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RoyalsRoyals

Manche Spiele kommen auf leisen Sohlen daher. Kaum einer spricht über sie und zunächst werden andere Spiele aus dem Spieleschrank geholt. Irgendwann kommt der Moment, auf den das Spiel gewartet hat. Es kommt auf den Tisch und darf seine Qualität zeigen. So ein Spiel ist Royals.

KölnWir begeben uns in das vom Adel beherrschte Europa des 17. Jahrhunderts. Um unsere Einfluss in vier europäischen Staaten auszuüben, gewinnen wir die Gunst von dort ansässigen Adligen. Je höher der Rang eines Adligen ist, desto mehr Aufwand in Form von Länderkarten müssen wir betreiben, um die Gunst zu erhalten. Schauen wir uns dazu Köln an. Hier residieren ein Kardinal (oben) und ein Baron (unten). Für den Kardinal benötige ich fünf Karten, für den Baron zwei.
Zu Beginn meines Spielzugs nehme ich drei Länderkarten, die aus der offenen Auslage oder von Nachziehstapel kommen können. Danach spiele ich Karten aus, um die Gunst meist eines, manchmal auch mehrerer Adligen zu bekommen.
Ist ein Adliger bereits für einen anderen Spieler aktiv, benötige ich zusätzlich noch eine Intrigenkarte, beim König zwei. Sie kann ich ebenfalls zu Beginn des Spielzugs bekommen, muss mich dann aber mit einer Länderkarte begnügen. Der andere Spieler verliert durch mich dann seine Gunst, verweilt aber weiterhin in der Stadt.

FrankreichWenn ich der erste Spieler bin, der einen Adligen in einer Stadt "anheuert", erhalte ich sofort den Stadtbonus. Bin ich in jeder Stadt eines Landes vertreten erhalte ich den Länderbonus. Einen Adligenbonus erhalte ich, wenn ich die Gunst eines Adligen jeden Ranges erworben habe.
Ist der Länderkartenstapel durchgespielt, kommt es zu einer Epochenwertung. Die beiden Spieler mit dem meisten Einfluss in einem Land erhalten dann Siegpunkte. Der Einfluss selbst hängt von den Adligen ab, so hat der Kardinal in Köln doppelten Einfluss, während der Baron nur einfachen Einfluss ausübt.

Das Spiel endet nachdem der Länderkartenstapel drei Mal durchgespielt wurde. Jetzt werden noch die Vertreter eines jeden Adligenrangs verteilt. Hat ein Spieler allein die meiste Gunst bei einem Rang erworben, bekommt er die gesamten Siegpunkte dieses Vertreters. Sind zwei Spieler gleichauf, teilen sie sich die Punkte. Bei mehr als zwei Spielern bleibt er für die Wertung unberücksichtigt.

PrinzessinRoyals ist ein Aufbauspiel mit einfachen Mechanismen, schnellen Spielzügen und einer äußerst gut durchdachten Handhabung. Zu Beginn gibt es genügend Freiräume zur Entfaltung. Durch die Städte werden bereits entscheidende Siegpunkt verteilt. So sind die Aktivitäten von Anbeginn relevant ohne eine Vorentscheidung zu fällen. Im späteren Verlauf werden die Plätze eng und über die Verdrängung kommt es zu mehr Interaktion. Auch sind jetzt die Absichten der anderen Spieler gut zu erkennen, weil der Erhalt von Länder- und Adligenbonus einer Vorbereitung bedarf. Sollte einmal das Kartenglück dem Spieler nicht hold sein, kann er sowohl fehlende Länder- als auch Intrigenkarten durch ein Mehr an anderen Karten ersetzen. So können Absichten auch bei zeitweiligem Kartenpech immer umgesetzt werden.
Überragend ist die Unterstützung des Spielablaufs durch das Material. Die Städte, Länder und ihre Adligen sind übersichtlich gestaltet und angeordnet. Das Entscheidende jedoch ist die Siegpunktvergabe. Sämtliche Siegpunkte werden durch Plättchen dargestellt, wobei jeder Typ eine eigene Form hat. Sind die Punkte länderbezogen, sind sie in der Farbe des jeweiligen Landes gehalten, ansonsten ist schwarz die vorherrschende Farbe. Weiterhin hat jedes Plättchen seinen Platz auf dem Spielplan. So ist schnell ersichtlich, welche Plättchen noch verfügbar sind. Zusätzlich wird die Schussabrechnung zum Kinderspiel: Jeder zählt die Punkte seiner Plättchen zusammen und fertig!
Durch die eher unscheinbare Darstellung auf der Schachtel blieb Royals bei uns länger unbeachtet. Im Nachhinein betrachtet ist das schade, denn das Spiel hat Qualitäten mit denen es unbedingt auf den Spieltisch gehört. (wd)

Der Bezug zu Kardinal & König

Dem Spiel wird nachgesagt, es biete ein ähnliches Spielgefühl wie Kardinal & König. Ich kann diese Aussage bestätigen. Royals bietet mit den verschiedenen Adligen mehr Tiefe, hat dafür auch die doppelte Spielzeit. Doch nicht nur das Spielgefühl, auch der Spielplan erinnert an Kardinal & König: Die Darstellung der Länder, die Wahl der Farben und die klaren Strukturen haben sichtbare Parallelen. Anders verhält es sich bei der Schachtel. Während bei Kardinal & König die beiden Hauptprotagonisten auffällig als Marionettenfiguren gezeigt werden, fehlt eine solche markante Darstellung bei Royals.

Steckbrief
Royals

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Peter Hawes Abacusspiele 2 - 5 Spieler ab 10 Jahre ca. 60 Minuten Michael Menzel