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Cucina CuriosaCucina Curiosa

Laut der Hintergrundgeschichte sind wir an Bord eines Kreuzfahrtschiffes für das leibliche Wohl unserer Gäste verantwortlich. Leider ist unsere Küche durch stürmische See etwas in Unordnung geraten. Die Regressansprüche gegen die Werft dürfen gern in einem Forum für angehende Rechtsanwälte diskutiert werden, denn sie gehören nicht zum Spiel. Unser "Ding" ist der Neuaufbau der Küche. Dabei geht es nicht um die praktische Seite. Ziel ist es vielmehr, die entkommenen Hummer wieder einzufangen und dabei gleichzeitig die Gräten unzugänglich hinter Herden, Backöfen und Geschirrspülern verschwinden zu lassen.

Vor uns liegt die leergeräumte Küche. In den Nischen liegen entweder Hummer oder Gräten herum. Die Küche bietet Platz für 16 Einbauteile, 20 stehen uns zur Verfügung. Nun haben wir nicht die freie Wahl, sondern uns wird ein Einbauteil nach dem anderen angeliefert. Wir bauen es in unsere Großküche ein. Dieses Mal wird es anscheinend fest verschraubt, denn das Einbauteil kann danach weder gedreht noch bewegt werden.
Die Anlieferung ist dabei denkbar einfach. Die Elemente befinden sich auf Plättchen, von denen jeder Spieler den gleichen Satz hat. Alle bis auf einen Spieler legen ihre Plättchen offen neben die Küche. Der Spieler mit verdeckten Plättchen zieht nun eines und zeigt das Einbauteil allen Spielern. Jeder nimmt nun das entsprechende Einbauteil und verbaut ist. Nach 16 Runden ist unsere Küche fast wie neu. Wir schreiten alle vom Eingang aus begehbaren Wege ab. Dabei "sammeln" wir die Hummer und Gräten zwangsweise ein. Jeder Hummer bringt uns einen Pluspunkt, jede Gräte zwei Minuspunkte. Die Spieler mit den meisten Punkten sind die erfolgreichsten Küchenchefs.

fertige Küche am Ende des Spiels

Meine Mitspieler und ich haben unsere Küchen jetzt schon etliche Male neu aufgebaut. Die Aufbauzeit sowohl des Spiels als auch der Küche ist kurz. Bei den ersten Elementen wird kurz überlegt, dann werden sie rasch platziert. Je weiter das Spiel voranschreitet, je spannender wird es. Die Chance, dass ein Plättchen mit der gewünschten Verbindung gezogen wird, sinkt mit jedem ungeeigneten Plättchen. Kurz nach diesem Höhepunkt endet das Spiel.
Soweit alles gut. Doch es gibt auch Kritikpunkte. Die Art des Spiels ist als "Solitärspiel für Viele" bekannt. In den meisten dieser Spiele haben die Plättchen eine Kennung, mit der sie eindeutig identifiziert werden können, eine Zahl, einen Buchstaben oder ein Zeichen. Das fehlt hier gänzlich, was die Suche nach dem richtigen Plättchen erschwert. Es dauert nicht nur länger, in einer Vielzahl von Spielen kam es dadurch zu Fehlern, weil ein falsches Einbauteil platziert wurde. Inzwischen haben viele Teile bei uns Namen, mit denen die Identifikation einfacher und sicherer von statten geht. Einen Teil zeige ich hier bei den Plättchen als Tooltip.

Die Kurve (alle Elemente gehen von unten nach rechts) Die Diagonale (einziges schräg gestelltes Element) Der Durchgang (gerade Verbindung ohne Gräte und Hummer Der Mongole (Hummer macht 'Showcooking') Die Teeküche (Form sieht aus wie ein T) Die Spirale (Die Hummer sind auf einem spiralförmigen Weg

Bei den Elementen sind die einzelnen Darstellungen leicht schräg. Das fördert die Unübersichtlichkeit, die in den meisten Spielen stört. Hier erhöht sie hier den Spielspaß während des Spiels. Am Ende hingegen erschwert sie die Zählung der Hummer und Gräten. Hier hätte ich mir ein paar Chips zur Abdeckung gewünscht.
Ein bekanntes Prinzip und klare Kritikpunkte sind Kriterien, unter denen ein Spiel meist nicht gut ankommt. Dies ist hier anders: Die Einfachheit des Spielprinzips, die simple Wertung und die eigenwillige, nicht leicht zu überblickende Grafik bringen Spielspaß, der genau für die recht kurze Spielzeit reicht. (wd)

Steckbrief
Cucina Curiosa

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Reiner Knizia Noris 1 - 4 Spieler ab 8 Jahre 20 - 30 Minuten Fabia Zobel, Andrea Hofbeck