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Targi - Die ErweiterungTargi - Die Erweiterung

2012 wurde Targi für den Preis Kennerspiel des Jahres nominiert. Dies geschah in meinen Augen völlig zurecht, wie an meiner damaligen Rezension zu erkennen ist. Nun erschien Targi - Die Erweiterung.

Nachdem ich sie gespielt hatte, stellte sich für mich eher die Frage, ob ich hier eine Erweiterung oder eher eine andere Edition vor mir habe, denn alle spielbestimmenden Elemente werden ersetzt oder ergänzt.

Neue Elemente sind Wanderdünen, Wasser und die Targia-Figur.

Die Wanderdüne, eine neue Kartenart, ist das größte neue Element. Von ihr liegen anfangs drei Karten aus, die je nach Situation einen großen Vorteil bieten können oder viele Rohstoffe geben. Statt auf eine Randkarte kann ich meine Figur auch auf eine Wanderdüne setzen. Dies lässt mich dabei einen Kreuzungspunkt verlieren, und gibt dem Mitspieler mehr Freiheiten. Wurde eine Karte genutzt, wird sie abgelegt. Ist zum Rundenanfang keine Karte mehr vorhanden wird eine Karte nachgelegt. Nach jedem Überfall werden restliche Karten durch drei neue ersetzt.

Wasser, eine neue Ressource, ist wie Gold keine Ware. Es kommt auf verschiedenen Wegen ins Spiel kommt. Zum einen gibt es zusätzliche Warenkarten, die Randkarte #13, die Karawane, wurde zu einer Wasserstelle und die Wanderdüne kann auch das kühle Nass bringen. Es kann jederzeit 2:1 gegen einen beliebigen Rohstoff und 3:1 gegen Gold eingetauscht werden.

Neben der Karawane wurden auch alle anderen Randkarten, die nicht nur eine Ware bringen, modifiziert. Einige werden dadurch stärker, andere schwächer in ihrer Wirkung. So wird jetzt bei den Überfällen genau vorgegeben, welche Waren abgegeben werden müssen. Der Silberschmied nimmt jetzt zwei beliebige - nicht mehr gleiche - Waren für einen Siegpunkt. Werfe ich beim Adeligen eine Handkarte ab, erhalte ich ein Wasser und einen Rohstoff. Gefällt mir eine Stammeserweiterung, bei der Randkarte#14 nicht, so kann ich ein Wasser abgeben, um sie abzulegen, und eine neue zu ziehen.

Die Stammeskarten werden durch einen neuen Satz ersetzt. Auch hier gibt es neue Mechanismen. Neben sofort, dauerhaft oder am Spielende wirkenden Karten gibt es nun einige, die irgendwann im Spiel ausgelöst werden können. Außerdem erlauben einige Karten, beim Kauf fest vorgegebene Waren gegen Siegpunkte zu tauschen.
Die früher sehr knappen Siegpunkte werden aufgestockt und auch weitere Waren- Gold und Wasserplättchen kommen hinzu.
Die letzte Neuerung ist die Figur der Targia. Sie läuft dem Räuber auf den Randkarten entgegen. Setzt man seine Figur zu ihr, erhält man eine Ware zusätzlich.
Das Spiel ist noch immer Targi, doch es ist anders, für mich besser, geworden. Während man sonst den Gegner blockierte, ihn zwang auf für ihn uninteressante Randkarten zu setzen, bleibt jetzt noch der Ausweg der Wanderdünen. Je nach Auslage sind diese Karten manchmal sehr attraktiv. Sie bringen, wie auch die Targia, weitere Rohstoffe ins Spiel. Daher ist es nicht mehr das böse Mangelspiel: Gold, sonst eine oft dringend benötigte Ressource, kann man jederzeit durch Wasser bekommen.

Die vielen Möglichkeiten, die mir jetzt geboten werden, verlangen genaue Kenntnisse des Spieles. Der Umstieg auf die Erweiterung erfordert bei erfahrenen Targi-Spielern, die es fast im Schlaf spielen können, anfangs große Konzentration, da viele Mechanismen verändert wurden. Im Original darf man einen Stammesmarker beliebig versetzen, wenn man seine Targi-Figur auf die Fata Morgana stellt. Jetzt darf er nur noch auf eine benachbarte Karte wandern. So stellte ich meine Figur immer wieder auf diese Karte, obwohl ich keinen Stammesmarker benachbart zu einer ersehnten Karte platzieren konnte. Auch die Möglichkeit, die Stammeserweiterungen "durchzublättern" vergisst man sehr oft. Bildlich gesprochen muss man alte Konditionierungen löschen, um im neuen Spiel erfolgreich zu sein.

Targi war für mich schon eins der besten Zweipersonenspiele. Die Erweiterung macht für mich ein noch besseres, flexibleres Spiel daraus. Jedem, der Targi mochte, lege ich die Erweiterung wärmstens ans Herz.(bd)

Steckbrief
Targi - Die Erweiterung

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Andreas Steiger Kosmos 2 Spieler ab 12 Jahre ca. 60 Minuten Imelda Vohwinkel, Franz Vohwinkel