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DragonsDragons

Was macht man mit einem toplogischen Spiel, das nur aus Karten besteht und das nicht abstrakt wirken soll? Man nimmt für die Darstellung auf den Karten anmutige Illustrationen und hat damit auch schon gleich Thema und Titel. Genau das ist hier gemacht worden. Die Bilder zeigen Drachen und folgerichtig heißt das Spiel Dragons.

Silberdrache als StartdracheHier nun gibt es fünf verschiedenfarbige Drachen. Auf einer Karte sind immer ein bis vier Drachen abgebildet. Dabei füllt ein Bild entweder ein Viertel, eine Hälfte oder die ganze Karte aus. Mit drei Karten ausgestattet beginnt jeder Spieler das Spiel. Den Startpunkt bildet ein Silberdrache, der ein Joker für jede andere Farbe darstellt.

In einem Spielzug zieht der Spieler zunächst eine Karte. Danach legt er eine Karte aus, indem er eine seiner Karten neben mindestens einer ausliegenden Karte anlegt. Dabei muss er die Farbe eines Drachens fortsetzen. Alle anderen Farben darf er fortsetzen, kann dort aber auch eine andere Farbe hinlegen. Setzt er mehr als eine Farbe fort, bekommt er für jede zusätzlich fortgesetzte Farbe eine weitere Karte auf die Hand.

Auslage bei SpielendeZiel ist es dabei, für seinen Drachen eine ununterbrochene Kette aus sieben Karten auszulegen. Damit das nun nicht zu leicht geht, gibt es Aktionskarten und zwar ebenfalls in den fünf Drachenfarben. Diese spielt man anstelle einer anderen Karte und zwar auf dem Silberdrachen, der damit eingefärbt wird. Mit den Aktionen lassen sich Karten umlegen oder wieder aufnehmen, Handkarten oder Zielkarten tauschen und sogar die Zielkarten aller Spieler im oder gegen den Uhrzeigersinn verschieben.

Durch die Aktionskarten ist Dragons ein chaotisches Spiel, das nur bedingt eine Planung erlaubt. Natürlich kann man die Aktionen in seine Überlegungen einbeziehen und versuchen, darauf taktisch zu reagieren. Meistens wird einem dies aber nur sehr begrenzt gelingen. Auch wird Dragons oft dadurch entschieden, dass ein Spieler die Gefahr einer siebten Karte übersieht oder sie sogar selbst für jemanden anders anlegt. Diese Eigenschaften des Spiels klingen eher abschreckend und es gibt nur ein Gegengewicht dazu: Als kurzes Spiel für Zwischendurch macht Dragons einfach Spaß, eben weil es chaotisch und unberechenbar ist. (wd)

Steckbrief
Dragons

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Andrew Looney Amigo 2 - 5 Spieler ab 8 Jahre ca. 20 Minuten Larry Elmore, Derek Ring