Pöppelkiste - RezensionEisenbahnen faszinieren Kinder schon seit Generationen, also liegt es nahe, sie auch auf einem Spielbrett fahren zu lassen.
Die Schachtel enthält vier Holzlokomotiven, einen Spielplan, der eigentlich nur eine Umrandung ist, zwei Plastikeinsätze, die zusammengesteckt genau in das Loch des Spielplans passen, zehn Schienenteilstücke mit aufgedruckten Schienen und einen Würfel, der die Zahlen von eins bis drei zeigt. Die Teilstücke werden nach einer bestimmten Ordnung in die Plastikeinsätze gelegt und komplettieren den Spielplan (siehe Foto).
Die Kartonstreifen zeigen immer vier Schienenstücke in den Farben rot, grün, gelb, und blau. Dabei ist jeweils die Reihenfolge verändert. Der Plastikeinsatz ermöglicht es, die Kartonstreifen zu verschieben, und so durchgehende Fahrspuren in eine Farbe zu erreichen. Beim Start stehen alle Lokomotiven auf ihrem Startbahnhof. Man würfelt, und darf dann, der Würfelzahl entsprechend, Kartonstreifen verschieben. Er kann entweder alle Punkte auf einen Streifen geben, oder die Punkte auf verschieden Streifen aufteilen. Als Abschluss des Spielzuges fährt die eigene Lokomotive so weit wie möglich geradeaus über einen Schienenstrang der eigenen Farbe. Wer als erster den Zielbahnhof erreicht hat, hat gewonnen.
Das Material ist ansprechend und verlockt, direkt mit dem Spiel anzufangen. Daher geht der Aufbau den Kindern zu langsam voran. Das Sortieren und Einsetzen der Teilstücke dauert eine ganze Weile; doch ist das Spielfeld erst komplett wurde munter drauflosgewürfelt und gefahren.
Den Kindern macht das Spiel viel Spass, und sie spielen es immer wieder gern. Es fiel ihnen oft schwer zu sehen, dass man manchmal besser den Streifen schiebt, auf dem die eigene Lok steht.
Uns Erwachsenen störte, dass der Start nicht ganz ausgewogen war. Bei genauerer Betrachtung des Spielplanes stellten wir fest, dass die einzelnen Startpositionen nicht gleichwertig sind. In Abhängigkeit von der Spieler- und Farbreihenfolge hat man bessere oder schlechtere Chancen zu gewinnen. Hatte eine Lokomotive erst einmal einen Vorsprung von zwei Streifen, war sie fast nicht mehr einzuholen.
Jede Farbe hat auf dem zurückzulegenden Weg eine "Stolperstelle", doch es ist frustrierend zu sehen, wie die anderen starten, und man selbst kommt nicht weg. Der führende Spieler kann die hinteren einfach ärgern, indem er Würfe, die er nicht direkt nutzen kann, dazu verwendet, um nur den hinter ihm liegenden zu stören.
Die Regel ist sehr übersichtlich, und leicht verständlich. Auch die Alterseinschätzung ab fünf ist korrekt. Es traten nur einige Probleme beim Lesen der Ziffern auf dem Würfel auf. Die Kinder kennen zwar fast alle Würfelpunkte von eins bis sechs, doch Fünfjährigen sind Ziffern noch nicht so geläufig.
Ein weiterer Wehmutstropfen fiel auf das anfangs so ansprechende Spiel. als beim Aufklappen des Spielplanrahmens eine Falzseite durchbrach. Glücklicherweise passierte es mir und keinem Kind, dem man dann nur gesagt hätte: "geh sorgfältiger mit dem Spiel um!". Ich habe schon oft Spielpläne auseinandergefaltet, doch durchgebrochen ist mir bisher noch keiner. (bd)
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Steckbrief Zugrally |
Autoren | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Gestaltung |
| keine Angabe | Schmidt | 2 - 4 Spieler | ab 5 Jahre | keine Angabe | keine Angabe |