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Pocket ImperiumPocket Imperium

Ich kümmere mich nur sehr wenig um Spiele aus dem Crowdfunding. Hier ist eine Ausnahme. Pocket Imperium klang nach einem schnellen Weltraumspiel und sprach mit daher durch Ablauf und Thema an.

Der Weltraum besteht aus sieben Sektoren. Ein Sektor bildet die Mitte und zeigt einen Planeten namens Tri-Prime. Die anderen sechs Sektoren werden außen angelegt und haben sieben Felder. Einige davon zeigen Planeten, die einen Wert von 1 oder 2 haben. Auf zwei Planeten mit Wert 1 starten wir mit je zwei Raumschiffen. In den sechs bzw. acht Runden führen wir drei Aktionen aus. Die Reihenfolge legen wir verdeckt mit Karten aus. Drei Mal heißt es nun: Karte aufdecken, Aktion ausführen. Wie oft ich eine Aktion ausführen darf, hängt von meinen beiden Nachbarn ab. Haben beide Nachbarn andere Aktionen gewählt, darf ich die Aktion bis zu drei Mal ausführen. Das reduziert sich auf zwei- oder einmal, wenn meine Nachbarn dieselbe Aktion gewählt haben.

diverse Raumschiff

Zuerst wird die Aktion Expand ausgeführt. Jeder Spieler produziert bis zu drei Raumschiffe, die er auf Planeten stellt, auf denen er bereits ein Raumschiff hat.
Es folgt Explore. Einzelne Raumschiffe oder ganze Flotten bewegen sich um bis zu zwei Felder weit. Mit fremden Raumschiffen besetzte Felder können nicht durchflogen werden, eben so wenig der Tri-Prime. Leere Planeten können besiedelt werden, indem mindestens ein Raumschiff auf dem Planeten landet.
Zuletzt kommt Exterminate. Fremde Raumschiffe auf Planeten werden angegriffen. Die kleinere Raumflotte wird dabei eliminiert. Die andere verliert genauso viele Raumschiffe. Besteht die Raumflotte des Angreifers, das heißt, sie war größer, nimmt er den Planeten in Besitz.
Zum Abschluss einer Runde wird geprüft, ob jedes Raumschiff versorgt ist. Danach wertet jeder Spieler einen Sektor. Der Spieler, der Tri-Prime besitzt wertet noch einen zweiten. Eine Ausnahme bildet die letzte Runde, in der alle Sektoren gewertet werden. Bei einer Wertung erhält jeder Spieler Siegunkte im Wert der von ihm besetzten Planeten im gewählten Sektor.

Tri-Prime mit blauem Raumschiff

Die einfachen Regeln ergeben ein taktisches Bluffspiel. Bei uns konnte es nicht überzeugen. Zum einen wurde der Blufffaktor bei der Reihenfolge der Aktionen als sehr zufällig empfunden. Eine verringerte Produktion an Raumschiffen hat erheblich Nachteile ohne dass der Spieler meinte, darauf Einfluss zu haben. Zum anderen hat sich bei uns die "Igeltaktik" sehr bewährt. Ein Sektor wird hochgerüstet, wodurch jede Runde sichere Punkte erzielt werden. Mit überzähligen Raumschiffen werden die Mitspieler "gepiekst", um ihre Punktzahlen zu senken oder um sich in einem Sektor einzuschleimen und so zusätzlich Punkte zu erhalten. Bei uns ergaben sich dadurch starre Abläufe. Erst wenn quasi alle Raumschiffe gebaut waren, wurden Kämpfe ausgetragen.

Der guten Grundidee fehlt die redaktionelle Vollendung. Vielleicht wären direkte Siegpunkte für eroberte Planeten ein Weg gewesen, zum Angriff zu motivieren. Doch auch an anderer Stelle fehlt der Feinschliff: So sind die Raumschiffe zu groß für die Sektoren, die Regel weist einige Lücke auf, besonders im Spiel zu zweit, und so sehr ich kleine Schachteln mag, ist diese für die Aufnahme des ausgestanzten Materials zu klein.
Was bleibt, ist ein Spiel mit überwiegend vielen kleinen taktischen Geplänkeln. Die kleinen Varianten, die durch die Rückseiten der Sektoren beigefügt sind, ändern das nur minimal. In unserer schnelllebigen Zeit kommen immer mehr Spiele unausgereift auf den Markt. Hier ist erneut ein Beispiel. (wd)

Steckbrief
Pocket Imperium

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
David J. Mortimer LudiCreations 2 - 4 Spieler ab 12 Jahre ca. 45 Minuten Todd Sanders