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WoodlandsWoodlands

Im Spiel ein Märchen oder Geschichten nacherleben, das gibt es in vielen Kinderspielen, Spielen ab vier, fünf oder sogar sechs Jahren.

Jetzt schreibe ich über das Spiel Woodlands. Der Titel in englischer Sprache weist, trotz des „kindlich“ angehauchten Covers darauf hin, dass ich hier kein reines Kinderspiel vor mir habe. Dies wird durch die Altersangabe ab zehn Jahre bestätigt.
Im Spiel werden vier Geschichten nachgespielt: Rotkäppchen, Robin Hood, die Artus Saga und Dracula. Allen vier gemeinsam ist, dass sie in Wäldern spielen. Jede der Geschichten ist in mehrere Kapitel unterteilt.

Bei Spielbeginn erhält jeder Spieler eine Legetafel, die ein drei mal drei Raster zeigt, und einen Satz aus zwölf Landschaftsplättchen, die Wege und Wälder zeigen. Aufgabe ist es immer, Wald und Wege nach Vorgaben auszulegen.

Zu Beginn wird die Vorgeschichte der Erzählung vorgelesen. Dann wird die erste Folie, die in einem drei mal drei Raster einen Teil der Geschichte zeigt, in die Mitte gelegt und das zugehörige Kapitel gelesen. Hier wird genau erklärt, was in diesem Abschnitt zu tun ist.

So muss ich zum Beispiel bei Rotkäppchen, der ersten Geschichte, im ersten Kapitel einen durchgehenden Weg von Rotkäppchen zum Wegweiser auslegen und dabei fleißig Erdbeeren und Edelsteine sammeln.

Eine Sanduhr wird umgedreht, und alle Spieler versuchen, auf ihren Legetafeln einen guten Weg für Rotkäppchen zu legen.
Derjenige, der als erster fertig ist, schnappt sich einen weißen Edelstein und dreht, sobald die Sanduhr abgelaufen ist, diese einmal um. Die anderen haben nun noch eine weitere Sanduhr Zeit, die Aufgabe zu lösen. Dann wird die Folie auf die einzelnen Legetafeln gelegt, die Auslagen ausgewertet und die Punkte notiert.

Das nächste Kapitel beginnt. In den folgenden Kapiteln der Geschichten werden weitere Regeln eingeführt. So gilt es, bestimmte Felder nicht zu betreten, einige Gegenstände immer im Wald oder andere auf dem Weg zu platzieren. Feuer darf zum Beispiel nie in den Wald, da es einen Waldbrand verursachen könnte.

Der Schwierigkeitsgrad steigt schnell. Schon im zweiten Kapitel steckte Rotkäppchen bei mir im ersten Spiel im Wald fest, und ich erhielt null Punkte.

BeispielkartenDrei weitere Elemente findet man in allen Geschichten.
Es gibt Schlüssel, mit denen im Spiel versteckte Schatztruhen sofort geöffnet werden. Die Truhen können einen Edelstein enthalten oder einen Spielvorteil bzw. einen Spielnachteil für Mitspieler verursachen.
Ab dem zweiten Kapitel einer Geschichte muss der führenden Spieler zusätzlich noch den Kelch des Ruhmes erreichen, um keine Punktabzüge zu erhalten.

Am Ende der Geschichtee wird zu den schon erhaltenen Punkten für jeden erspielten Edelstein ein Punkt hinzugezählt. Jeder Satz aus vier verschiedenen bringt noch einmal einen weiteren Punkt; die weißen Edelsteine sind hier Joker.

Die Überlegungen werden immer komplexer, da weitere schwerere Anforderungen gestellt werden. Kann der Jäger den Wolf auf einem Weg erreichen, gibt es viele zusätzliche Punkte, doch erreicht der Wolf auf einem Weg Rotkäppchen, gehen alle Punkte des Kapitels verloren. So gibt es Momente, da muss ich mich zwischen Sicherheit und der Chance auf viele Punkte entscheiden.

Mich fasziniert dieses Spiel. Versuche ich, die optimale Auslage zu finden, ist oft ein anderer Spieler schneller, und erhält den Edelstein als Belohnung. Beeile ich mich, übersehe ich oft etwas und bekomme Abzüge. In manchen Kapiteln werden Grundregeln für das laufende Kapitel verändert. Soll ich mir meinen Weg durch Wälder bahnen und darf die Wege nicht betreten, muss ich schnell umdenken.

Hier ist flexibles Denken gefragt. Schaffe ich es endlich, die Edelsteine auf den Weg zu legen, muss ich durch den Wald laufen und bekomme sie wieder nicht. So freue ich mich über eigene Erfolge und gegnerische Fehler. Ich habe nur sehr wenige Partien des Spieles gewonnen, doch ich spiele es immer wieder gern. Ich mag das Herumprobieren oder auch das Analysieren der Aufgabe. Hin und wieder ist es nicht möglich, alle Anforderungen zu erfüllen, dann ist Optimierung angesagt.

Ich tue etwas mit meinen Händen, lege Plättchen hin und zurück und muss nicht alles im Kopf durchdenken bevor ich ein Plättchen lege. Obwohl ich viel nachdenken muss, empfinde ich es nicht so, nicht nur mein Verstand, auch Hände werden beschäftigt. Ich lege nicht nur ein Plättchen und warte, bis ich wieder an der Reihe bin. Den Wechsel von Aktivität unter Zeitdruck und geruhsamer Auswertung finde ich sehr entspannend.

Man kann die Geschichten nicht nur einmal spielen, denn es gibt Variationen der Aufgaben: Die Rückseiten der Legeplättchen besitzen einen anderen, vielseitigeren Aufdruck. Zusätzlich gibt es dort Wasserfelder, die nur optisch irritieren, da sie wie Wege wirken. Dornengestrüpp ist unpassierbar, kann aber wie Wald mit Feuer oder Gewitter Minuspunkte bringen. Diese Rückseiten kann ich verwenden, wenn es etwas schwerer werden soll oder um ein Handicap zu erzeugen.
Zwei weitere Folien, die jeweils zusammen mit einer normalen Folie gespielt werden, bringen weiteren Spielspaß. Während die Meisterfolie „Einhorn“ weitere Punkte bringt, bringt die Meisterfolie „Waldschrat“ auch Minuspunkte.

Bei den späteren Kapiteln/Geschichten kann ich mir nicht merken welche genaue Auslage ich hatte. So ist jede neue Runde wieder ein prickelndes Erlebnis für mich. Sollte ich die Geschichten in Zukunft wirklich zu gut kennen, hoffe ich auf weitere Folien. Märchen und Sagen gibt es noch genug. (bd)

Trennseiten
Das Spiel gefällt mir so gut, dass wir Trennseiten für die einzelnen Geschichten erstellt haben. So kann ich schneller die zu einer Geschichte gehörenden Folien heraussuchen. Diese bieten wir euch hier zum Download an.

Steckbrief
Woodlands

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Daniel Fehr Ravensburger 2 - 4 Spieler ab 10 Jahre 20 - 40 Minuten Felix Mertikat