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When I DreamWhen I Dream

„I have a dream“, die Worte von Martin Luther King sind vielleicht der bekannteste Traum der Welt. Wir Menschen haben viele Träume, in Tagträumen spiegeln sie unsere Wünsche wieder. Auch in unserer Sprache finden wir die Träume wieder, als Wörter wie traumhaft, Traumfrau oder Traummann und in Redewendungen wie Träum mal weiter! oder Wovon träumst du nachts? Die Träume in diesem Spiel habe ich in einem simulierten Schlaf.

Ich bin der Träumer. Durch eine Schlafbrille, ähnlich deren, die es auf Langstreckenflügen gibt, wird meine Sehkraft ausgeschaltet. Wie in der Realität weiß ich nicht, was der Inhalt meiner Träume ist. Das sehen nur die Mitspieler. Ein Bett ist bestückt mit Karten, die auf jeder Seite zwei Begriffe in Wort und Bild zeigen. Nur einer ist sichtbar, weil ein Kopfkissen den anderen verdeckt. Damit ich meinen Traumbegriff errate, dürfen mir die Mitspieler Wörter sagen, pro Ansage eines und es darf auch kein Bestandteil des zu erratenen Wortes darin enthalten sein.
Meine Mitspieler bekommen Rollen zugewiesen. Die Feen sind hilfreiche Wesen. Sie flüstern mir Wörter zu, die mich zu dem Begriff führen. Die Feen bekommen genau wie ich als Träumer pro korrekt erratenem Begriff einen Punkt. Die Nachtalben sind das Gegenstück zu den Feen. Sie sorgen durch falsche Fährten für Alpträume, das heißt, sie lenken von dem Begriff ab. Sie erhalten Punkte für jeden Begriff, der nicht erraten wurde. Die Sandmänner als letzte Gruppe sind für Ausgewogenheit. Sie schlagen sich auf die Seite, die bisher weniger Erfolg hatte, herrscht Ausgewogenheit, dürfen sie ihre Rolle nach der aktuellen Laune ausführen. Sie bekommen Punkte in Abhängigkeit von der Differenz zwischen erratenen und nicht erratenen Begriffen.

Die Dauer einer Raterunde wird durch eine Sanduhr bestimmt. Reihum nennen meine Mitspieler mir Wörter. Ich kann zu einem beliebigen Zeitpunkt den Begriff raten, habe jedoch nur einen Versuch. So rate ich während die Sanduhr läuft einige Begriffe. Sobald die Sanduhr angelaufen ist, darf ich noch einen letzten Rateversuch machen. Zum Abschluss erinnere ich mich an meinen Traum. Schaffe ich es, sämtliche genannten Begriffe zu wiederholen, bekomme ich zwei Bonuspunkte. Ich wache auf, und der nächste Spieler wird zum Träumer. Wenn jeder Spieler seinen Traum hatte, endet das Spiel.

Das Bett als Kartenhalter, traumhafte Illustrationen, Siegpunkte in Form von Monden und Sternen und die Schlafbrille für den Träumer stimmen auf das Thema ein. Als Träumer bin ich von der Qualität der mir zugeflüsterten Wörter abhängig. Sie leiten mich und sie bilden die Grundlage, nach der ich die Mitspieler in vertrauenswürdige Feen und verlogene Nachtalben unterteile.
Wenn die meisten Spieler ihrer Rolle gerecht werden, ist der Spielspaß hoch. Gute Hinweise und irritierende Ablenkungen sind die Grundlage des Spiels. Es gibt Regelungen für die Fälle, dass ein Spieler kein oder ein unerlaubtes Wort nennt. Es sind notwendige Hilfskonstruktionen. Kommen sie zu oft zur Anwendung stockt der Spielfluss und der Träumer fühlt sich hilflos. Deswegen macht das Spiel am meisten Spaß in wortgewandten Runden.

Was an When I Dream fasziniert, ist zum einen die Stimmung. Ein gelungener Rahmen, die Spannung, ob die Hinweise reichen oder die Ablenkungen dominieren, die Überlegungen, was ich als nächstes sage, das Spiel beschäftigt den Spieler in jeder Rolle und zu jedem Moment. Die Punkte verkommen zu einem notwendigen Maß, um am Ende einen Gewinner zu haben. Der Sieg wird zur Nebensache, weil der Wert des Spiels im Spaß während des Spiels liegt. Zum zweiten fasziniert die Andersartigkeit. Es ist ein kommunikatives Spiel, für das ich kein ähnliches Spiel benennen kann. Damit ist es eine schöne Ergänzung, gerade für Spieler, die schon viel kennen.
When I Dream ist für mich ein Spiel, das ich nur einmal am Abend spielen mag, dann mit ganzer Intensität und großen Spaß. Gerne darf es an einem anderen Abend wieder auf den Tisch kommen. Für mich ist dies ein Spiel, das ich nicht zu häufig spielen mag, aber regelmäßig. Ich möchte es daher nicht missen. (wd)

Steckbrief
When I Dream

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
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