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Century - Die GewürzstraßeCentury - Die Gewürzstraße

Gewürzstrategie

Century – die Gewürzstraße ist ein Spiel mit wenigen schnell erklärten Regeln. Das Spiel selbst zu meistern, ist nicht so einfach wie die Regeln zu beherrschen. Ich gebe hier einige Tipps für ein erfolgreiches Spiel. Ich betrachte zunächst das Spielziel und die Siegpunktkarten, dann die Händlerkarten, bevor ich Hinweise zum Spielverhalten gebe. Das Ziel in der „Gewürzstraße“ ist es, viele Siegpunkte zu bekommen. Die weitaus meisten davon erhalte ich über die Siegpunktkarten. Die Gold- und Silbermünzen bringen schon deutlich weniger, dürfen aber nicht vernachlässigt werden, weil es sie als Zugabe gibt. Schließlich bringen bei Spielende alle Gewürze außer Curcuma noch einen Siegpunkt. Diese dürfen als Trostpflaster betrachtet werden, da ein Tausch gegen eine Siegpunktkarte immer die Punktzahl erhöht. (Bilder von 4 Siegpunktkarten)

Für ein erfolgreiches Spielen in ein grundlegendes Verständnis über den Aufbau der Siegpunktkarten und der damit verbundenen Wertigkeit der Gewürze beim Tausch in jene unerlässlich. Oben sind vier Karten abgebildet, an denen wir die folgende Regelmäßigkeit überprüfen können: Jedes Gewürz hat einen festen Wert: Curcuma: 1, Safran: 2, Kardamom:3 und Zimt: 4. Wenn dazu auf einer Karte drei verschiedene Gewürze gefordert werden, gibt es einen zusätzlichen Siegpunkt. Sind es alle vier, sind es sogar zwei.
Daraus lässt sich ableiten, dass Karten mit vielen Gewürzsorten besonders attraktiv sind, weil es Zusatzpunkte gibt. Aufgrund der vielen geförderten Gewürzsorten erfordern diese Siegpunktkarten einiges an Vorbereitung. Konzentriere ich mich auf diese Karten werde ich sehr wahrscheinlich am Ende nicht die volle Zahl an Siegpunktkarten gekauft haben. Der Wert mag trotzdem ausreichen, allein die Chance auf viele Münze ist klar verringert.

Mit den Werten für die Gewürze bewerten wir nun die Händlerkarten. Jede Händlerkarte verlangt Gewürze (mathematisch verlangen Karten, die nur Gewürze geben, null Gewürze) und gibt dafür andere. Mit den Werten oben können wir ausrechnen, welchen Wert wir abgeben und welchen Wert wir bekommen. Die Differenz ist unser Gewinn. Wenden wir eine Händlerkarte mehrfach an, vervielfältigt sich unser Gewinn. Schauen wir uns dazu als Beispiel die abgebildete Händlerkarte an, die ein Curcuma und ein Safran in einen Zimt tauscht. Ich gebe eine Wert von 3 (1 Curcuma: 1 + 1 Safran: 2) ab und erhalte einen Wert von 4 (1 Zimt: 4) Mein Gewinn beträgt 1 potentiellen Siegpunkt. Diese Einheit, so benannt, weil ich mit den Gewürzen erst noch eine Siegpunktkarte erwerben muss, lasse ich von nun an aus. Wenn ich den Tausch mehrfach tätige, als zum Beispiel 3 Curcuma und 3 Safran tausche, erhalte ich den Gewinn mehrfach. Hier vervielfältigt er sich auf 3.

Wir betrachten nun die verschiedenen Händlerkarten. Ich unterscheide dabei Nehmer, Aufwerter und Tauscher. Sämtliche Karten bringen einen Gewinn von 1 bis 4. Als Nehmer bezeichne ich die Karten, die mir Gewürze geben, ohne dass ich welche abgeben muss. Sie bringen mir einen Gewinn von 3 oder 4 (Startkarte: 2). Ihr Vorteil liegt nicht nur im hohen Gewinn, sondern auch darin, dass diese Karten jederzeit spielbar sind. Dafür kann der Gewinn nicht mehrfach erzielt werden. Ich empfinde Karten, die mehrere Gewürze geben, als besonders gut. So ist mein Lieblingsnehmer die Karte, die mir eine Curcuma und ein Kardamom gibt.
Der einzige Aufwerter erlaubt mir, drei Mal ein Gewürz in das nächstwertvollere zu tauschen (Startkarte: zwei Mal). Ihre Eigenschaft ist sehr ähnlich den Nehmern. Die Situationen, in der ich sie nicht einsetzen kann, sind vernachlässigbar. Nur selten besitze ich keine Gewürze oder ausschließlich Zimt. Dafür bietet mir die Karte eine hohe Flexibilität, weil ich mit ihr jedes höherwertige Gewürz bekommen kann. Obwohl der Gewinn nicht vervielfältigbar ist, ist sie eine sehr gute und starke Händlerkarte. Bei den Tauschkarten ist der Gewinn dann hoch, wenn viele Gewürze verlangt werden oder aber mindestens zwei Zimt. Bei diesen Karten lässt sich der Gewinn kaum vervielfältigen. Bei den Karten mit einem Gewinn von 1 ist es hingegen leicht möglich, den Tausch mehrfach durchzuführen. Der Gewinn bietet bei Tauschkarten keinen Ansatz, um gute Karten zu erkennen. Dies ergibt sich mehr aus dem Spielverlauf.

