Pöppelkiste - Ersteindruck
MedicoAuf einem siebenteiligen Spielplan beginnt der Medico auf einem zufälligen Abschnitt und hat dort bereits seinen Gehilfen platziert. Wir Spieler setzen unsere Spielfigur ebenfalls auf einen beliebigen Abschnitt ein. Zu Beginn besitzen wir etwas Geld und einen Brief, für das wir zwei Zutaten besorgen müssen.
Zuerst wählen alle Spieler einen neuen Zielort, indem sie eine Karte verdeckt vor sich ablegen. Nun führen die Spieler im Uhrzeigersinn ihre Spielzüge durch. Als Erstes bewegt sich die eigene Spielfigur auf dem kürzesten Weg zum Zielort. Unterwegs kommt sie an ein bis drei Warenlager vorbei und darf sich aus jedem Lager eine Ware nehmen. Diese müssen direkt einem Rezept zugeordnet oder in einen Rucksack gepackt werden. Wird dabei das Rezept vervollständigt, wird es ausgewertet. Es bringt sofort Geld oder Prestige und bei Spielende Punkte.
Auf dem Zielfeld geht der Spieler über einen Weg und kann bis zu vier Aktivitäten ausführen. Zunächst kann er Waren aus dem Rucksack an einen Marktstand legen. Dafür bekommt er Geld und den Marktstand, wenn er komplett beliefert wurde. Als Nächstes kann er, sofern der Spieler am richtigen Ort ist, seinen Brief tauschen. Anschließend kann er ein neues Rezept erwerben. Zuletzt kann er, wenn er am Ort zusammen mit dem Medicus weilt, eine Eule von ihm kaufen. Eine Eule bringt viele Spielvorteile, von denen sich der Spieler nun einen aussuchen muss.
Zum Abschluss seines Zuges darf der Spieler eine von vier Hauptaktionen ausführen: Er kann zwei Geld nehmen oder eine Karte mit einem individuellen Spielvorteil, die für später aufgehoben werden kann. Er kann auch einen Gehilfen einspielen, der Geld besorgt, wenn ein anderer Spieler Waren zum Marktstand legt, oder er kann Gegenstände erwerben, die bei Spielende Punkte bringen.
Am Ende einer Runde gibt es ein Prestigeduell, wenn zwei Figuren, Medicus und/oder Spielerfiguren, auf demselben Feld stehen. Der Sieger verliert ein Prestige, darf dafür aber eine weitere Hauptaktion ausführen.
Nach acht Runden endet das Spiel mit der Schlusswertung. Nicht erwähnt habe ich bisher, dass es noch weitere Ziele gibt, die mit Äskulapstäben in Gold und Silber belohnt werden. Hier stehen wir in Konkurrenz zu den anderen Spielern. Wer am Ende die meisten Punkte macht, ist Sieger.
Die Handschrift des Autors Stefan Feld ist klar zu erkennen. Es gibt viele Möglichkeiten, Punkte zu erzielen. Dabei hat jeder Spieler nur acht Züge, in denen er viele kleine Handlungen vornimmt. Die wenigen Züge müssen daher zielgerichtet ausgeführt werden. Weil andere Spieler die gleichen Überlegungen haben können, ist dies nicht einfach umzusetzen. Medico richtet sich ganz klar an Spieler, die die Spiele von Stefan Feld mögen, denn dies ist ein typischer Vertreter. (wd)
| Autoren | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Gestaltung |
| Stefan Feld | H@ll Games | 2 - 4 Spieler | ab 12 Jahre | 60 - 90 Minuten | Dennis Lohausen |