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Pandemie - Die SeuchePandemie - Die Seuche

Pandemie ist eine sehr erfolgreiche Spielefamilie, in der es Erweiterungen und eigenständige Spiele gibt. Ziel ist es in diesen Spielen, Seuchen zu bekämpfen und, wenn möglich, auszurotten.

Doch es gibt auch eine andere, böse Seite. Die finden wir hier vor. Nun spielen wir einen Virenstamm, der Menschen auf allen sechs Kontinenten infizieren und ausrotten will.

Das Spiel wird nicht auf einer Landkarte gespielt, sondern auf Karten liegen Städte aus, die verseucht werden können. Zu jeder Stadt gibt es eine Angabe, wie viele Virenwürfel notwendig sind, um sie auszulöschen, auf welchem Kontinent sie liegt und welcher Bonus für das endgültige Auslöschen bereitsteht.
Ich habe drei Aktionsmöglichkeiten: Karten nachziehen, Virenwürfel in eine Stadt legen, oder meine Viruseigenschaften verbessern.
Meine Viruseigenschaften sind die Inkubationsrate, die angibt, wie viele Karten ich nachziehen darf, die Infektionsquote, die angibt, wie viele Würfel ich auf einmal in eine Stadt legen darf, und schließlich die Resistenz, die mich vor Auswirkungen von Ereignissen schützt.

Vor jeder Spielrunde wird eine Ereigniskarte aufgedeckt, die jeden Spieler zu Beginn seines Spielzuges betrifft. Danach darf der Spieler zwei Aktionen durchführen, wobei auch eine doppelt ausgeführt werden kann. Einige Ereigniskarten bewirken zusätzlich, dass eine weitere Stadt aufgedeckt wird. Nur so kommen neue Städte ins Spiel.

Wenn ich eine Stadt infizieren möchte, benötige ich zwei Karten des Kontinents, wenn ich noch nicht in der Stadt vertreten bin, eine sonst. Damit kommen so viele meiner Viren in die Stadt wie die Infektionsquote angibt. Sind aller Einwohner infiziert, ist die Stadt ausgelöscht. Die beteiligten Virenstämme bekommen Punkte nach Mehrheiten. Der Spieler, der als letzter einen Virenwürfel in die Stadt bringt, bekommt den zugehörigen Bonus.

In jedem Spiel kommt nur ein Teil der Ereigniskarten zum Einsatz. Der Ereignisstapel setzt sich aus zwölf Karten zusammen. Dabei folgt auf drei "normale" Karten eine WHO-Karte. Die normalen Karten bringen leichte Vor- oder Nachteile, die WHO Karten stören die Virenstämme enorm.

Das Spiel endet, wenn irgendwann nur zwei Städte ausliegen, oder der Ereignisstapel aufgebraucht ist. Gewonnen hat derjenige, der mit Punkten aus Zwischenwertungen, in denen es Punkte für infizierte Städte gibt, Punkten für Virusfähigkeiten und Punkten für ausgelöschte Städte das höchste Ergebnis liefert.

Die Grundidee, die Viren zu spielen, ist reizvoll.
Das Material knüpft an Pandemie an. In Petrischalen warten die Virenwürfel eines Stammes auf ihren Einsatz.
Doch schnell vergeht die Lust. Der Druck der Stadtboni ist so klein, dass man ihn fast nur lesen kann, wenn man die Karte in die Hand nimmt. Daher wird oft gefragt:" Was bringt die Stadt?"

Was uns in der Realität gut tut, nämlich dass die Viren kaum Möglichkeiten haben, stört den Spielspaß enorm.
So kann mit etwas Pech eine WHO-Karte die Bemühungen mehrerer Runden eines Spielers nutzlos machen. Man schafft es zwar, Städte auszulöschen, aber die ständigen Rücksachläge durch Ereignisse nehmen den Spaß.
Das Spiel funktioniert, bringt aber dem Spieler gefühlt zu wenig Fortschritt.

Da bekämpfe ich doch lieber die Viren, sei mit dem normalen Pandemie und seinen Erweiterungen, sei es mit dem Würfelspiel die Heilung. (bd)

Steckbrief
Pandemie - Die Seuche

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Carey Grayson Z-Man Games 2 - 5 Spieler ab 14 Jahre ca. 30 Minuten Z-Man Games