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La IslaLa Isla

Ein immer wiederkehrendes Szenario in Spielen sind Abenteuer. Dieses Motiv wird auch in diesem Spiel aufgegriffen und kleidet ein im Grunde abstraktes Karten- und Ressourcenmanagementspiel ein. Wir erforschen eine Insel, auf der Exemplare von fünf ausgestorbenen Tierarten gesichtet wurden. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, die Tiere mit unseren Forschern zu umzingeln und sie so gefangen zu nehmen.

SpielplanDiese Hintergrundgeschichte führt uns in ein taktisches Spiel ein, bei dem Karten und ihr Management die entscheidende Rolle spielen. Vorab erkläre ich kurz, wie die Forscher auf die Insel kommen. Es gibt fünf verschiedene Landschaften, zu denen es Ressourcen gibt. Eine jeder Landschaft besitzen wir zu Anfang, weitere erhalten wir im Spiel. Mit zwei gleichen Ressourcen können wir einen Forscher auf ein Feld der entsprechenden Landschaft entsenden. Zunächst spielen wir unsere Forscher ein, später versetzen wir sie. Habe ich mit meinen Forschern ein Tier komplett umstellt, ist das Tier gefangen und kommt in meinen Vorrat.
Zurück zu den Karten: Sie zeigen drei Bestandteile. Sie bieten einen spieltechnischen Vorteil, z. B. eine graue Ressource als Joker nutzen dürfen (Karte links), sie geben eine Ressource oder sie werten eine Tierart für mich. Jede Runde bekomme ich drei Karten. Von einer Karte erhalte ich den Spielvorteil, von einer anderen die Ressource und die dritte Karte wertet eine Tierart für mich. Wie bei den Forschern, so ist auch die Anzahl der Spielvorteile begrenzt. Habe ich drei Karten ausliegen, muss ich danach eine Karte zudecken und verliere dabei den Vorteil der zugedeckten Karte.
Bei der Wertung einer Tierart bekommt jeder Spieler Punkte für seine Exemplare der Tierart, die auf der Karte abgebildet ist. Gleichzeitig steigert eine solche Wertung den Wert der Tierart in der Schlusswertung. Das Spiel endet, wenn der Wert aller Tierarten zusammen einen von der Spielerzahl abhängigen Wert erreicht. In der Schlusswertung werden dann Ressourcen, jedes gefangene Tier und jeder komplette Satz von fünf unterschiedlichen Tieren mit Siegpunkten belohnt.

Karte aus La Isla Karte aus La Isla Karte aus La Isla Karte aus La Isla

Der Reiz des Spiels liegt in den Karten und in deren Unberechenbarkeit. In jeder Planungsphase kann ich genau überlegen, was ich diese Runde machen möchte. Dafür kann ich mir den Spielvorteil oder die Ressource besorgen. Ich kann auch die Wertung als erstes festlegen, wenn ich von einer Tierart besonders viele Exemplare besitze. Egal wie meine Prioritäten aussehen, ich muss mit den vorhandenen Karten auskommen und ich muss bei der letzten Funktion akzeptieren, was mir die letzte Karte gerade beschert.
Das klingt nach ausschließlich kurzfristiger Planung. Es ist jedoch möglich, auch für die nächsten ein oder zwei Runden vorauszuplanen, z. B. in dem ich mir die Ressourcen für den Einsatz meines Forschers rechtzeitig besorge. Ich erhalte dann für eine Runde eine Unabhängigkeit von der Ressource, denn ich kann den Forscher bereits wie gewünscht entsenden.
umzingeltes TierDas Spiel enthält mit den Karten einen spürbaren Zufallsfaktor. Das Spiel kann richtig gut laufen, aber auch richtig schief. Wer nie oder nur selten Wertungen für seine Tiere auslösen kann, gerät leicht ins Hintertreffen. Wer Forscher billiger einspielen kann oder Ressourcen-Verdoppler besitzt, hat es leichter, auf gewünschte Landschaften zu setzen. Man muss diesen Zufall mögen, um überhaupt einen Zugang zu dem Spiel zu bekommen.
In meinen Spielerunden wurden die ersten Spiele mit großer Freude absolviert. Die Schnelligkeit über das Kartenmanagement faszinierte. Nach wenigen Partien flaute die anfängliche Begeisterung ab. Das ist für mich verständlich, denn es gibt nichts Neues mehr zu entdecken. Was dann bleibt, ist ein Spiel, das man zwischendurch spielen kann. Es funktioniert tadellos, ist aber kein herausragendes Spiel. (wd)

Zusätzlich habe ich das Material unter die Lupe genommen, weil es gerade bei alea oft kritisiert wurde.

Steckbrief
La Isla

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Stefan Feld alea 2 - 4 Spieler ab 10 Jahre 45 - 60 Minuten Alexander Jung