Im Spielverlauf ist die essentielle Frage, wann ich welche Aktion ausführen. Hierfür lassen sich gut Regen aufstellen.
Eine Siegpunktkarte zu erwerben, ist fast immer sinnvoll. Hier ist besonders das Timing wichtig. Wenn kein anderer Spieler die notwendige Kombination an Gewürzen besitzt, kann ich andere Aktionen vorziehen. So kann ich mein Reservoir an Gewürze in Ruhe auffüllen oder bereits Schritte für den Erwerb einer zweiten Siegpunktkarte einleiten. Andere Aktionen vorzuziehen ist dann besonders sinnvoll, wenn ich die Siegpunktkarte unter der Goldmünze bekomme und ein Mitspieler bereits die Gewürze für die Karte mit der Silbermünze besitzt. Nehme ich meine Siegpunktarte, bekäme dieser Spieler auch eine Goldmünze. Kauft er aber vor mir, ist es nur die silberne. Umgekehrt werde ich zum Kauf getrieben, wenn ein anderer Spieler ebenfalls die notwendigen Gewürze besitzt. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um die Siegpunktkarte mit Goldmünze handelt. Nur in seltenen Fällen ist es dann sinnvoll, auf den Erwerb der Siegpunktkarte zu verzichten. Auf diese Fälle gehe ich hier nicht näher ein.
Eine Händlerkarte zu nehmen, kann vielfältige Gründe haben. Oft ist die Tauschformel der Grund dafür. Gerade in der Startphase des Spiels sind Nehmer und der Aufwerter attraktiv. Bei anderen Karten ist es wichtig, dass ich gut an die benötigten Gewürze komme, möglichst sogar in Mengen für einen mehrfachen Tausch. Eine Händlerkarte kann auch durch die auf ihr liegenden Gewürze attraktiv sein. Bei Gewürzen im Wert von 3 oder höher ist der Gewinn so gut, dass es allein wegen der Gewürze lohnt. Die Händlerkarte ist in diesem Fall nur Beiwerk und wird im Extremfall nicht einmal während des Spiels genutzt. Es gibt noch einen anderen Grund, eine Händlerkarte zu nehmen: Wenn mir die Karte oder die auf ihr liegenden Gewürze helfen, dass ich in Kürze eine gute Siegpunktkarte erwerben kann, ist sie allemal meine Aktion wert.

Eine Händlerkarte zu spielen, ist die häufigste Aktion. Welche Karte wann sinnvoll gespielt wird, hängt von vielerlei Faktoren ab. Eine Planung, wie mit dem Ergebnis weiterverfahren wird, ist unerlässlich. Eine Unterteilung der Gewürze in Gewürze zum Erwerb von Siegpunktkarten und für weitere Tauschaktionen ist hilfreich. Ansonsten gilt es, den Gewinn eines Tausches zu maximieren. Wenn nicht gerade direkt eine Siegpunktkarte angesteuert wird oder eine weitergehende Planung dagegensteht, ist die Grundregel: Tausche so oft du kannst.
Bleibt die Aufnahme der gespielten Händlerkarten. Diese Aktion bringt keinen Punktevorteil. Daher ist es ratsam, diese Aktion nur selten durchzuführen. Meistens ist der Anlass, dass die gespielten Händlerkarten wieder benötigt werden. Ansonsten kann man damit auch das eigene Spiel verzögern. Dies ist sinnvoll, wenn ich hoffe, dass meine Mitspieler Siegpunktkarten erwerben oder Händlerkarten nehmen und sich daraus für mich eine bessere Situation ergibt.
Und ein Tipp für die letzte Runde: Kaufe eine Siegpunktkarte. Geht das nicht, tausche so, dass du viele Gewürze außer Curcuma bekommst.

Nun wünsche ich euch viel Spaß mit der Gewürzstraße. (wd)

Zur Rezension

Steckbrief
Century - Die Gewürzstraße

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Emerson Matsuuchi Plan B 2 - 5 Spieler ab 8 Jahre 30 - 45 Minuten Fernanda Suárez