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Genial SpezialGenial Spezial

Es war einfach genial, das Spiel mit den Doppelsechsecken von Reiner Knizia. Da erwartet man bei dem Titel einerseits eine geniale Fortführung und andererseits auch etwas Spezielles.

Das Spezielle kommt direkt beim Aufbau, denn nun besteht auch das Spielfeld aus zwei großen Sechsecken. Darauf stellen wir eine Menge von großen und kleinen Türmen, deren Anzahl abhängig von der Spielerzahl ist. In jeden Turm kommt ein sechseckiges Wertungsplättchen. Es zeigt eine von vier Farben sowie einen Wert. Auf der zunächst oben liegenden weißen Seite beträgt er 1 oder 2, auf der schwarzen Seite ist er um eins höher. Jeder Spieler erhält 20 Spielsteine seiner Farbe, deren Form wiederum aus zwei zusammenhängenden Sechsecken gebildet wurde.

Spielfeld In einem Spielzug wird ein Spielstein auf zwei freie Felder des Spielplans gelegt. Liegt einer der beiden Sechsecke des Spielsteins auf einem grauen Feld, gibt es einen Punkt in einer beliebigen Farbe. Ansonsten gibt es Punkte für das Verbinden von Türmen. Dazu bilden Spielsteine der gleichen Farbe eine Kette. Legt man nun einen Spielstein so, dass eine Kette zwei Türme verbindet, erhält man die Punkte beider Türme. Erweitert man dann die Kette, so dass ein weiterer Turm angeschlossen wurde, gibt es die Punkte dieses Turms. Wird ein Turm zum ersten Mal gewertet, wird sein Wertungsplättchen umgedreht. Fortan zeigt es die schwarze Seite mit dem um Eins höheren Wert. Er gilt für alle folgenden Wertungen, unabhängig welcher Spieler die Punkte bekommt.
Zusätzliche Punkte gibt es, wenn man zwei große Türme verbindet und zwar einen in jeder Farbe. Die gleiche Wertung gibt es, wenn dann ein weiterer großer Turm durch diese Kette angeschlossen wird. Das Spiel endet, wenn jeder Spieler seine 20 Spielsteine gelegt hat. Nun wird geschaut, wer die meisten Punkte in seiner schlechtesten Farbe hat. Dieser Spieler ist Sieger. Bei Gleichstand folgen die nächsten Farben.

Wertungsskala Mit der Wertung sind wir auch schon mitten im "Genial". Die Wertung ist bekannt aus Einfach Genial und fand sich vorher schon in Euphrat & Tigris. Das ist auch die größte Gemeinsamkeit mit Einfach Genial. Zweitrangig sind da schon die Form der Spielsteine und die Abstraktion, denn auch "Genial Spezial" kommt ohne Thema daher. Vom Ablauf her sind die Gemeinsamkeiten eher gering, denn bis auf den Aufbau enthält Genial Spezial keine Zufallskomponente. So hat es mich vom Ablauf her eher an ein abgemagertes Durch die Wüste erinnert. Dort verbindet man Palmen mit seinen Kamelen, die teilweise durch "Schluchten" fremder Kamele an ihr Ziel gelangen und überbaut Wasserlöcher für Punkte. Ähnlich verhält es sich her in abstrakter Form mit Türmen und grauen Feldern.

Damit sind wir auch beim größten Manko von Genial Spezial. Ohne Zufallsfaktor ist es statisch, zu berechenbar und anfällig für das Königsmachersyndrom. Leicht kann ein Spieler den anderen zum Schluss behindern und so einem dritten Spieler den Sieg schenken. Folglich ist Genial Spezial ein Spiel im Niemandsland. Als abstraktes Spiel bietet Einfach Genial deutlich mehr Spielspaß. Möchte ich ein berechenbares Spiel mit unterschiedlichen Ausgangssituationen, hole ich lieber mein Durch die Wüste hervor. Genial Spezial bleibt in der Mitte hängen, weil es eine Mischung aus beiden ist, aber weder die Originalität eines Einfach Genial noch die Vielschichtigkeit eines Durch die Wüste bietet. (wd)

Steckbrief
Genial Spezial

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Reiner Knizia Kosmos 2 - 4 Spieler ab 10 Jahre ca. 45 Minuten Fine Tuning