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RankingRanking

In der heutigen Zeit wird fast alles bewertet und in Ranglisten gebracht: Wer ist der schönste Mann, die stärkste Frau, das beliebteste Weihnachtsgeschenk? Im Spiel Ranking wird nun auch diese Marotte, wie schon viel andere Dinge des täglichen Lebens, in die Spielewelt gebracht und wie folgt als Spiel umgesetzt:

Ein Turm mit sieben Stockwerken wird zusammengesteckt und in die Mitte gelegt.
Jeder Spieler erhält sechs Bildplättchen. Es wird ein Frageplättchen aufgedeckt, zu dem es gilt, ein Bildplättchen auszuwählen, das zur vorgegebenen Frage am besten passt. Jeder Spieler legt verdeckt eines seiner Bildblättchen in die Mitte; vom verdeckten Stapel wird auf sieben Plättchen aufgefüllt.
Die Plättchen werden noch einmal verdeckt gemischt, und alle nebeneinander neben die 3 des Turmes gelegt.
Jetzt vergleicht der Startspieler zwei der Plättchen hinsichtlich der Frage miteinander. Das Plättchen, das nach seiner Meinung besser geeignet ist, schiebt er ein Stockwerk hoch, das, das weniger passt, ein Stockwerk herunter. Dabei sollte eine Begründung für die Entscheidung gegeben werden.

Hier mal ein kleines Beispiel für die mögliche Vergleiche:

Der Anker steht als Symbol
für eine Kreuzfahrt.
Dies ist eindeutig ein Planschbecken.
Der Anker steht für ein kleines Faltboot. Das ist ein Privatpool
im Ferienhaus auf Gran Canaria.

Die beiden verglichenen Plättchen müssen dabei immer aus dem gleichen Stockwerk stammen. So werden die Plättchen munter nach unten und oben geschoben. Jeder Spieler besitzt je einen Markierungsstein der anderen Spielfarben. Hat ein Spieler seinen Zug gemacht, dürfen die anderen direkt danach mit ihrem Markierungsstein eine Vermutung äußern, welches Plättchen dem aktuellen Spieler gehört.

Hat ein Plättchen das sechste und eines das unterste Geschoss erreicht, ist die laufende Runde beendet. Von unten nach oben geben sich jetzt die Spieler zu erkennen, und erhalten so viele Punkte, wie sein Plättchen als Stockwerkszahl neben sich hat. Dabei wird für jeden Markierungsstein der richtigen Farbe ein Punkt abgezogen. Die Punkte werden mit einem Zählstein in Pfeilform auf dem Turm abgetragen. Auf der Turmspitze wird gewendet. Das Spiel ist beendet, wenn ein Zählstein den Turm verlassen hat.

Was gibt es auf Baustellen häufiger?Das Spiel ist ganz anders, als man es bei Hans im Glück erwartet.
Es geht nicht darum vorhandene Ressourcen optimal einzusetzen und Strategien zu entwickeln, sondern darum miteinander zu reden, die Bildplättchen gekonnt zu deuten und von seinem Plättchen gekonnt abzulenken.
Das Ergebnis des Spieles ist jedoch nicht beliebig, denn in meinen zahlreichen Spielrunden gewannen doch meist die gleichen Spieler.
Hin und wieder ist man den Mitspielern und dem Kartenglück hilflos ausgeliefert, wenn man kein gut passendes Plättchen hat, und das eigene schon auf der der untersten Etage angekommen ist, bevor man überhaupt eingreifen konnte. So werden dann gelegentlich sogar Plättchen vom Stapel Sieger der Spielrunde, wenn sie sehr gut passen.

Die Altersangabe ab 8 geht in der Regel in Ordnung. Spielen Kinder mit. muss man gegebenenfalls mal eine Fragekarte beiseitelegen, wenn sie in dem Alter noch nicht richtig verstanden werden kann. Mit dieser Einschränkung hat sogar ein Sechsjähriger voll mitspielen können und wurde nicht letzter.

Wichtig bei Ranking ist es, dass alle Mitspieler bereit sind kreativ zu denken, und viel Spaß am gesprochenen Wort und manchmal weit hergeholten Begründungen haben. Ist dies nicht der Fall, verkommt Ranking zu einem trockenen Plättchen-Schiebespiel.
In der richtigen Runde bringt es viel Spaß. Einige Begründungen zeigen Seiten an Mitspielern, die man in Jahren nicht bei ihnen erwartet hat. Ist die richtige Runde beisammen, braucht man mich nicht zweimal fragen, ob ich mitspielen will, ich bin sofort dabei. (bd)

Steckbrief
Ranking

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Ralf zur Linde, Stefan Dorra Hans im Glück 3 - 5 Spieler ab 8 Jahre 30 - 45 Minuten Klemens Franz