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SchätzinselSchätzinsel

Immer wieder machen wir Spieler uns als Piraten auf in die Kinder- und auch Erwachsenen-Spielewelt.
Mal berauben wir andere Schiffe wie in Piratenbucht oder Captain Jacks Gold, mal ziehen wir durch die Kneipen der Hafenstadt wie in Um Ru(h)m und Ehre oder versuchen aus der Gefangenschaft zu entkommen wie in Cartagena.

Im Spiel Schätzinsel von Haba geht es darum, dem Piratengeist Schätzbold seine Schätze zu rauben. Unser Schiff liegt im Meer und wir versuchen auf einem alten Floß die Schätze zu ihm abzutransportieren. Dies wollen wir beenden, bevor der Geist, der sich aus seiner Ruine bei Spielbeginn aufmacht, den Landesteg erreicht. Der Weg des Piraten besteht aus 12 farbig markierten Fußabdrücken.

Unser Floß ist leider sehr klapprig, daher muss es perfekt ausbalanciert werden, um das Schiff zu erreichen.
Auf der Insel sind je zwei Felder in sechs Farben markiert. Auf diesen Feldern stehen zwölf Schatztruhen, von denen je zwei gleich schwer sind. Ein Spielzug beginnt damit, mit einem Farbwürfel zu würfeln. Steht der Geist auf einem Fußabdruck der gewürfelten Farbe muss zuerst, wenn vorhanden, ein Kistenpärchen zurückgegeben werden.
Dann hebt man eine Kiste an, die auf einer entsprechenden Markierung steht. Diese wird auf ein Ende des Floßes gesetzt, das eigentlich eine Balkenwaage ist. Dann wählt man eine andere Kiste und setzt sie an das andere Ende. Dabei wird versucht zu beschreiben, wie schwer die Kisten sind. Hat man zwei gleichschwere erwischt, kommen die beiden Kisten auf das Schiff, und der nächste Spieler ist an der Reihe. Sonst stellt man die beiden Kisten zurück, und der Geist geht einen Schritt vorwärts. Es haben alle zusammen gewonnen, wenn sämtliche Kisten auf dem Schiff sind, bevor der Geist den letzten Abdruck erreicht.

offene KistenDie Kisten werden vor dem ersten Spiel mit Metallkugeln gefüllt. Je zwei gleichschwere Kugeln sind gleichfarbig ummantelt. Ist man sich bei einem Pärchens nicht ganz sicher, ob die beiden Kisten wirklich gleich schwer sind, kann man sie öffnen, um dies zu kontrollieren.

Beim ersten Spiel hat man das Gefühl, das sei nie zu schaff en, da der Geist am Anfang schnell die ersten Schritte macht. Das Schätzen von Gewichten, indem man Gramm oder Kilogrammzahl angibt, ist ja schon lange bekannt. Bei Zapp Zerapp hatte man wenigstens noch das unterschiedliche Geräusch als Hilfestellung. Das Schätzen von Gewichten und vor allem das Merken derselben stellen viele Spieler vor ungeahnte Schwierigkeiten.
Hat man in jeder Hand eine Kiste, fällt der Vergleich noch relativ leicht, hat man jedoch eine Kiste in der Hand, und soll die zweite dazu finden, ist das schwerer als gedacht, vor allem da nicht jeder jede Kiste anhebt. Es wird versucht im Gespräch mit anderen die Kisten in eine Reihenfolge zu bringen, und so die Paare herzuleiten. Dabei haben mich einige Kinder überrascht. Hatten sie beide Kisten eines Pärchens in verschiedenen Spielzügen angehoben, fanden sie sie beim der nächsten Gelegenheit, in der man sie anheben konnte wieder. Solche Feinfühligkeit habe ich in Erwachsenenrunden nie erlebt. Dort fand man dann gelegentlich Vergleiche wie: "Wenn das hier jetzt ein Luftballon ist, dann ist die andere Kiste Helium." Troz oder sogar wegen diese unterschiedlichen Herangehensweise können Kinder und Erwachsene die Schätzinsel gut miteinander spielen.

SpielsituationMit Worten kann ich die Faszination, die dieses Spiel ausstrahlt, nicht beschreiben. Man muss selbst das wunderschöne Material in Händen gehalten, das Umkippen der Floßes gesehen, bangend den Geist beim vorwärts Laufen beobachtet und gemeinsam mit anderen überlegt haben, um zu versehen, dass das Spiel ein Erlebnis ist, das viele verschiedene Reize bietet.

Vom Verständnis der Spielregeln und der Aufmachung her, liegt hier ein Kinderspiel vor, doch das Erleben, das Abschätzen, das miteinander reden, zeichnet ein echtes Familienspiel aus, das man miteinander und nicht gegeneinander gewinnt. Material, Thema und Spielspaß - hier stimmt einfach alles, und das nicht nur für die Jüngsten. (bd)

Steckbrief
Schätzinsel

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Kirsten Hiese Haba 2 - 5 Spieler ab 5 Jahre ca. 15 Minuten Thies Schwarz