Benjamin Blümchen

Wieder einmal hat Reiner Knizia ein Merchandising Spiel bei Schmidt herausgebracht. Diesmal ist der Sympathieträger Benjamin Blümchen.

Ein paar Worte zum Hintergrund des Spieles: Herr Tierlieb, der Zoodirektor, fährt in Urlaub, und Benjamin soll ihn vertreten. Eine seiner Aufgaben ist es, zu kontrollieren, ob noch alle Tiere da sind. Das ist nicht einfach, denn schwupp, plötzlich gibt es im Blickfeld ein Tier mehr oder weniger.

vorderseite und....Im Zoo gibt es 12 verschiedene Tiere die in die Mitte zwischen die Kinder gestellt werden. Nun wird eine der 30 Zootierkarten, die aus dickem Karton gefertigt sind, aufgedeckt. Alle Kinder schauen sie sich genau an und versuchen, sich die abgebildeten Tiere zu merken. Nun wird die Karte umgedreht. Auf der Rückseite kommt entweder ein Tier hinzu, oder es fehlt eines. Wenn man weiß, welches Tier nicht auf beiden Seiten zu sehen ist, schnappt man sich schnell die zugehörige Spielfigur. Derjenige, der die richtige Figur ergriffen hat, bekommt die Karte. Hat niemand das richtige Tier ergriffen, geht die Karte aus dem Spiel
Gewonnen hat derjenige, der zum Schluss die meisten Karten erringen konnte.

am SpielenachmitagDie Kinder zeigten in Abhängigkeit von Alter recht unterschiedliche Resonanz. Vierjährige, die nicht zu Zielgruppe gehören, spielten gen mit den Figuren. Sie schauten sich eine Karte an, und suchten dann die gezeigten Tiere heraus. Fünfjährige begriffen zwar die Regeln, hatten aber mit der notwendigen Konzentration große Probleme. Beim Spiel mit jüngeren kann sich zwar auf Karten mit weniger Tieren beschränken; das erleichtert das Spiel, doch leider wird diese Möglichkeit in der Spielregel nicht erwähnt Viel Spaß hatten Kinder der ersten und zweiten Klasse auf einem Spielnachmittag der Grundschule. Waren sie erst einmal bereit, ein Spiel mit Thema Benjamin Blümchen zu spielen ( denn für die Zweitklässler war BB Kleinkinderkram, für den sie viel zu alt sind,) so saßen sie wie gebannt vor dem das Spiel betreuenden Erwachsenen, betrachteten konzentriert die Aufgabenkarte und ergriffen blitzschnell nach dem umdrehen die gesuchte Figur. Viele wollten sofort ein weiteres Spiel anschließen.

Wieder einmal ist also die Altersangabe etwas zu tief gerutscht. Die Fünfjährigen lieben zwar Benjamin, sind aber oft vom Spiel überfordert. Die etwas älteren Kinder mögen das Spielprinzip, wollen aber nicht so gerne mit Benjamin Blümchen, der ja Kindergartenkram ist, spielen.
Hier liegt also ein schönes Spiel vor, dass leider durch sein Thema eine Zielgruppe besitzt, der dieses Spiel etwas zu schwer ist. Diejenigen, denen der Spielmechanismus gefällt und die ihn sicher beherrschen, fühlen sich oft für das Thema zu alt. (bd)

Steckbrief
Benjamin Blümchen
Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Reiner Knizia Schmidt 2 - 6 Spieler ab 5 Jahre 20 - 40 Minuten keine Angabe