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Ganz schön cleverGanz schön clever

Eine kleine schwarze Schachtel. Darin sechs Würfel. Ein Spiel, bei dem einer würfelt und alle anschreiben. Das war Noch mal! Das ist Ganz schön clever. Der Rahmen ist gleich, das Spiel ganz anders.

Das beginnt bei den Würfeln. Sechs farbige Würfel zeigen die gewohnten Augenzahlen. Der aktive Spieler würfelt und wählt einen Würfel aus. Alle Würfel mit weniger Augenzahlen werden auf das Silbertablett gelegt, das auf dem Inlett abgebildet ist. Diesen Wurf notiert der Spieler auf dem seinem Blatt. Wie das funktioniert, beschreibe ich gleich. Die restlichen Würfel wirft der Spieler noch einmal und verfährt damit genauso. Dann gibt es einen letzten Wurf mit dem gleichen Vorgehen. Die nun übriggebliebenen Würfel kommen ebenfalls auf das Silbertablett. Die anderen Spieler wählen alle einen davon aus, wobei sie auch den gleichen nehmen können.

Auf dem Zettel sind fünf Bereiche erkennbar. Der gelbe und der blaue Bereich enthalten ein Gitter. Im gelben wird die Augenzahl des gelben Würfels verwendet, im blauen die Summe des weißen und des blauen Würfels. In beiden Gittern geben fertige Spalten und Reihen Belohnungen. Die grüne, orange und violette Reihe werden von links gefüllt. Bei Grün muss der grüne Würfel eine Mindestaugenzahl aufweisen. Bei Violett muss der Wurf höher sein als der letzte violette. Bei der orangenen Leiste gibt es keine Bedingungen. Punkte gibt es je nach Leiste für den erreichten Fortschritt oder für die angeschriebenen Zahlen.

Auch auf den Leisten gibt es Belohnungen. Oft bestehen die Belohnungen aus einem zusätzlichen Eintrag in einem anderen Bereich. Es gibt dazu noch zwei anderen Belohnungen, mit der einen darf man einen Würfelwurf wiederholen, mit der anderen kann man einen beliebigen Würfel anschreiben, auch den, den ein aktiver Spieler in seinem Wurf gewählt hat. Mit diesen Zusätzen hat man neben der Wahl der Würfel zusätzliche taktische Möglichkeiten.

Zu Beginn habe ich die Gemeinsamkeiten mit Noch mal! beschrieben. Ganz schön clever bietet deutliche Unterschiede, zum Beispiel hat es eine höhere Komplexität. Das führt dazu, dass zunächst mehr Regeln zu lernen sind, weil jede Farbe seine eigenen Begebenheiten hat. Danach durchläuft der Spieler eine Lernphase: Welche Belohnungen sind gut? Wann hole ich sie mir? Wann gehe ich auf Siegpunkte? Das Belohnungssystem ist das Herzstück des Spiels, dass die Spieler verstehen sollten.

Von Spielgefühl bietet das Spiel ein Wechselbad der Gefühle. Manchmal kommt der erwartete hohe Wurf beim ersten Wurf und kostet zu viele andere Würfel. Ein anderes Mal würfelt ein anderer Spieler die ersehnte Zahl. Wird er sie nehmen oder kommt sie für mich auf das Silbertablett? Bei alledem ist natürlich immer der Zufall, der zum Würfelspiel gehört, dabei.

Ganz schön clever ist in seinem Ablauf und mit seinen Wertungen nicht gradlinig. Es wendet sich daher weniger an Gelegenheitsspieler als an Vielspieler, die auch bei einem Würfelspiel eine Herausforderung suchen. (wd)

Steckbrief
Ganz schön clever

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Wolfgang Warsch Schmidt 1 - 4 Spieler ab 8 Jahre ca. 30 Minuten Leon Schiffer