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DrachenherzDrachenherz

Fantasy! Ein Thema, das mein Herz höher schlagen lässt. Ein toll gezeichneter Drache auf dem Cover ist ein erster Vorbote auf das, was da kommen wird: Schatzgierige Feuerdrachen, mutige Drachenjägerinnen, wunderschöne Prinzessinnen und ebenso hässliche Trolle. Da darf der Held nicht fehlen, genauso wenig wie die Zwerge. Eine Kurzgeschichte führt in das Spiel und in die kleine Fantasywelt ein.

Figuren und Schatzorte befinden sich nicht nur im Reich der Fantasy, sondern auch auf Karten. Jeder der beiden Spieler besitzt den gleichen Satz Karten und beginnt das Spiel mit fünf Karten auf der Hand. Das Spielbrett zeigt das Fantasyreich und dient als Ablagefläche. Dabei zeigt es, wer was begehrt oder wer wen besiegt. So findet sich ein jeder in dieser Welt leicht zurecht.

Drachenjägerin Feuerdrache Schatztruhe Prinzessin

Einige der Wesen können allein aktiv werden, andere nur in einer bestimmte Anzahl. Dies ist in der Fantasywelt durch einen oder mehrere Rahmen kenntlich gemacht. Der Spielzug eines Spielers besteht nun darin, ein oder mehrere Karten mit dem gleichen Motiv auszuspielen und auszulegen. Dabei sind die Werte der Karten egal.
Bei einem Rahmen werden die Karten als Stapel abgelegt und die Figur wird aktiv. So nimmt sich zum Beispiel der Feuerdrache alle Schatztruhen von der Klippe. Für den Spieler heißt das, er legt die Schatztruhen-Karten vor sich verdeckt ab. Jede Karte wird bei Spielende so viele Punkte zählen, wie der Wert der Karte beträgt. Bei mehreren Rahmen dürfen nur so viele Karten ausgelegt werden, wie noch Rahmen frei sind. Werden weniger Karten als freie Rahmen ausgespielt, werden nur die Karten ausgelegt. Aktiv wird die Figuren gruppe jedoch nicht. Erst wenn der letzte Rahmen gefüllt ist, agiert die Gruppe. So können zwei Helden entweder die Trolle besiegen oder aber die Prinzessinnen verführen.

Der versteinerte Drache als Karte und als Figur Neben diesem Grundprinzip gibt es zwei kleine Ausnahmen. Drachenjägerinnen und Helden begeben sind nach getaner Arbeit in den Hafen. Dort warten sie auf drei Schiffe, mit denen sie - den Elfen am Ende des Herrn der Ringe gleich - in die Ferne reisen können. Und dann sind da noch die versteinerten Drachen und das Drachenherz, das dem Spiel seinen Namen gab: Wenn die Prinzessin einen versteinerten Drachen nimmt, erhält sie dazu das Drachenherz, dargestellt durch eine rote Drachenfigur. Diese erlaubt dem Spieler nun sechs statt fünf Karten auf der Hand zu halten.
Sind die Schiffe das dritte Mal abgefahren oder ein Spieler hat seinen Nachziehstapel geleert, endet das Spiel kurz darauf. Neben den erbeuteten Karten zählt noch die Drachenfigur Punkte. Wer davon am meisten hat, gewinnt die Partie, bei Gleichstand ist es der aktuelle Besitzer des Drachenherzens.

Spielplan

Der Einstieg ist leicht - so wie Kosmos es auf der Schachtelrückseite verspricht. Das Spiel ist einfach, flott und dauerte bei uns nie die auf der Schachtel angegebenen 20 Minuten. Während dessen spiele ich meine Karten und freue mich, wenn ich Karten bekomme. Doch das gelingt nicht immer. Dann kann ich nur hoffen, dass die Schatztruhen ungeöffnet bleiben und die Drachen weiter am Himmel ihre Kreise ziehen, bis meine Jägerinnen sie herunterholen. Das genau ist das Kernstück des Spiels: Es zwingt mich dazu, Vorlagen für den Mitspieler zu machen, wobei ich oft nicht weiß, ob er sie nutzen kann. Wer sich merken kann, welche Karten bereits gespielt wurden, hat einen leichten Vorteil, doch werden die meisten Entscheidungen aus dem Bauchheraus und von der Kartenhand herunter gefällt. Vom Spielgefühl her ähnelt Drachenherz, bei gänzlich anderem Spielablauf, dem Klassiker Lost Cities.
Mit ihm hat Drachenherz auch die tolle grafische Ausmachung gemeinsam: Aus einem Gesamtbild werden die einzelnen Motive für die Karten herausgeholt. Dabei bestechen die Motive durch Detailtreue. So reitet die Prinzessin im Damensitz, die Drachenjägerin hat die Harre hinten zusammengebunden und das Schiff, das gerudert wird, hat die Segel gerafft. Solche Zeichnungen runden den sehr guten Gesamteindruck ab.

Schiff Held Troll Zwerg

Drachenherz eignet sich hervorragend für eine Partie zwischendurch - wenn es denn bei einer bleibt. Die kurze Spieldauer und der abwechslungsreiche Spielverlauf lassen den Verlierer geradezu nach einer weiteren Partie rufen; der Gewinner wird sicher gern einwilligen. (wd)

Steckbrief
Drachenherz

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Rüdiger Dorn Kosmos 2 Spieler ab 8 Jahre ca. 20 Minuten Michael Menzel