjenige, der dem Dieb am nahesten steht zwei Chips bekommt, der zweitnächste einen. Gewonnen hat derjenige, der zuerst fünf Chips ergattern konnte.
Auch der Spielablauf kann variiert werden. Es gibt die Möglichkeit, dass nicht auf jeden Zug eines Spielers ein Zug des Diebes folgt, sondern dass der Dieb durch die Einheit gesteuert, eigenständig parallel weiterläuft. Bei diesem Ablauf kann die einheit auf 10 oder sogar nur 5 sekunden pro Geräusch eingestellt werden.

Spielsituation Die Kinder mochten es viel lieber, alle gemeinsam zu gewinnen oder zu verlieren als einen Sieger zu küren. Sie wollten nicht gegeneinander, sondern gemeinsam gegen die Dieb antreten. Daher wurden die weiterführenden Varianten von den Kindern kaum gespielt.

Die Variante, dass der Dieb regelmäßig weitergeht, konnte nicht überzeugen. Hier ist nur die Spielweise um die Wette möglich, da das Spiel so schnell abläuft, dass Absprachen kaum möglich sind. Werden die Geräusche 10 Sekunden lang abgespielt, kann man dem Dieb noch gut folgen, sind es nur fünf (in der schweren Version) artet es in Arbeit aus. Zumindest die Kinder der zweiten und dritten Klassen waren hier fast immer überfordert. Auch mir gefiel diese Version nicht so gut, da eine kurze Unaufmerksamkeit den Rest der laufenden Runde völlig willkürlich werden lassen konnte.

Plan Die oben beschriebene Form machte den Kindern aber so viel Spaß, dass das Spiel auch nach vielen Durchgängen immer wieder gefordert wurde. Es gab zwar einige Punkte, die ihnen nicht gefielen, so zum Beispiel die Hexe. Kam der Dieb auf ihr Feld, konnte er zu einem der anderen Hexenplätze fliegen, und die ganze Verfolgungstruppe stand weit abseits. Dies war die oben erwähnte Ausnahme zum Nachbarfeld. Doch sie wurde als zum Spiel gehörend akzeptiert. Auch die Zugzahlen ärgerten oft, wusste man doch genau, wo der Dieb war, aber keiner würfelte die benötigte Zahl, um auf ihn zu treffen.
Die Möglichkeit, die Geräusche zuerst einmal ohne Spiel anzuhören, erleichtert den Einstieg ins Spiel schon sehr, obwohl die meisten recht eindeutig sind. Nur bei Schmiede und Werkstatt, bzw. Wölfen und Gespenst, kamen die Jüngsten anfangs ins Schleudern. Da es keine Wiederholungstaste für das letzte Geräusches gibt, müssen alle gut zuhören, um es zu identifizieren.

Das Spiel ist optisch ein Augenschmaus. Schon allein der Drache der auf der Einheit sitzt, ist ein liebevoll gestalteter Gimmick .Die einzelnen Felder des Spielplanes sind detailreich und liebevoll gezeichnet. Alles fordert einfach zum Spielen auf. Da die Möglichkeiten, die das Spiel bietet, nicht unbedingt voll genutzt werden, halte ich es für etwas schwächer als Wer war's? Es ist ein eigenständiges Spiel, das bei den Kinder ähnlich gut ankommt, ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen lässt und ihnen einfach Spaß macht. (bd)

Steckbrief
Wo war's?

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Roberto Fraga Ravensburger 1 - 5 Spieler ab 7 Jahre 20 - 40 Minuten Michael Menzel