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MondoMondo

Zebra in der Steppe und eine kahle Steppe"Erschaffe deine eigene Welt" steht als Untertitel zu Mondo. So ist das also, ich darf hier einmal Gott spielen und machen, was ich will. Nun, so ganz dann doch nicht, denn der Autor hat für die Erschaffung der Welt Fertigbauteile vorgegeben. So ein Fertigbauteil zeigt auf der Vorderseite ein bis drei Landschaften, und in einer davon kann sich ein Tier aufhalten. Außerdem kann im Zentrum des Plättchens ein Vulkan sein, wobei es aktive und inaktive Vulkane gibt. Die andere Seite zeigt eine kahle Landschaft.
PlättchenhaufenUnsere Welt ist zunächst von Wasser umgeben und zeigt 24 leere Felder. Auf jedes dieser Felder kann eines der oben beschriebenen Plättchen gelegt werden. Damit das nun nicht ganz so leicht wird, gibt es einerseits Zeitdruck und andererseits sind alle Plättchen auf einem Haufen.

Innerhalb einer vorgegebenen Zeit darf man nun unter Beachtung einiger Anstandsregeln Plättchen nehmen und auf seine Welt legen. Dabei darf immer nur ein Plättchen zurzeit genommen, die Haufen nicht einfach "durchgeharkt" werden und ein Plättchen muss so zurückgelegt werden, das es für die anderen Spieler erreichbar ist. Ein genommenes Plättchen darf dann beliebig gewendet und gedreht werden. Möchte ein Spieler es anlegen, so darf sein erstes Plättchen beliebig legen, jedes weitere muss dann an ein bereits gelegtes Plättchen angelegt werden. Wer meint, genügend Plättchen gelegt zu haben, nimmt sich ein Bonuschip und beendet damit für sich den Durchgang.
Ablage mit perfktem LandschaftsbauHaben alle Spieler ein Bonusplättchen genommen oder ist die Zeit abgelaufen, kommt es zur Wertung. Bisher sagte ich nichts über die Bauweise bezüglich dessen, was auf den Plättchen dargestellt ist. Das ist auch richtig so, denn jedes Plättchen darf beliebig auf ein freies Feld gelegt werden. Die Wertung sorgt dafür, dass bestimmte Bauweisen belohnt werden und andere ungünstig abschneiden. Eine einfache Grundregle dabei ist: Baue Landschaften korrekt, sammle Tiere und meide Vulkane. Wer sich danach richtet, hat schon einmal Anspruch auf ein gutes Ergebnis, denn Tiere sowie korrekte Landschaften bringen Pluspunkte, ebenso der Bonuschip. Fehlende und falsch angelegte Landschaften hingegen bringen Minuspunkte. Vulkane tun das auch, aber nur für den Mitspieler, der die meisten aktiven Vulkane hat.
Es werden drei Durchgänge gespielt. Der zweite und dritte gleicht dem ersten mit einem Unterschied. Wer den vorherigen Durchgang gewonnen hat, bekommt eine Erschwernis: Für ihn zählen alle inaktiven Vulkane als aktiv. Wer nach drei Durchgängen in Summe die meisten Punkte erzielt hat, gewinnt das Spiel.

verschiedene Plättchen

Im ersten Spiel vergehen die sieben Minuten viel zu schnell. Die Landschaften scheinen nicht zusammenzupassen, die Vulkane sind zu zahlreich und die Tiere zu selten. Mit ein wenig Übung legt sich das. Nun gelingt es besser den eigenen Aufbau konsequent und gut voranzutreiben. Und wer nun immer noch Zeit übrig hat kann auch mal beiden Mitspieler schauen.
Mit der Erfahrung kann das Spiel erweitert und die Zeit verkürzt werden. Neu hinzu kommt nun jede Runde ein Plättchen, dass eine zusätzliche Bewertung vornimmt. So werden z. b. die meisten Wassertiere oder der größte Wald gesucht. Wer hier das beste Ergebnis vorweist bekommt zusätzliche Pluspunkte, der Schlechteste hingegen Minuspunkte.
Falls nun nochmal eine Steigerung gewünscht wird, kann die Zeit weiter reduziert und das Spiel durch zusätzliche Aufgaben angereichert werden. Dazu werden Plättchen mit den Aufgaben ausgelegt wie z. B. drei Papageien in einem Wald oder alles in der vorgegebenen Zeit korrekt bauen. Wer meint, ein solches Plättchen erfüllen zu können, nimmt es sich. Gelingt es dann auch, so gibt es weitere Pluspunkte. Wird das Plättchen jedoch nicht erfüllt, gibt es die gleiche Anzahl an Punkte als Minuspunkten. Und wem das noch nicht genug ist, der dreht seine Welt um. Nun ist sie nicht nur von Wasser umgeben, sondern jede der vier Landschaften begrenzt ein Viertel der zu erschaffenden Welt.

Wertung für Elefanten in der Steppe Wettbewerb um die meisten Meerestiere Wertung für schnelles Bauen Wertung für Papageien im Wald Wettbewerb um die meisten Seen Wertung für sämtliche Wüstentiere

Schnell ist zu erkennen, dass Mondo mit der Erfahrung der Spieler wächst. Damit bleibt das Spiel über einen längeren Zeitraum interessant. Gleichzeitig werden die Regeln dadurch nach und nach eingeführt. Während das Grundspiel eingängig und leicht zu spielen, erfordert die Endausbaustufe viel Erfahrung und Überblick.
VulkanplättchenWenngleich Mondo von der Beschreibung her wie ein Spiel mit großen Zeitdruck und der damit verbundene Hektik klingt, so ist dies nur die halbe Wahrheit. Ein guter Aufbau und die gezielte Suche nach Plättchen sind wichtiger als einfach nur auf Tempo zu spielen. Der gute Aufbau der Welt gelingt dabei immer den gleichen Spielern besonders gut. Dies führt dazu, dass fast immer auch der gleich Spieler in einer Runde gewinnt. Selbst das zusätzliche Handicap durch inaktive Vulkane ändert daran nichts.
Deshalb ist Mondo für Spieler interessant, die beim Ergebnis mehr auf das eigene Tun, das eigenen Ergebnis und vor allem die eigene Entwicklung über eine Vielzahl von Spielen schauen. Eine grundsätzliche Neigung zu Spielen, die auf Zeit gespielt werden, setze ich voraus. Wenn dazu das Spiel in einer entspannten Atmosphäre, mit allseitigem Spaß und vor allem mit Verständnis für Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler gespielt wird, wird Mondo zum Erlebnis. Wer hingegen verbissen auf das Ergebnis schielt, ist bei Mondo an das falsche Spiel geraten. (wd)

Steckbrief
Mondo

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Michael Schacht Pegasus 1 - 4 Spieler ab 8 Jahre 20 - 30 Minuten Oliver Freudenreich