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Da LuigiDa Luigi

Im Spiel Da Luigi wird uns allen ein italienisches Restaurant anvertraut. Unsere Speisekarte umfasst alles, was man sich wünscht: Pizza, Pasta, Salat, Wein, Wasser und natürlich Tiramisu als Dessert.

Das Restaurant besitzt sechs Sitzplätze, die den Gästen je nach Zeit, die ihnen fürs Essen zur Verfügung steht, angeboten werden. Den Plätzen sind 10 bis 60 Minuten Wartezeit zugeordnet. Zu Beginn des Spieles habe ich schon zwei Gäste. Einer hat 60 Minuten Zeit, der andere nur 40. Im Folgenden bezeichne ich 10 Minuten als eine Zeiteinheit.

Der MarktUnsere Hauptaufgabe besteht darin, die Leckereien auf dem Markt einzukaufen, um sie dann unseren Gästen zu servieren. Die Marktstände bieten ein bis vier Waren an. Beim Einkaufen leere ich einen kompletten Marktstand. Dies kostet mich eine Zeiteinheit weniger, als ich Waren bekomme.
Um das Verstreichen der Zeit zu zeigen, rücken die Gäste entsprechend auf Plätze mit weniger Wartezeit vor. Auch der Gast, der bei 10 Minuten Wartezeit sitzt, kann noch einmal vorrücken. Dann geht er jedoch, ohne für das schon Gegessene zu zahlen, und überreicht uns, weil er sauer ist, noch eine Zitrone. Nach dem Einkauf geht es ans Servieren. Alle vorhandenen Gerichte werden, wenn bestellt, den wartenden Gästen serviert. Der Rest wandert in den Vorrat. Diejenigen, denen alle Wünsche erfüllt wurden, zahlen mit Siegpunkten und verlassen das Restaurant. Ist eine reihe auf dem Markt leergekauft, werden neue Waren zufällig aus einem Beutel gezogen.

Auch das Einladen neuer Gäste ist unsere Aufgabe. Rufe ich nach Gästen kommt einer mehr, als es Restaurants gibt. Zwei der Gäste lade ich zu mir ein; einen schicke ich jedem Mitbewerber. Dabei begutachte ich jeweils einen Gast, entscheide, wo er hingeht, und schaue erst dann, was der nächste Gast möchte.

Ein GastDie Gäste haben vier verschiedene Eigenschaften, die bei der Zuweisung betrachtet werden. Sie haben eine Bestellung, eine vorgegebene Wartezeit, den Punktebetrag, den sie bei vollständiger Bedienung zahlen und eine Besonderheit. Diese Besonderheiten sind der Pfiff des Spieles. Einige bringen direkt eine zufällige Spezialität mit, andere bringen gute Laune mit und übergeben einen Blumenstrauß. Doch es gibt auch Drängler, die, wenn sie sich setzen, eine weitere Zeiteinheit kosten oder Leute, mit schlechter Laune, die schon beim Eintritt eine Zitrone abliefern. Unberechenbar sind die Gesellschaftsmenschen. Sie bringen einen zusätzlichen Gast mit allen Konsequenzen mit.

Jeder Gast setzt sich auf den Platz, der seiner Wartezeit zugeordnet ist. Ist dieser Platz besetzt, muss der schon sitzende Gast auf eine Wartezeit niedriger rücken, und man kann so evtl. sogar eine Kettenreaktion auslösen. Gäste können auch auf diesem Weg mit allen Folgen hinauskomplimentiert werden.
Pro Restaurant kommen 12 Gäste ins Spiel. Sind diese alle platziert, beginnt die letzte Spielrunde. Zu den Punkten für die bezahlten Rechnungen kommt für jeden Blumenstrauß ein Pluspunkt, jede Zitrone zieht einen Punkt ab. Wer die meisten Punkte erreicht, gewinnt.

Das Spiel verläuft immer wieder anders, was daran liegt, dass immer nur ein Teil der möglichen Gäste beteiligt ist. Diese Gäste sind das Salz in der Suppe.
RüdigerBringen sie Zitronen oder Blumenstrauß, setzen sie sich mit viel Geduld ins Restaurant oder schubsen sie einen Gast ungesättigt auf die Straße? Kommen sie allein oder bringen sie (zu viele) neue Gäste mit
Bei der Entscheidung, welche Gäste man behält oder weitergibt, sollten daneben noch die nicht servierten Speisen berücksichtigt werden.
So heißt es beim Zuteilen der Gäste abschätzen, ob man einen voraussichtlich guten Gast nimmt, oder ihn lieber einem anderen zuteilt, der mit ihm Probleme bekommt. Das Verteilen der Gäste bringt -neben dem Wegkaufen der Waren auf dem Markt- Interaktion ins Spiel. Jeder Gast im Spiel ist einmalig, hat eine individuelle Grafik. Dies trägt viel zum Spielgefühl bei.

Hat man das Spiel in einer Runde mehrfach gespielt, bekommen einige der Karten auch Spitznamen. So dürfte jeder Mitspieler beim Erblicken der Karte die Göre oder den Blumenrentner erkennen. Auch Rüdiger (der Autor), gehört zu den Gästen.
Die GöreIn vielen Runden, in denen ich mitgespielt habe, wurde sofort eine Revanche gefordert und auch eingeräumt. Dies mag daran liegen, dass das Pech einen hier ganz gut beuteln kann. Ein Beispiel: mein Restaurant ist recht gut besucht. Zwei Gäste warten noch auf ein Wasser, der Rentner gibt mir die Zeit, es vom Markt zu holen. Da wird mir ein neuer Gast geschickt. Dieser bringt einen weiteren Gast mit, der noch einen weiteren holt. Jetzt ist es so voll, dass meine durstigen Gäste fast gesättigt das Lokal verlassen, und mir als Dank für die schon gegessenen Speisen Zitronen geben. (Bild) Habe ich keinen Gast, bin ich bevorzugt Opfer für xxx (Karte raussuchen). Ich muss eine Zeiteinheit zusätzlich aufbringen. Da sie der einzige Gast ist, geht sie wieder und lässt als Dankeschön eine Zitrone da. Diese Situationen können sehr frustrierend sein, doch das Spiel ist dann, Gott sei Dank, immer schnell zu Ende.
Man kann aber als Einladender auch nur positiver Gäste erwischen. Dann sind die neuen Gäste eine große Hilfe für die Mitspieler.

Da Luigi lässt sich gut erklären und spielen. Es ist einfach genug, dass auch schon ältere Kinder gut mitspielen können, fordert aber auch genügend Überlegungen, dass es für Vielspieler als einfache Kost geeignet ist. Somit hat es eine sehr große Zielgruppe. Die kurze Spieldauer lässt leicht die Forderung nach einer Revanche, aufkommen. Diese Revanche wird gern gewährt. (bd)

Steckbrief
Da Luigi

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Rüdiger Dorn Kosmos 2 - 4 Spieler ab 8 Jahre ca. 40 Minuten Fiore GmbH