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Huhn oder Ei?Huhn oder Ei?

Die Frage, ob zuerst das Huhn oder das Ei da war, ist eine Redewendung, die manchen auch unter Henne und Ei bekannt ist. Sie beschreibt eine Situation, in der der Ausgangspunkt einer Kette von Ereignissen genau zu bestimmen ist. Wir wollen die Redewendung auch nicht weiter beleuchten, denn hier steht sie ausschließlich Pate für den Titel eines Spiels.

Musikfrage Kern des Spiels sind 300 Karten. Jede dieser Karten stellt die Frage: "Was war zuerst da? Und benennt dazu die zwei Dinge, zwischen denen sich der Spieler entscheiden muss. Damit die Karten nun nicht einfach zufällig geordnet werden, sind sie in sechs Kategorien unterteilt: Life & Style, Dichtung & Wahrheit, Sport & Spiel, Essen & Trinken, Gelesen & Gehört sowie Dies & Das.
Nun werden die Fragen nicht einfach so gestellt, sondern die Spieler würfeln sich über einen Spielplan. Er zeigt farbige Felder, wobei jede Farbe einer Fragenkategorie zugeordnet ist. Aus der Kategorie, auf dem seine Spielfigur stehen bleibt, wird die Frage gestellt. Unüblich wird dabei die unterste Fragekarte eines Stapels genommen und ebenso unüblich ist es, dass der Spieler sich die Frage selbst vorliest. Nach dem Vorlesen verkündet er laut seine Antwort. Ist sie richtig, darf er die Karte behalten, ist sie falsch; legt er sie wieder ab.
Für Interaktion sorgen die Herausforderungen: Sobald der Spieler seine Antwort verkündet hat, kann jeder Mitspieler die Antwort anzweifeln. Geschieht dies zu Recht, so erhält der Zweifler die Karte. Außerdem erhält er noch eine Karte vom zuerst befragten Spieler. Waren die Zweifel falsch, muss er stattdessen eine Karte an den befragten Spieler abgeben.
Besitzt ein Spieler Karten in allen sechs Kategorien, muss er sich noch auf das Zentralfeld des Spielplans würfeln und ist dann Sieger.

Tennisfrage Für eine Bewertung des Spiels unterteile ich es in die Fragen und den Spielmechanismus. Die Fragen sind sehr interessant zusammengestellt. Dabei wurde mehr Wert auf die Begriffe gelegt als auf einen gleichmäßigen Schwierigkeitsgrad. Ein gutes Allgemeinwissen ist von Vorteil, denn bei den Fragen handelt es sich im Prinzip um Quizfragen mit zwei vorgegebenen Antwortmöglichkeiten, was auch gute Chancen beim Erraten ergibt. Die unübliche Handhabung der Karten macht den Ablauf der Fragestellung allerdings gewöhnungsbedürftig. Auch sind die Herausforderungen zwiespältig: Zwar kann ich bei den Fragen der Mitspieler aktiv werden, doch oft kann man eine Herausforderung risikolos stellen, nämlich wenn ein Spieler Karten einer Kategorie doppelt hat und der Fragesteller ebenfalls mindestens eine solche Karte besitzt. Da nützen auch die Spiegeleier nichts, die Fragen kennzeichnen, bei denen jede Antwort richtig ist.
Der Spielplan mit seiner Würfelei erinnert stark an Trivial Pursuit. Auch dort wurde es zum größten Teil als lästig empfunden. Das ist hier nicht anders. Dass die Regel sich über die Funktion des Zentralfelds während des Spiels ausschweigt, macht da wenig aus.
Schauen wir noch kurz auf die Anzahl der Karten: Bei einem Spiel zu viert werden ca. 30 bis 40 Karten gespielt. Die beiliegenden Karten reichen also für 8 bis 10 Spiele, bevor es zu Wiederholungen kommt.
Insgesamt hinterlässt das Spiel damit einen sehr zwiespältigen Eindruck. Während die Karten meist spannend oder witzig formuliert sind, hängt das Spiel insgesamt durch. Das spiegelt sich in den Reaktionen der Spieler wieder, die dem Spiel immer wieder eine Chance geben um sich nach dem Spiel über die Schwächen auszulassen. (wd)

Steckbrief
Huhn oder Ei?

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
keine Angabe Tactic 2 - 4 Spieler ab 10 Jahre ca. 30 Minuten keine Angabe